LICHTDESIGN     PLASTIK     LYRIK     GRAFIK    MALEREI      ARCHITEKTURDESIGN      DIGITALES     SOZIALKRITISCHES     HOME DEUTSCH    HOME ENGLISH

Das
Palästina portal       
"The "best" of" Henryk m. Broder"        HONESTLY Concerned       Rhodos       Vita       Kontakt        Mail       Impressum        Links          Haftungsausschluss



 

Gastlyrik

Links zu Lyrikern und beispielhaft ein Text von ihnen.  
zurück zur Gastlyrik  |  zurück zur Lyrik

 

 

gastlyrik

 

reinhard bitter

lyrik


Der Liebe junger Traum
Wirft Licht in den
Schatten meiner Tage
Der Liebe junger Traum
Weidet in der Bucht
Deines Schoßes

Über den Steg der Nacht
Ranken die Zweige
Der Erinnerung
Schmecke ich Vanille
Aus der Leuchtspur
Deines Körpers

Dein gieriger Mund zerbricht
Die Gitter der Angst
Aus der Unendlichkeit
Dröhnen blinde Lider

Sie weinen um den
Engel in Blut und Tränen
Dein Glaube
Schweigt dunkle Worte
Dämmerung und Trost

Der Liebe junger Traum
Wirft Licht in den
Schatten meiner Tage:
Der Liebe junger Traum

© R. Bitter

gunter dubrau

 

Abgerissener Wein.

Konnte mich nicht mehr halten,
meine Last war zu schwer,
zu schön der Wind,
der mich schüttelte.

Liege nun da,
zwischen Wurzeln und Gräsern,
zerbrochen die Haut,
die mich umhüllte,

und mein Saft
fließt zurück,
Ameisen tragen mich
weit.

 

karin graf-braun

lyrik + prosa

 

 

verloren

 

verloren den freund

lautlose worte

im raum

 

erwacht die freude

trauriges lachen

tränenloser augen

 

gefunden den geist

mutige texte

schreiben mit

tintenloser feder

 

suchen die zeit

der überbrückung

finden den freund

 

25. Mai 2000

© Karin Graf-Braun

 

bunte gedanken
schweben herab
suchen humus
in betonwüste

finden nebel
des vergessens
spüren kälte
und nässe

welken dahin
erleben einsam
ideentod durch
schnee und eis

 

holger breuer

prosa


Der lila Lada

Franz Borke, der Schulbusfahrer, hat alles im Griff. Meint er zumindest. Aber hinter seinem Rücken gehen seine Frau Rosi und die beiden
wohl erzogenen Söhne Max und Peter schon lange ihre eigenen Wege. Unter Anleitung seiner Tochter Charly, seiner Schwester Gerda
und seiner Nachbarin Frau Müller-Pellte. Den Umgang mit denen hat Franz Borke eigentlich verboten, aber da alles hinter seinem Rücken
geschieht, weiß er es eben nicht. Ansonsten würde er natürlich sofort eingreifen.......................

mone hartman

wortungen


 

 

Sprechungen
der strick hängt schon lange im garten, madame
[da können sie baumeln / und grinsen]

sie denken zu tief an die toten, madame
[das nimmt jeder sonne das warm]

selbstgespräch bis hungertod
[sie kauen metaphern, madame]

der mond ist zerheult
[sie waren der wolf, madame?]

werden sie wach, madame
[werden sie wach]

schau'n sie nach unten madame
[schlachtfeld (die sonne)]

aus: M a d a m e [Sprechungen gegen den Spiegel]

©  Mone Hartman

 

 

britta hoffarth

 

donnerstag, 10.mai2001
21:44

die sonne macht, dass die gedanken nur noch ein lichttrunkenes flüstern sind. wenn mich jemand umstößt, falle ich wie ein blatt in totaler zeitlupe zu boden. und werde vermutlich dort liegenbleiben, bis die sonne untergegangen ist. wie lange wartete man freiwillig auf so einen tag? 

extrem-kapitalismus in (der welt-messe-stadt) salzuflen. unter den reichen und schönen hab ich mich gefühlt wie ein seeigel unter schleiereulen. zum ausprobieren wars mal ganz nett. und eigentlich ist es auch nett, herausgefunden zu haben, nicht wirklich schön und reich genug sein oder werden zu können und zu müssen, um dort und das zu sein, was sie darstellen. allerdings musste ich anfangen, das ziel meiner bestrebungen medialer weiterbildung in frage zu stellen. weil: wird das nicht genau das nach sich ziehen? den ständigen kontakt mit der unwelt dieser marketingverseuchten bots? vielleicht muss man gut werden und software für minderheiten zur weltverbesserung erfinden. 

man denkt ja immer nur an seine liebe, und wenn es kracht - schaut die liebe nur zurück und sagt: 'ich hab doch gar nichts gemacht. bin doch abstrakt. bin so abstrakt....' mein gott, bist du abstrakt. 

4p>außerdem gibt es menschen, die nehmen das mit dem tagebuch weniger ernst als ich. also mit der ehrlichkeit und der nähe zu sich selbst. ich sollte mein konzept noch einmal überdenken. es gibt nicht nur eine art, tagebuch zu schreiben. und diese scheint mich doch sehr angreifbar zu machen. es scheint so zu sein, dass meine wehrlosigkeit die menschen peinlich berührt. oder wehrlos macht?

(aus dem Tagebuch eines cyborg)

 

 

birgit-maria-nessel
und in wortbilder.de

lyrik


 

 

Traumbaummelodie

Nachts, wenn die Sterne veratmet sind
und dein Atem in den Träumen herunterrinnt
wenn dein Mund sich mit den leisen Worten schließt
und das Mondwasser sich über dein Haar ergießt

wenn die Stunden schweigend zur Ruhe gehn
und die Menschen sich ihre Träume ansehen
dann ist es wie ein warmer, leichter Hauch
ist, wie ein Stern den anderen brauch

ein leises Berühren deines Gesichtes
ein paar Worte deines Lieblingsgedichtes
ein Traum voller Harmonie
das bringt die Traumbaummelodie

© 2000 Birgit Marie Nessel



günther melzer

 

 

jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt noch nicht
jetzt                   

 

 

susanne

siehe auch
susanne und erhard


 

 

oh du mein traum
ja
rosarotes etwas

traum du
mein rosaroter flügelschlag
jenseits von eden immerzu
ich liebe!
ich liebe?
welch froehliches scherzen

traum du
welt in wünschen und wolken in future und past
traum zwischen rosa und rot

nein
welche qual
traum so schwarz

poetry © 2000 by susa.m.

 

connie schmerle

 

 

 

Ich schleppte mein Haar in deine Halsbeuge
goss meine Lippen hinein- ein Rosenregen
vertrauter Atem, verzerrter Laken.
Dein Arm war der babylonische Turm
errichtet auf der Grundfeste
Fleisch und Salz, denn Du maltest mich
fest und stählern, fordernd wie Lust.
Ich bestieg seine Höhe mit meinen Nähten
den Puls zerrissen zwischen Zähnen.
Sah mich winkend auf der Brüstung
meine Brust bleckte ihre Klage
und an ihr
hingst du an unserem Nabel
und flehtest diesen Irrtum zu stillen
mit Beteuerungen und wildschlagenden Hüften.
Ich schnellte vor wie eine giftige Zunge
und sprang
hinein. Dort hinein, wo nichts mehr
aufzufinden ist. Nicht die schwitzende Pore,
nicht der Geliebte am Wegrand,
nicht die Ahnung, nicht der Traum.

Der Schlund der Fuchsie
bekommt,
wonach er verlangt.
Am Ende
nur mich.


 

eberhard schmidt

 

Verlassen eines Ortes

Es gibt kein Netz
das mich hält
die Maschen sind
zu weit geknüpft.

Was nützt mein Rufen.

Laßt mich sinken.
Es bleibt genug
von mir zurück.