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Samstag, 24. Oktober 2020 - 15:22

Israel verbannt Handwerker aus Schulen - Weil das oft Araber sind, sprechen viele von Rassismus. - In vielen israelischen Städten dürfen Handwerker und Reinigungspersonal nicht mehr in Schulen arbeiten, solange dort Schüler anwesend sind. Eine Sprecherin der Stadt nannte die "sensible Lage" als Grund für diesen Schritt. Weil vor allem arabische Beschäftigte betroffen sind, löst dies den Vorwurf der Diskriminierung aus.

"Quelle der Diskriminierung"
- So war am Montag auf der Facebook-Seite des arabischen Parlamentsabgeordneten Issawi Frej zu lesen: "In Zeiten von Aufwiegelung und Hasstiraden müsste das Bildungssystem an der Spitze des Kampfes gegen Rassismus stehen und sich für das partnerschaftliche Zusammenleben einsetzen ... Stattdessen werden die Schulen so zu einer Quelle der Diskriminierung", monierte das Mitglied der linken Meretz-Fraktion. >>>

Die harte Hand kann nicht sehen - Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern - Die Anspannung in Israel und den palästinensischen Gebieten wächst. Doch Sicherheitsdiskurs und Stereotypen heizen die Gewalt weiter an.

Die Konfrontation ist ein Stück näher gerückt. Zum ersten Mal in drei Jahren meiner Arbeit vor Ort finden selbst am Checkpoint Beit El, direkt neben dem Hauptquartier der israelischen Besatzungsverwaltung für die Westbank und unterhalb der gleichnamigen Siedlung, tagelange Zusammenstöße zwischen der Armee und Palästinenser_innen statt. Bilder von brennenden Reifen und Tränengasschwaden sind nicht neu, die Orte von denen sie stammen indessen schon, zumindest wenn man nur die letzten Jahre der bleiernen Ruhe berücksichtigt. Es ist neu, wenn man in einem Viertel der Mittel- und Oberschicht in Ramallah einen jungen Mann mit einem Eimer faustgroße Steine sammeln sieht, kilometerweit vom nächsten Checkpoint entfernt.

Bis vor kurzem wurden die Jugendlichen immer von der palästinensischen Polizei daran gehindert, in größeren Zahlen zum Checkpoint bei Beit El zu gehen und sich Straßenschlachten mit israelischen Soldaten zu liefern. Das ist jetzt anders. Mahmoud Abbas sitzt wieder einmal zwischen allen Stühlen. Will er nicht auch noch die allerletzte Gunst in der Bevölkerung verspielen, so kann er nicht die eigenen Sicherheitskräfte auf die Jugendlichen loslassen.  >>>x

Israel baut wohl doch keine neuen Mauern in Jerusalem - Betonblöcke gegen Angriffe: Sie sollen offenbar wieder weg - Seit Wochen greifen Palästinenser mit Messern israelische Bürger an - vor allem in Jerusalem. Die Regierung hatte zunächst angekündigt, im Ostteil der Stadt Schutzmauern bauen zu wollen, davon rückt sie nun offenbar wieder ab.

Nach scharfer Kritik rechtsorientierter Minister hat Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu einen Plan zum Bau einer Mauer im arabischen Ostteil Jerusalems offenbar wieder gestoppt. Israelische Medien berichteten laut Deutscher Presseagentur am Montag, das Projekt solle zunächst nicht fortgesetzt werden.

Die Polizei hatte am Sonntag am Rande des Viertels Dschabel Mukaber bereits hohe Betonblöcke errichtet. Damit sollte verhindert werden, dass Palästinenser Brandsätze und Steine auf die nahegelegene jüdische Siedlung Armon Hanaziv werfen. Der israelische Rundfunk berichtete zudem, das arabische Viertel Issawijeh solle von einer Mauer umgeben werden.

Rechtsorientierte Minister hatten dies jedoch scharf als Fehler kritisiert, weil es als Beginn einer Teilung Jerusalems ausgelegt werden könnte.
Israel beansprucht die ganze Stadt einschließlich des 1967 eroberten Ostteils als seine Hauptstadt. Die Palästinenser sehen hingegen in Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates. Ein Mitarbeiter der Jerusalemer Stadtverwaltung sagte der Zeitung "Haaretz" am Montagabend, die Polizei habe einen Fehler gemacht, als sie die Betonblöcke nahe Dschabel Mukaber aufstellte. >>>

 


Niemand hat die Absicht ... - In Jerusalem steht plötzlich eine kleine Mauer. Sie ist das perfekte Symbol für die Absurdität des Nahostkonflikts. - Kommentar von Peter Münch - Israel ist eine Insel. Seit seiner Gründung ist der jüdische Staat umzingelt von Feinden, und gegen diese Feinde schottet er sich ab. Israels Grenzen sind mit Mauern, Zäunen und einem Sperrwall zu den besetzten palästinensischen Gebieten gesichert. Die Bollwerke suggerieren Sicherheit vor äußeren Feinden. Doch was kann man tun, wenn der Feind von innen kommt wie in diesen Tagen der Messerattacken und Steinwürfe? Israels Sicherheitskräfte haben darauf nun die übliche Antwort gegeben: Sie haben eine Mauer gebaut - mitten in Jerusalem. (...)

Auf vorerst nur zehn Metern Länge steht die Mauer zwischen einem arabischen und einem jüdischen Viertel. Sie ist das perfekte Symbol für die Absurdität dieses Konflikts. Denn einerseits hat Israels Führung seit der Eroberung des arabischen Ostteils von Jerusalem 1967 die "Unteilbarkeit" der Stadt sogar in Gesetze gegossen, andererseits teilt sie Jerusalem nun selbst mit einer solchen Maßnahme. Die israelische Regierung hat den Aberwitz schnell bemerkt und sofort beteuert, dass natürlich niemand die Absicht habe, eine Mauer zu bauen >>>

Internationale Judengemeinschaft gegen nationalistischen Zionismus in Israel – Medien - Michelle Nichols - Eine weltweite Gemeinschaft von Juden und jüdischen Friedensorganisationen hat sich in einem Appell an Israel und das Weltjudentum mit der Aufforderung gerichtet: Die andauernde israelische Okkupation in Palästina und die Belagerung Gazas sollten unverzüglich eingestellt werden, berichtet das Meinungsportal „+972 Magazine“. >>>

Israel: Wir sorgen uns, wir geben nicht auf. Das zeigen wir! - Adam Keller - Es schmerzt, die Nachrichten im Fernsehen zu sehen. Es macht wütend, die Politiker und Kommentatoren zu hören. Und ich hoffe darauf, dass das Telefon klingelt und eine Stimme sagt: "Morgen gehen wir auf die Straßen, um unsere Stimme zu erheben, die Stimme des Protests! Komm mit uns, es ist enorm wichtig!" Gestern Nachmittag kam endlich so ein Anruf. Noa Levy berichtete uns von der Initiative von Hadash, sich am Freitagnachmittag auf der King George Street in Tel Aviv zu treffen. "Die Frauen in Schwarz stehen dort jede Woche, seit Jahren. Aber in der aktuellen Situation ist es nicht genug, wenn nur sie da sind. Viele sollten kommen, um zu zeigen, dass wir uns sorgen, dass wir nicht aufgeben, dass wir Stellung beziehen!"

Es ist Zeit für mich, eine Nachricht in Hebräisch und Englisch an die AktivistInnen und die Medien zu schicken: "Die Realität, wie der Konflikt gemanagt wird, fliegt uns jetzt um die Ohren. Die Besatzung wird immer gewalttätiger und gefährlicher. Die rechte Regierung ist eine immense Gefahr für alle, die hier leben. Wir alle, auf beiden Seiten, zahlen den Preis - und dieser wird mit jedem Tag höher. (...) Es gibt nur einen Weg, die Eskalation zu beenden und den Kreislauf der Gewalt und des Todes zu durchbrechen: eine politische Lösung, die Beendigung der Besatzung und die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem, Seite an Seite mit dem Staat Israel in seinen 1967 international anerkannten Grenzen."

Ich war mitten in den Vorbereitungen, als ich einen weiteren Anruf erhielt: "Was fällt Euch ein? Was fällt Euch ein, eine Anzeige aufzugeben, mit der die palästinensische Intifada mit unserem Befreiungskampf gegen das britische Mandat verglichen wird? Unsere Untergrundgruppen haben nur auf britische Soldaten gezielt, aber die, Eure palästinensischen Freunde, töten uns ohne Unterschied!" >>>

Die Palästinenser sind isolierter denn je seit 1948 - Mouin Rabbani - Das laufende Jahrzehnt ist für Palästinenser besonders katastrophal gewesen - Die Idee, dass der palästinensische Kampf für Selbstbestimmung zum Verschwinden gebracht und die Frage von der globalen Tagesordnung abgesetzt werden könnte, hat sich wieder als falsch erwiesen. Trotz beispiellosen regionalen Turbulenzen, einer globalen Flüchtlingskrise und der besten Bemühungen seitens Israel und seiner westlichen Gönner, den israelisch-palästinensischen Konflikt als unbedeutende Nebensache bis auf weiteres zu erklären, macht dieser wieder Schlagzeilen.

Wie wir an diesen Punkt gekommen sind, ist kein großes Geheimnis. Unter dem Deckmantel des Oslo-Abkommens hat Israel während der letzten beiden Jahrzehnte seine Kontrolle über die besetzten palästinensischen Gebiete in einem noch nie da gewesenen Grad gefestigt und intensiviert. Gleichzeitig wurde das palästinensische Volk noch isolierter und noch weiter auseinander gerissen als zu jedem andern Zeitpunkt seit seiner anfänglichen Enteignung und Zerstreuung von 1948. Seine Führer, die sich einst einer Unterstützung in der Bevölkerung erfreuten, die von demokratisch gewählten Staatshäuptern hätte beneidet werden können, sind heute zu illegitimen und weitgehend geschmähten Anhängseln von Israels Kolonialprojekt geworden.

Das laufende Jahrzehnt ist für die Palästinenser besonders katastrophal gewesen. Jede bleibende Illusion, dass Israel einen historischen Kompromiss mit dem palästinensischen Volk verhandeln oder von den Nobelpreisträgern in Washington und Brüssel gezwungen würde, die Besatzung aufzugeben, kann nicht länger aufrecht erhalten werden. Stattdessen sahen die selbsternannten Führer der internationalen Gemeinschaft untätig zu, während die Regierung von Benjamin Netanjahu eine neue Siedlung nach der andern auf der Westbank aufbaute, und dozierten endlos über Israels Recht auf Selbstverteidigung, während es mörderische Angriffe gegen den Gazastreifen periodisch unternahm und so dieses zum weltgrößten Gefängnislager machte.

Während die palästinensischen Flüchtlingsgemeinden in der arabischen Welt wieder vor einer existenziellen Krise standen, engagierten sich Israels Führer in einer systematischen Kampagne der Delegitimierung und Marginalisierung gegen die arabischen Bürger Israels. Dies erklärt, warum die derzeitigen Unruhen nicht nur auf die Westbank und den Gazastreifen beschränkt sind. Doch war es in Ost-Jerusalem und in der Westbank, wo die Lunte der jetzigen Ereignisse gezündet wurde.  >>>

Hanswurst ist, wer Israel kritisiert -  Abi Melzer - Die „taz“, die deutsche Obsession und Sex unterm Restauranttisch - Mirna Funk, die beim Fischer Verlag einen Roman über eine ostdeutsche Frau veröffentlicht hat, die im Westen plötzlich entdeckte, dass sie Jüdin ist und eine Vorliebe für beschnittene Schwänze hat, entpuppt sich auch als Zionistin, die komme, was wolle hinter Israel und seiner völkerrechtswidrigen Politik steht. Anlässlich eines Interviews in der taz fragt sie naiv und selbstgerecht: „Warum hat jeder Hanswurst eine Meinung zu Israel?“ Natürlich stört sie nicht, dass jeder eine Meinung zu Israel hat, sondern dass jeder, oder fast jeder, eine kritische Meinung zu Israel hat. Dabei wäre jeder von uns, ganz besonders wenn er Jude ist, froh gewesen, wenn in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts jeder Hanswurst eine kritische Meinung zu Hitler und den Nazis gehabt hätte.

Sie ist der Typ der neuen jungen Frauen, die arrogant, überheblich, selbstgerecht und forsch sind, die schon Monate vor der Geburt ihres Kindes weiß, dass es ein Mädchen sein wird und dass sie Deutsch, Hebräisch und Englisch sprechen wird. Hoffentlich wird es richtig programmiert und nichts läuft schief, denn es kann sein, dass das intelligente und weltoffene Kind eigene Wege gehen wird und am Ende, Gott behüte, auch arabisch spricht und einen Moslem heiratet.

Das Buch, das die studierte Mama jetzt geschrieben hat, ist jedenfalls so banal und langweilig, dass es mir schwer gefallen ist es zu lesen. Ich musste quer lesen und manche Seite überspringen, besonders wenn sie beschreibt, wie sie entdeckt hat, dass ihre Umgebung aus „Antisemiten“ besteht, „die sich niemals als solche bezeichnen würden“. Sie musste als „Jüdin“ unter einem Haufen Antisemiten arbeiten, und sie erkannte die Antisemiten daran, dass sie offen etwas sagten, in der Regel gegen Israel.

Didi Hallervorden, der nur gesagt hat, dass er in einem Land leben möchte, wo er Israels Politik kritisieren kann, ohne gleich als Antisemit diffamiert zu werden, kann stellvertretend stehen für ihre Protagonisten. Sie schreibt: „Ich kann dazu nichts sagen. Das geht mir irgendwie alles zu weit. Sprich darüber lieber nicht mit einer Jüdin. Das führt zu nichts.“ Denn es führt in der Tat zu nichts >>>

Reaktion des palästinensischen Außenministers auf die Verbrechen Israels -  Das palästinensische Außenministerium hat am heutigen Montag in einer Erklärung das Vorgehen der israelischen Besatzer bei der Ermordung von Palästinensern als ein organisiertes Verbrechen bezeichnet.

Man werde diese Verbrechen registrieren und einem internationalen Untersuchungskomitee zur Verfügung stellen, damit die Täter vor Gericht gestellt werden, so das palästinensische Außenministerium.

Das Gesundheitsministerium teilte heute mit, dass seit Beginn der dritten Intifada (1.Oktober) 45 Palästinenser getötet und rund 2000 weitere verletzt worden sind. >>>

Die harte Hand kann nicht sehen - Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern - Die Anspannung in Israel und den palästinensischen Gebieten wächst. Doch Sicherheitsdiskurs und Stereotypen heizen die Gewalt weiter an.

Die Konfrontation ist ein Stück näher gerückt. Zum ersten Mal in drei Jahren meiner Arbeit vor Ort finden selbst am Checkpoint Beit El, direkt neben dem Hauptquartier der israelischen Besatzungsverwaltung für die Westbank und unterhalb der gleichnamigen Siedlung, tagelange Zusammenstöße zwischen der Armee und Palästinenser_innen statt. Bilder von brennenden Reifen und Tränengasschwaden sind nicht neu, die Orte von denen sie stammen indessen schon, zumindest wenn man nur die letzten Jahre der bleiernen Ruhe berücksichtigt. Es ist neu, wenn man in einem Viertel der Mittel- und Oberschicht in Ramallah einen jungen Mann mit einem Eimer faustgroße Steine sammeln sieht, kilometerweit vom nächsten Checkpoint entfernt.

Bis vor kurzem wurden die Jugendlichen immer von der palästinensischen Polizei daran gehindert, in größeren Zahlen zum Checkpoint bei Beit El zu gehen und sich Straßenschlachten mit israelischen Soldaten zu liefern. Das ist jetzt anders. Mahmoud Abbas sitzt wieder einmal zwischen allen Stühlen. Will er nicht auch noch die allerletzte Gunst in der Bevölkerung verspielen, so kann er nicht die eigenen Sicherheitskräfte auf die Jugendlichen loslassen.  >>>

Gewalt und ihre Deutung in Israel - Der Kampf um die palästinensische Seele - Was treibt die jungen arabischen Messerstecher an? Handeln sie aus Verzweiflung? Oder sind sie nur aufgehetzte Verirrte? - Ulrich Schmid - Gewalt ist nicht der Freund der Differenzierung. Das mörderische palästinensische Aufbegehren hat hüben wie drüben zu einer bemerkenswerten Verflachung des Diskurses geführt. Während in der gesamten arabischen und in grossen Teilen der westlichen Welt ausschliesslich Israel für die Eskalation verantwortlich gemacht wird, scheinen viele Kommentatoren auf jüdischer Seite geradezu versessen darauf, die Attacken ganz und gar als Resultat konstanter Aufstachelung einzustufen. Beide Ansätze greifen zu kurz, sie sind nichts als politische Kampfinstrumente.

Kein Recht auf Zorn
- In Israel und in vielen jüdischen Medien weltweit sind die Messerstecher und Steinewerfer Verführte. Vielleicht nicht gerade «arme» Verführte, aber doch Verführte, Irregeleitete. Sie können den konstanten, infamen Tiraden ihrer politischen Führer nicht standhalten, und so schreiten sie denn als blosse fanatisierte Religiöse oder als Antisemiten zur Tat. Die Intention hinter dieser Argumentation ist klar: Die Attacken dürfen nicht der Besetzung des Westjordanlands geschuldet sein. Sie dürfen nicht «politisch» sein, sie dürfen nicht «echt» sein, sie dürfen nicht echter Not, echter Verzweiflung entspringen, weil dann auch die Rolle Israels in diesem Konflikt und die Politik Jerusalems hinterfragt werden müsste. Da ist es leichter, man bemüht den «irrationalen Judenhass» >>>

Konflikt in Israel und Palästina - Lissy Kaufmann - Immer brutaler, immer blutiger - In Israel liegen die Nerven blank. Ein Eritreer wird für einen Angreifer gehalten und gelyncht. Eine neue Mauer soll Muslime und Juden trennen. >>>

Nur kleine Schritte sind möglich - Susanne Knaul - Während die Angst der Bevölkerung wächst, fehlt in Israel und Palästina der politische Wille, die Spannungen zu entschärfen.

Als im Zug jemand meint, einen Terroristen entdeckt zu haben, bricht Panik aus. Die Notbremse wird gezogen. Voll Angst drängen Dutzende Leute zu den Türen, springen die Stufen hinab, rennen los. Am Ende ist es nur ein Gerücht. Niemand hatte vor, willkürlich mit einem Messer um sich zu stechen. Sieben Leute müssen mit Schock ins Krankenhaus. Falscher Alarm legt auch in Tel Aviv den Verkehr stundenlang lahm. Auf der Suche nach zwei verdächtigen Arabern sperrt die Polizei eine zentrale Straßenkreuzung. Die beiden sind zur Arbeit in Tel Aviv – und, wie sich später erweist, harmlos. Seit gut zwei Wochen vergeht kein Tag, an dem nicht ein Palästinenser versucht, Israelis mit einem Messer anzugreifen. Jedes Mal wird der Täter von Pistolenkugeln niedergestreckt. (...)

Die beiden großen Organisationen Fatah und Hamas bleiben jedoch zerstritten – und diesem Zwist ist es zu verdanken, dass die palästinensische Führung in Ramallah in jenen Gebieten, die unter ihrer Kontrolle stehen, die Gewalt in Grenzen hält.

Ganz andere Regeln gelten indes für Ostjerusalem und den Gazastreifen. Und wieder ganz anders ist die Lage in den arabisch-israelischen Ortschaften – an der einzigen Front, an der es bislang keine Toten gab. In Israel, wo die Araber rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen, gab es bislang vier von Staatsbürgern verübte Übergriffe – je zwei Täter waren muslimische, die anderen beiden jüdische Israelis. Alle vier Angreifer gelten als psychisch labil. Die beiden Araber zogen los in der Hoffnung, Helden zu werden, und die zwei Juden wohl im Irrglauben, in der allgemeinen Aufregung ihrem Zorn ungeschoren freien Lauf lassen zu können.

Koexistenz auf Augenhöhe
- Solchen Wahnsinn gibt es nur in Extremsituationen, und beide Bevölkerungsgruppen gingen unmittelbar sehr deutlich auf Distanz zu dem gefährlichen Verhalten ihrer Angehörigen. Eine Koexistenz auf Augenhöhe oder fast auf Augenhöhe ist möglich. Dass Juden, Muslime und Christen friedlich zusammenleben können, zeigt gerade in diesen Wochen das Verhalten von Israels Arabern, die sich zwar mit ihren Glaubensbrüdern in Ostjerusalem und in den Palästinensergebieten solidarisieren, bei ihrem Protest aber die Gesetze achten. >>>

Bericht: Waffenexporte steigen im 1. Halbjahr 2015 deutlich an - Die Waffenexporte aus Deutschland sind laut eines Berichts der “Welt” im ersten Halbjahr 2015 deutlich gestiegen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres genehmigte die Bundesregierung Rüstungsausfuhren im Wert von 3,5 Milliarden Euro, wie der Zeitung zufolge aus dem Zwischenbericht der Bundesregierung hervorgeht, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen will. Die sogenannten Einzelausfuhrgenehmigungen lagen damit im ersten Halbjahr 2015 fast so hoch wie im Gesamtjahr 2014. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung insgesamt Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von 3,97 Milliarden Euro grünes Licht erteilt.

Im ersten Halbjahr 2014 hatte der Wert der genehmigten Ausfuhren noch 2,2 Milliarden Euro betragen. An Drittländer, also Staaten außerhalb der Nato oder EU, wurden in den ersten sechs Monaten 2015 Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von 1,67 Milliarden Euro erteilt, schreibt die “Welt”. Dies ist ebenfalls ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr als Ausfuhren an Nicht-Bündnispartner im Wert 1,42 Milliarden Euro durchgewunken wurden. Die Bundesregierung sieht keinen Anlass zur Besorgnis hinsichtlich der gestiegenen Zahlen. Das legt sie ausführlich in der Zusammenfassung zu Beginn des Berichts dar. “Rund ein Viertel dieses Wertes ergibt sich aus einer Genehmigung für ein U-Boot nach Israel, das bereits 2003 zugesagt worden war” >>>

Jerusalem chaos is a warning of things to come - Jonathan Cook - Among Palestinians and Israelis, the recent upsurge in violence has been variously described as the children’s, lone-wolf, Jerusalem and smartphone intifadas. Each describes a distinguishing feature of this round of clashes. The steady erosion of Fatah and Hamas’s authority during the post-Oslo years, as the Palestinian factions proved incapable of protecting their people from the structural violence of the occupation, has driven Palestine’s orphaned children to the streets, armed with stones.

The growing hopelessness and sense of abandonment have led a few so-called “lone wolves” to vent their fury on Israelis with improvised weapons such as knives, screwdrivers and cars. These attacks have attracted the most publicity, becoming the equivalent of the second intifada’s suicide bomber. But they serve chiefly as a barometer of Palestinian despair. Jerusalem is the centre of events, with the Palestinians’ only unifying symbol, Al Aqsa mosque, at its heart. For Palestinians, the incremental takeover of the compound – and the West’s indifference – is like watching the mass dispossession of 1948 play out again in slow motion. >>>

Ministers approve banning boycotters from entering Israel - Iceland's capital votes to boycott all Israeli products - Bayit Yehudi bill would also keep non-citizens or permanent residents who boycott settlements out of the country. A bill calling to ban people who call to boycott Israel from entering the country received the Ministerial Committee for Legislation's approval on Monday.

The initiative by MK Yinon Magal (Bayit Yehudi) states that anyone who is not a citizen or a permanent resident and calls for or encourages boycotts of Israel or belongs to an organization that does so will not be able to receive a visa or residency permit. "It cannot be that someone who is trying to harm the State of Israel can enter it freely," Magal said after the bill was approved. >>>

Caught on Camera’: Extrajudicial killings of Palestinians - Annie Robbins - A new report summarizing Israel’s Arbitrary Killings and its System of Structural Violence was released by the Euro-Mediterranean Human Rights Monitor at a press conference in Geneva on Friday. The release included the following video, “Caught on Camera: Israel’s extrajudicial killings,” illustrating the killings of Palestinian civilians involved in political protests during the last two weeks.

The report follows Euro-Med Monitor‘s October 10th Call on International Community to hault Israel’s extrajudicial executions. While the Israeli government has to date escaped serious accountability for repeated human rights violations, “citizen journalism”—in which excessive acts of force are caught on camera—now is making it more difficult for the acts to be obscured or brushed aside, says the report. >>>

David Amos: Gun-wielding gang of Israeli settlers attack British volunteer in West Bank - 'A man stood no more than four feet from me and threw this rock which hit me on the back of the head', Mr Amos told The Independent - Ben lynfield

A 66-year-old British man volunteering in the West Bank received emergency treatment after being attacked by a gang of gun-wielding Israeli settlers hurling rocks at him. David Amos, a retired publishing company worker, was struck in the head by a rock as he tried to protect Palestinian farmers during the olive harvest. He was evacuated from the area by ambulance and taken to a hospital in Nablus, where he received five stitches. >>>

Before It Is Too Late - Alon Ben-Meir - It was always a question of when the Israeli-Palestinian conflict would violently erupt once again, which only proves that, contrary to the prevailing views among a multitude of Israelis, no Israeli government can manage the occupation indefinitely. The current replay of past violent flare-ups points to the dismal failure of Prime Minister Netanyahu's policy.

That said, I do not suggest for a moment that all Palestinians are innocent bystanders; Palestinian leaders, including Abbas, have their share in provoking the unrest. But those Israelis who call on their government to use harsher measures to prevent further escalation should answer a simple question: what happens the day after a successful Israeli crackdown, and where will all this lead to?

They all seem to conveniently forget or ignore that what is fundamentally wrong here is the continuing occupation, which by its own very nature cannot be sustained without paying an increasingly heavier toll on both sides.

The stabbing and killing of innocent Israelis is most reprehensible, and the perpetrators should be brought to justice if they survive the aftermath of their atrocious acts. The Israeli government has the responsibility to take security measures to prevent such criminal acts.

The use of excessive force, however, only provokes more intense violent resistance and fuels the already-existing Palestinian extremism which is not likely to abate, however brutal and forceful Israel's counter-measures might be. >>>

Israelis and Palestinians are living in different worlds - Michael Schaeffer Omer-Man - There is something about the way that Israelis and Palestinians are discussing the violent events of recent weeks that suggests a new, particularly worrying dissonance between the two societies.

The Israeli-Palestinian conflict has always included a full-fledged war of narratives. From biblical and historical land claims, to the creation of the Palestinian refugee problem, to who started the 1967 war, to whether it’s a security fence or an apartheid wall, common ground is often nowhere to be found.

And yet, there is something about the way that Israelis and Palestinians are discussing the violent events of recent weeks that suggests there is a new, particularly worrying dissonance between the two societies on the most basic factual terms of reference. >>>

'When the police aren’t your protectors, there is no safety' - Amjad Iraqi - Palestinian citizens of Israel share the same fear of violence as Jews in recent weeks. But many of them don’t find security or comfort in Israel’s police forces, who seem to think that Palestinian citizens should accept that their rights and dignity must be compromised in order to make Jewish citizens feel safer. >>>

Jerusalem, in context - Noam Sheizaf - The current events in Jerusalem have a political history and context. Attempts to attribute the violence to some kind of Palestinian pathology while ignoring other factors is a recipe for making things worse. A response to Jeffrey Goldberg.

Jeffrey Goldberg wrote a powerful piece in The Atlantic last week claiming to scrutinize Palestinian violence through the history of Jewish and Arab ties to the Temple Mount/Haram al-Sharif over the past 100 years. (“The paranoid, supremacist roots of the stabbing Intifada,” the headline reads.) Goldberg starts by discussing Palestinian “paranoia” over Israel’s actions in Jerusalem and ends with a broader, more common claim: that the Palestinian refusal to recognize Jewish ties to the land of Israel is the primary source of the conflict’s intractability, replete with its frequent rounds of violence. >>>

Israeli Lies Will Not Deceive the British Public - Daud Abdullah - Israel’s Minister of Public Security, Gilad Erdan, scored a spectacular own goal with his recent article in the Guardian. In doing so, he caused considerable damage to the credibility of the newspaper and its editorial policy. It is astonishing that an item so factually incorrect and willfully misleading could have been passed by the editors of a reputable British publication.

Under the headline “The terror in Jerusalem is based on a lie”, Erdan told the most scandalous and unconvincing canard that “Israel is not seeking to change the status of the Temple Mount.” This 36-acre site at the heart of the conflict is known to Muslims the world over as Al-Aqsa Mosque, or Al-Haram Al-Sharif, the Noble Sanctuary. Erdan played the blameless card: “I can state in no uncertain terms and on behalf of the government of Israel that my country is not seeking to change the status quo regarding the Temple Mount.” His use of the Jewish term for the Noble Sanctuary is itself evidence of his intention to mislead the world about the status of the site. >>>

What Israel Is Up To in Jerusalem - Ran HaCohen - “So you have on the one hand Palestinians armed with knives and stones – not even bombs and guns this time – and a regional nuclear superpower, one of the world’s biggest exporters of weaponry on the other hand, and it’s quite obvious that the poor, innocent victim is the latter. When the Gods want to destroy a nation, they first make it blind” >>>

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Aktuelle  Nachrichten

Nahost- UN-Generalsekretär Ban besucht überraschend Israel

Im israelisch-palästinensischen Konflikt wendet Palästina sich an die EU

19. 10. 2015

Internationale Judengemeinschaft gegen nationalistischen Zionismus in Israel

Health Ministry- “46 Palestinians, including 10 Children, Killed Since October 1”

Israeli settler opens fire at Palestinian children in al-Khalil

Im israelisch-palästinensischen Konflikt wendet Palästina sich an die EU

Israeli minister: ‘There never will be a Palestinian state.’ (How’s that for incitement?)

Thousands march in London in support of Palestine

How does Israel stop Palestinians from protesting?

George Galloway: Palestinians will return to their homeland

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Occupation is a crime

Israeli troops kill Palestinians who don’t pose danger, Israeli rights group says

Dr. Barghouthi- Israel "violating every international law" with use of weapons

Kuwait calls for Israel to be dismissed from international parliament

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Messerangriffe: Blankliegende Nerven in Israel

Kanzlerin trifft Netanjahu

Reaktion des palästinensischen Außenministers auf die Verbrechen Israels

Internationale Judengemeinschaft gegen nationalistischen Zionismus in Israel

USA und Israel beginnen gemeinsames Manöver

45 Tote seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten

Netanyahu Sends Threatening Message: Israel to Defend Itself at Any Cost

Hamas Asks Russia to Help Stop Israeli 'Aggression'

Is This Israeli Soldier Planting a Knife Near a Slain Palestinian?

Jewish Holy Site Torched as Clashes Continue in West Bank

Israel's Absurd Attacks on BDS Reveal Its Desperation

Appell von Hamas an Moskau

Palestinian 'lone wolves' lack leadership: Experts

Hamas slams int'l silence over mounting Israeli violence

Thousands protest Israel in London

42 Palestinians killed by Israeli army since Oct. 1

Nahost-Konflikt: Israel errichtet Mauer in Ostjerusalem

Tausende Israelis beantragen Waffenscheine

Israeli settler opens fire at Palestinian children in al-Khalil

Foreign Ministry Denounces Execution Of Palestinians, Demands International Investigation

Soldiers Kidnap 17 Palestinians In The West Bank

Mother And Her Son Kidnapped At West Bank Border Terminal

18. 10. 2015

200 Israeli settlers attack Palestinian village with firebombs

Israelische Militärs greifen palästinensische Lager an

Palästinensische Gruppen einigen sich auf Gegenwehr gegen Israel

Leading Gaza psychiatrist launches whirlwind American speaking tour, ‘Trauma and Hope’

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