Liebe Palästina-Freunde
und -Freundinnen, salam alaikum
und hallo, mein Name ist
Fatima,einige
von Euch kennen mich bereits,
ich bin seit längerem in der Palästina-Solidaritätsarbeit
aktiv, war u. a. im letzten Herbst
bei der Olivenernte in der Westbank,
eine erneute Einreise im Februar
dieses Jahres wurde mir leider von
Israel verweigert; ich bin vorwiegend
im Karlsruher Raum aktiv, habe dort
u. a. dort im letzten Juli die Nakba-Ausstellung
organisiert.(So viel zu mir)
Der Grund, dass ich Euch anschreibe
ist der, dass ich von einer ISM-Aktivistin,
mit der ich im letzten Herbst zusammen
in Nablus war, gebeten wurde, innerhalb
ihrer Vortragsreise durch Europa,
die sie in den kommenden Monaten
zusammen mit einem anderen erfahrenen
ISM-Aktivisten unternimmt, die Veranstaltungen
in Deutschland zu organisieren.
Es handelt sich dabei um eine sehr
engagierte und erfahrene ISM - Volontärin,
die lange Zeit für die Region Nablus
als Koordinatorin der einzelnen
Aktionen zuständig war. Sie und
ihr Kollege möchten innerhalb der
nächsten zwei Monate, also im Juni
oder Juli, kommen und über die aktuelle
Situation in Ost-Jerusalem, Nablus,
den fortschreitenden Siedlungsbau
und die militärische Gewalt sowie
über politische Gefangene und den
Volkswiderstand gegen die Besatzung
Vorträge halten. Sicher werden sie
dabei auch interessante und aufschlussreiche
Bilder zeigen. Daneben und als Ergänzung
halten sie auch Demonstrationen
und andere größere Aktionen für
sinnvoll. Hier ein Auszug aus dem
Mail die Vortragsreise betreffend:
I wanted to ask you about what you
mentioned, about maybe coming to
speak in Germany. I'd really like
to, are you able to give me anymore
details about it? Ryan & I are still
organizing dates for our European
tour so we can fit in with whenever
is best for you, but it would be
in the next month or two that would
be best for us. We're planning to
talk about the popular struggle,
East Jerusalem, Nablus, settlements,
military violence, prisoners [Wa'el!]
everything we feel we've learnt
the most about. We'd also like to
organise an action/demonstration
in conjunction with the talk. if
you can let me know where we could
speak, & when would be best, that
would be wonderful & I'll do my
best to give you more specifics
on when we're planning to be in
the country.
Wer von Euch einen Vortrag oder
andere Aktion in seiner/ihrer Stadt
oder auch im größeren Rahmen organisieren
möchte, sollte sich bitte möglichst
schnell mit mir in Verbindung setzen.
Ihr könnt mein Schreiben auch gern
an weitere interessierte Personen
oder Vereinigungen weitersenden.
Über zahlreiche positive Rückmeldungen
würde ich mich sehr freuen.
nähere Informationen zu ISM unter:
www.palsolidarity.org
Viele Grüße und ma' salama Fatima
Liebe Freunde
und Freundinnen,
die jüdisch-palästinensische
Dialoggruppe in München -
www.jpdg.de
- hat in Absprache mit dem Produzenten
und Regisseur Mohammed Alatar von
dem Film "Jerusalem - The East Side
Story" Kopien herstellen lassen.
Deutsche Untertitel wurden hinzugefügt.
Jerusalem ist der Brennpunkt des
israelisch-palästinensischen Konflikts
und dieser Film eignet sich in ganz
besonderem Maße als Einführung in
die Problematik, die sich in letzter
Zeit mmer mehr zugespitzt hat.
Der Film kann gegen eine Spende
auf Veranstaltungen angeboten werden.
Wir geben an Gruppen auch Einzelstücke
zur Voransicht weiter und erwarten
bei Sammelbestellungen lediglich
unsere eigenen Kosten (Abgabe an
den Regisseur und Produktion, ca
10 €)
Wir könnten aber auch DVDs in Kommission
weitergeben.
Alles Nähere bitte bei mir nachfragen:
j-varchmin@web.de.
Im Anhang
ist eine kurze Beschreibung
des Films. Mit solidarischen Grüßen
Jochim Varchmin .
Update from Free Gaza
- As we get ready to launch our cargo ship and
Israel rattles its sabers threatening to violently
stop our 8-boat flotilla, the 1.5 million Palestinians
of Gaza cannot be forgotten. It is they who
pay the price for the inaction of governments,
particularly in the EU and the US.
According to the BCC and Amira Hass in columns
last week, Israel allows only 81 items into
Gaza for basic and bare necessity life. These
items, many of them that have nothing to do
with rebuilding a shattered infrastructure after
Israel's brutal Operation Cast Lead at the beginning
of 2009, are mostly 'added to the list' of imports
because of pressure from Israeli merchants who
make a great deal of money if their item gets
on the approved list.
Watch the video and look at the absurdity of
banned items... chocolate, jam, sheets, pillows,
and all rebuilding supplies. Taking these supplies
into Gaza is exactly what the Freedom Flotilla
intends to do.
Then watch the flotilla on our website, pressure
your government officials to advocate for our
safe passage, and continue to donate what you
can for our fuel, captain and crew.
We want to thank everyone of you who have donated,
advocated, written and called your representatives.
This initiative has grown from a few supporters
to thousands around the world. http://www.flickr.com/photos/freegaza
In the words Alice Walker, poet and author:
Goddess Speed your boat. You are doing the work
of The Collective as it attempts to bring Comfort,
Support and Abiding Love and Solidarity to Itself.
What you demonstrate is what we all, deep in
our hearts, can know: We are One People, existing
in one Love. The Gazans are us, living in a
beleaguered place too small for us, dangerous
for us, deadly for us. Just as the air connects
us, so does this knowing wisdom of being one
expression – human – of an infinitely creative
Universe.
I send you my blessings, my prayers for your
safety, and my love, Greta Berlin -
www.freegaza.org
Kurzkommentar:
Diese
angebliche Auseinandersetzungen könnte man
so sehen, als wenn Paris Hilton über das
Leben einer alleinerziehenden Harz IV Mutter
redet und besserwisserische Ratschläge gibt.
Im Fall Broder dann auch noch mit der
Diffamierung, sie sei eine Antisemitin, man
müsse ihr die Unterstützung streichen, ihr
Kind aus dem Kindergarten entfernen und eine
Anstellung verhindern. Broder gibt der
Bemühung der israelischen Regierung
die Berichterstattung über das Geschehen in
Palästina zu verhindern seine eine eigene Note.
Was mehr soll man auch von einer Figur
erwarten, die meint es mache mehr Spaß Täter
als Opfer zu sein?....
Und noch eine
Aktion:
So fangen sie die (vor allem jüdische) junge
Welt: Man bekommt 10.000 Dollar pro Semester
- kann durch die Jewish Agency gegeben
werden. Es geht um Diplomaten,
Regierungspolitik, Antiterrorismus Politik
und Business.
Night Raid on Bil'in
11 05 2010
>>>
The Israeli Army seems to be looking for
Ashraf Abu Rahmeh, a non-violent activist
and brother Basem Abu Rahmeh who was
assassinated by Israel while peacefully
protesting the Apartheid Wall in Bil'in.
During Last Fridays Protest Israel arrested
six people from Bil'in including Ashraf
himself who was released later on.
Sleepless Gaza
Jerusalem
"Sleepless in Gaza...and Jerusalem" is a
video diary about young Palestinian women,
Muslim and Christian, living in Gaza,
Jerusalem and the rest of The West Bank. We
will make 90 films in 90 days, non-stop, no
scripts and no intervention! The idea here
is to show you the real life of Palestinians
through the daily activities of the
Sleepless Girls!
Day
71: Join Ashira in Nazareth where she
discovers how the Palestinian Traditional
Dress (Thob) has disappeared from the
culture there! Watch Ashira wearing the
modern Nazareth Islamic Dress including the
veil Hijab! Check out how people look and
treat a veiled woman! Visit Kul Al Arab
Newspaper and find out more about drugs and
weapon problems that Palestinians in 1948
face! Did you know that we have Russian and
Palestinian Mafia?! In Gaza join Eman in one
of the activities organized by a group of
young men and women in the commemoration of
the 62 anniversary of the Nakba 'the
catastrophe. The activity took
Day
70: Do you have difficulty getting pregnant?
Join Ala' to the inside of Rachel's Tomb
that was cut off of Bethlehem through the
Wall of Separation and a passage with high
walls that keep the Palestinians out. She
enters after speaking Hebrew to the guards
who only allow Israelis and tourists in.
Barren women or those who have difficulties
in their pregnancy go to Rachel's Tomb to
get blessed because it is believed that
Rachel had died after a difficult pregnancy
and was buried there. See the
It is a tale of bureaucracy; a stifling
blockade and a sick child in need of help.
We follow one family trying to get their son
out of Gaza to save his life.
8. Mai des deutschen Volkes vom
Hitlerfaschismus - Tag der Befreiung
- Esther Bejarano zum 8. Mai:
Den 8. Mai 1945, den Tag der
Befreiung der Menschheit von der
Geißel des Hitler-Faschismus,
verbrachte ich mit amerikanischen
und russischen Soldaten in dem
mecklenburgischen Städtchen Lübz:
die Soldaten holten aus einem Haus
ein großes Hitler-Portrait, das auf
einem Marktplatz verbrannt wurde.
Meine Freundinnen, mit denen ich vom
Todesmarsch geflohen war, tanzten
mit den GIs und den Rotgardisten um
dieses brennende Bild, und ich
spielte Akkordeon dazu. Das werde
ich nie vergessen. Ich sage immer:
Das war meine zweite Geburt!
Doch schon wenige Tage später holte
uns die Realität ein: zwar war der
Krieg zu Ende, aber die
menschenverachtende antisemitische
und rassistische Ideologie ja noch
in den Köpfen der Menschen. Auf
unserem Marsch durch das
Nachkriegsniemandsland von Lübz zum
Kibbuz Buchenwald in der Nähe von
Fulda hatten wir immer noch Angst,
Nazis in die Hände zu fallen, denen
wir ja völlig hilflos ausgeliefert
gewesen wären.
Ich gehörte zu den so genannten
deplaced persons. Deplaced heißt
soviel wie „entheimatet“, also,
Menschen, die keine Heimat mehr
haben, entwurzelt sind. Ich war
völlig entwurzelt. Es gab in diesem
Land keinen Ort und keine Menschen
mehr, wohin ich hätten gehen können:
Keine Eltern – sie, meine Schwester
und fast alle Verwandten waren von
den Nazis ermordet worden – und kein
Elternhaus. Kein Ort, nirgends.
Die Frage „Warum Israel?“ ist für
mich deshalb ganz einfach zu
beantworten: Wohin sonst?
Damals wollte ich so schnell wie
möglich zu meiner Schwester Tosca
und deren Mann Hans Lebrecht nach
Palästina. Im September 1945 bin ich
in Haifa angekommen. Ich war 20
Jahre alt, und vor mir lag mein
ganzes Leben.
In Palästina wollte ich ein Land
aufbauen, in dem alle Menschen
friedlich zusammen leben konnten.
Eine Heimstätte, für die, die dort
schon lebten, und Zufluchtsstätte
für die verfolgten Jüdinnen und
Juden dieser Welt. Die arabischen
Einflüsse haben mich völlig
fasziniert, und mich als Künstlerin
inspiriert. Als Israel 1948
gegründet wurde, war ich glücklich.
Das war mein Land, hier wollte ich
die Lehren aus 12 Jahren
Nazi-Diktatur umsetzen: Nie wieder
Krieg – nie wieder Faschismus.
Das war eine völlig naive
Vorstellung, wie ich in einem sehr
schmerzhaften Prozess lernen musste.
Fortschrittliche Menschen wie Tosca
und Hans sowie mein Mann Nissim und
ich waren schon damals eine kleine
Minderheit. Es waren jüdische
Arbeitskollegen, die mir sagten:
„Dich hat Hitler wohl vergessen zu
vergasen“.
Trotzdem war und ist Israel meiner
Ansicht nach bis heute wichtig als
Heimstätte für verfolgte Jüdinnen
und Juden.
Wir Jüdinnen und Juden brauchen
Israel. Aber in den Grenzen von
1948! Die Palästinenserinnen und
Palästinenser brauchen einen eigenen
Staat, sie müssen Land dafür
bekommen, und ihnen muss eine
Wiedergutmachung gezahlt werden.
Deshalb unterstütze ich die jüdische
Stimme für einen gerechten Frieden.
Als ich 1960 mit meiner Familie nach
Hamburg kam, hoffte ich, in ein
demokratisches Land zu kommen, das
seine Lektion aus dem Faschismus
gelernt hatte. Auch das war naiv.
Auch das musste ich in einem sehr
schmerzhaften Prozess lernen. Schon
bald waren wir mit alten und neuen
Nazis konfrontiert.
Bis heute ist in der BRD diese
wichtigste Lehre, das Verbot aller
faschistischen Organisationen, nicht
gezogen worden. Das ist zwar im
Grundgesetz verankert, wird aber
nicht umgesetzt. So lange Nazis
marschieren können, werde ich nicht
aufhören, gegen sie zu kämpfen. Auch
wenn die NPD noch so sehr gegen mich
hetzt und mir droht.
Wir leben trotzdem
Esther Bejarano: vom
Mädchenorchester in Auschwitz zur
Künstlerin für den Frieden.
Lesung mit Esther und Birgit
Gärtner anlässlich des 65.
Jahrestags der Befreiung vom
Faschismus im Rahmen der Roten Möwe,
So., 16. Mai 2010, 12 Uhr, Galerie
der Schlumper, Hamburg Quelle
- Prof. Rolf Verleger
Doris
Pumphrey -
Der
Autor des folgenden Kommentars Basem Naim
ist Gesundheitsminister in Gaza. Ihm wurde
von den deutschen Behörden vor einigen Tagen
die Einreise in die Bundesrepublik verwehrt.
Er soll auf Einladung von Pax Christi an
einer Veranstaltung in der Evangelischen
Akademie Bad Boll teilnehmen. Die
Veranstaltung mit dem Titel „Partner für den
Frieden – Mit Hamas und Fatah reden“, soll
gesprächsbereite Vertreter der
Konfliktparteien im Nahen Osten, Vertreter
aus Israel, der Fatah und der Hamas an einen
Tisch bringen. In diesem Zusammenhang hier
ein Kommentar von Basem Naim, den der
englische Guardian 2008 veröffentlichte:
Efforts to revive the Middle East peace
process took another blow on Tuesday after
Palestinian President Mahmoud Abbas accused
settlers of torching a West Bank mosque as
the US envoy arrived in the region.
Ameer Makhoul: Israel’s
repression of its
Palestinian citizens unites
us in struggle
- Israel is intimidating
[us] because we are
reasserting our community's
stake in the Palestinian
struggle. Twenty years ago
few considered the
Palestinians in Israel as a
part of the Palestinian
people or the Palestinian
cause. During the Oslo
process of the 1990s, we
were considered an internal
problem for Israel to deal
with, but our networking,
advocacy and lobbying has
changed this. Israel is
increasingly repressing us
to divide Palestinians from
each other and isolate us
from the outside world....
>>>
Breaking The
Silence - Palestine Monitor -
Breaking the Silence is “an organization of
veterans who served in the Israeli army
during the Second Intifada (since September
2000), and have taken upon themselves to
expose the Israeli public to everyday life
in the Occupied Territories, a routine
situation that is never reflected in the
media”. Palestine Monitor has already
covered the tours and the activities
organized by the organisation in the
following articles:
-Inside Hebrons H2 Area
http://www.palestinemonitor.org/spi...
-Umm Al-Kheir, Where Freedom Stands For
Demolition
http://www.palestinemonitor.org/spi...
-Sink The Boats
http://www.palestinemonitor.org/spi...
In this article we present some of the
soldiers’ testimonies from the six booklets
released by Breaking the Silence so far,
giving you the possibility to read firsthand
the stories of soldiers who decided to speak
out about what they did or saw during their
periods of military duty. One testimony from
each booklet is presented and available for
download.
>>>
Scharfer Protest von
Wolfgang Gehrcke: Bundesregierung begeht mit
ihrem Einreiseverbot für den Hamas-Politiker
aus Gaza eine große Dummheit! -
Die Bundesregierung will dem Hamas-Politiker
Basem Naim, der auf Einladung von Pax Christi
an Gesprächen in der Evangelischen Akademie
Bad Boll teilnehmen wollte, die Einreise verweigern.
Das geplante Seminar im Juni
soll gesprächsbereite Vertreter der Konfliktparteien
im Nahen Osten, Vertreter aus Israel, der Fatah
und der Hamas an einen Tisch bringen. Eigentlich
müsste die deutsche Regierung über die Initiative
von Pax Christi glücklich sein. Stattdessen
begeht sie unter dem Druck der israelischen
Regierung und deren Parteigängern in Deutschland
mit der Einreiseverweigerung eine große Dummheit.
Zudem macht sie ihre eigenen Positionen unglaubwürdig,
fordert sie doch von den Palästinensern die
Bildung einer Einheitsregierung. Wie soll das
gehen, ohne mit der Hamas zu reden und den notwendigen
innerpalästinensischen Versöhnungsprozess zu
unterstützen? Mit ihrer zweideutigen Politik
erweist sie den Friedensbemühungen der deutschen
Zivilgesellschaft für den Nahen Osten einen
Bärendienst. Im Bundestag sind inzwischen alle
Parteien der Meinung, dass man mit der Hamas
reden muss, auch wenn nur die LINKE das offen
sagt. Die Evangelischen Akademie wäre der richtige
Ort für die deutsche Politik, in einen Dialog
mit Hamas einzusteigen. Die Linke hat schon
immer gefordert, dass im Interesse einer friedlichen
Lösung mit Hamas geredet werden muss Deshalb
kann die Antwort auf die Einreiseverweigerung
nur schärfster Protest sein. Auch
Dr. Aziz Dweik, dem Vorsitzenden des Palästinensischen
Legislativrates wird ein Visum verweigert.
- Quelle Martin Forberg
http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=174701
Am Frieden in Israel
und Palästina mitarbeiten - Nie war es
wichtiger als jetzt am Frieden in Israel und
Palästina mitzuarbeiten. Täglich bekommen wir
Bilder des Unfriedens via Medien ins Haus geliefert.
Wir glauben, dass es Zeit ist zu handeln. Pax
Christi sucht Menschen, die dabei helfen. Unser
Friedensprogramm heißt „Ökumenisches Begleitprogramm
in Palästina und Israel“ –
(EAPPI- Ecumenical Accompaniment Programme in
Palestine and Israel) Pax Christi sucht Freiwillige,
die für diese Friedensarbeit
ausgebildet werden. 7000,- € kostet die Vorbereitung,
der Aufenthalt und die Betreuung vor und nach
dem Einsatz. Für Menschen in Palästina und Israel,
die militärischer Gewalt und terroristischen
Anschläge ausgesetzt sind, ist dieser Friedenseinsatz
ein wichtiges Zeichen der Hoffnung. Diese in
Österreich neue Friedensinitiative nützt die
internationale Erfahrung. Die Ausbildung erfolgt
in der Schweiz. EAPPI wird vom ökumenischen
Rat der Kirchen verantwortet. Zur praktischen
Durchführung arbeiten die Diakonie/Auslandshilfe,
der Internationale Versöhnungsbund und Pax Christi
zusammen. Durch das Begleitprogramm sollen diejenigen
Kräfte auf beiden Seiten gestärkt werden, die
in Israel und Palästina unter dem Konflikt leiden
und sich gewaltlos für einen gerechten Frieden
einsetzen. Wir wünschen Frieden - Salam auf
Arabisch und Shalom auf Hebräisch. EAPPI sucht
neben Bewerber/innen ganz dringend Spender/innen,
die das Projekt finanziell unterstützen.
Weitere Auskünfte:
Diakonie Auslandshilfe - Mag. Dagmar Lassmann
- +43 (0)1 4026754 12 - eappi(at)diakonie.at
Pax Christi Österreich office(at)paxchristi.at
Internationaler Versöhnungsbund office(at)versoehnungsbund.at
Spendenkonto: EAPPI (Diakonie Auslandshilfe)
- ERSTE Bank, BLZ.: 20111 - Kto: 287 119 663
13 - IBAN AT432011128711966313
BIC GIBAATWWXXX
Settler shoots at Palestinian
demonstrators with soldiers present
On Friday, 26.2.2010, residents of the village
of Asira al-Qibliya in Nablus District held
a joint demonstration with Israeli activists
from Combatants for Peace and Rabbis for Human
Rights, protesting takeover of their lands by
settlers.
Boykott Apartheid –
Made in Israel
- Wie erkenne ich Konsumprodukte
aus Israel?
1. Listen
mit zu boykottierenden
Produkten
und Firmen
2. Israelische
Produkte,
die in der
Schweiz
erhältlich
sind
3. Bar Codes:
Ein Mittel
zur Identifikation
israelischer
Produkte?
1. Listen
mit zu boykottierenden
Produkten
und Firmen
Im Internet
finden sich
diverse
längere
und kürzere
Listen,
die sich
mit Firmen
und Produkten
befassen,
die im Zusammenhang
mit der
israelischen
Besatzung
stehen:
Gush Shalom
publizierte
eine Liste
mit Produkten,
die aus
Siedlungen
in den besetzten
Gebieten
stammen:
http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm
Die englischsprachige
Website
Who profits
zeigt in
übersichtlicher
Form, welche
Unternehmen
von der
israelischen
Besatzung
profitieren:
http://www.whoprofits.org
2. Israelische
Produkte,
die in der
Schweiz
erhältlich
sind:
Soda Club
(Drinkwassersprudler
aus der
Siedlung
Ma'ale Adumin),
Eden-Springs,
Datteln
aus dem
besetzten
Jordantal,
frische
Kräuter
(bei Grossverteilern),
Avocados
(meistens
Carmel),
Orangen
und Grapefruit
(Jaffa,
Carmel),
Erdnüsse
(oft vermischt
mit
ägyptischen),
Kosemetikprodukte
vom toten
Meer
3. Bar Codes:
Ein Mittel
zur Identifikation
israelischer
Produkte?
Im Zusammenhang
mit Aufrufen
zum Boykott
israelischer
Produkte
werden immer
wieder die
Bar Codes
erwähnt.
(Das sind
die Strich-und
Zahlcodes,
die jedes
Produkt
auf der
Verpackung
hat.) Angeblich
soll es
möglich
sein, anhand
der ersten
Ziffern
das Herkunftsland
zu ermitteln
und so Produkte
mit israelischer
Herkunft
(??ländercode
für israel???)
zu erkennen.
So einfach
ist das
leider nicht
(mehr).
Anhand des
Bar Codes
lässt sich
nur feststellen,
wo das Produkt
verpackt
worden ist.
Wenn nun
z.B. frische
Kräuter
aus dem
Westjordanland
in den Niederlanden
abgepackt
werden,
steht der
niederländische
Code auf
der Packung
und nicht
der israelische.
Nur wenn
ein Produkt
in Israel
hergestellt/geerntet
und abgepackt
worden ist,
können die
Bar Codes
weiterhelfen.
Fazit:
Bar Codes
sind kein
sicheres
Mittel,
um israelische
Produkte
zu identifizieren.
Es lassen
sich nur
jene Produkte
erkennen,
die in ein-
und demselben
Land produziert
und verpackt
werden.
Wenn die
Verpackung
anderswo
erfolgt,
sind die
Bar Codes
wertlos.
Die Angabe
des Herkunftslandes,
die in der
Schweiz
auf jedem
Produkt
aufgeführt
sein muss,
ist genauso
hilfreich
und man
muss sich
erst noch
keine vierstellige
(?oder dreistellig?)
Nummer merken.
www.bds-info.ch
The Story of Budrus
- The acclaimed documentary
"Budrus" has chronicled the peaceful protests
of Palestinians in the West Bank , inspired
by community organiser Ayed Morrar, which forced
Israel to change the course of its separation
wall.
Hier der
Text von JCall: Appell an die
Vernunft, der mittlerweile schon
von über 3.000 europäischen
Bürgern jüdischer Herkunft
unterzeichnet wurde - die Anzahl
der Unterschriften wächst
ständig rapide. Am 3.Mai
(Montag) soll der Appell in
Brüssel dem Europäischen
Parlament übergeben werden.
(...) Martin Forberg
http://www.jcall.eu/?lang=de
JCall - European jewish call for
reason - Appell an die Vernunft
- Wir sind europäische Bürger
jüdischer Herkunft, die aktiv in
das politische und
gesellschaftliche Leben unserer
jeweiligen Länder involviert
sind. Was immer auch unsere
persönliche Agenda sein mag, ist
die Verbindung mit dem Staat
Israel Teil unserer Identität.
Die Zukunft und Sicherheit
dieses Staates, mit dem wir
unverbrüchlich verbunden sind,
besorgt uns sehr.
Wir stellen fest, dass die
Existenz Israels erneut
gefährdet ist. Die Gefährdung
von außen ist nicht zu
unterschätzen, doch ist diese
nicht die einzige Gefahr. Eine
Gefährdung liegt auch in der
Besatzung und in dem Auf- und
Ausbau der Siedlungen im
Westjordanland und in den
arabischen Vierteln
Ost-Jerusalems, die ein
moralischer Fehler und ein
politischer Irrtum sind und die
u. a. zu dem inakzeptablen
Vorgang der Delegitimierung
Israels als Staat führen.
Aus diesem Grunde haben wir
beschlossen, uns basierend auf
folgender Grundlage zu
engagieren :
1. Die Zukunft Israels bedingt
notwendigerweise die Schaffung
des Friedens mit dem
palästinensischen Volk und die
Gründung eines palästinensischen
Staates gemäß dem Prinzip « zwei
Staaten für zwei Völker ». Wir
alle sind uns dessen bewusst,
dass dieses Anliegen dringend
ist. Bald wird Israel sich mit
zwei katastrophalen Alternativen
konfrontiert sehen : Entweder
werden die Juden eine Minderheit
in ihrem eigenen Land sein oder
es wird im Lande ein Regime
entstehen, das Israel beschämen
und die Gefahr eines
Bürgerkrieges heraufbeschwören
wird.
2. Es ist daher von größter
Wichtigkeit, dass die
Europäische Union gemeinsam mit
den Vereinigten Staaten von
Amerika Druck auf beide Parteien
ausübt und ihnen hilft, eine
vernünftige und schnelle
Regelung des
israelisch-palästinensischen
Konflikts zu erreichen. Trägt
doch Europa angesichts seiner
Geschichte die Verantwortung für
diese Weltregion.
3. Die endgültige Entscheidung
liegt bei den Israelis, dennoch
soll die Solidarität der Juden
weltweit die Israelis dazu
ermutigen, die richtige
Entscheidung zu treffen. Die
systematische Identifizierung
mit der Politik der israelischen
Regierung ist gefährlich, weil
sie im Gegensatz zu den echten
Interessen des Staates Israel
stehen kann.
4. Wir möchten eine europäische
Bewegung gründen, die die Stimme
der Vernunft zum Ausdruck
bringt. Diese Bewegung möchte
über den traditionellen
Meinungsverschiedenheiten stehen
und setzt sich die Zukunft
Israels und seine Koexistenz mit
einem souveränen und
lebensfähigen palästinensischen
Staat zum Ziel.
Die
IDF in Bethlehem - Die
Brutalität der Soldaten steht der
der Bulldozer in nichts mehr nach.
Der Ort ist 200 m hinter dem Cremisan
Kloster der Salesianer (Wein) in
Beit Jala. Der ganze benachbarte
Dorfteil von Al Walajeh kommt in
eine Mauer. Was sollen die Dorfbewohner
denn anderes machen als sich zu
wehren. Ohnmacht pur. 1948 haben
die Bewohner die Hälte ihres Landes
verloren, jetzt will Israel ihnen
den Rest nehmen. Die Worte von Mazin
Qumsyeh sind sehr gut, sein verzweifelter
Versuch, den israelischen Soldaten
die Siutation zu erklären. Sinnlos!
Stellungnahme der israelischen
“StörerInnen” der Veranstaltung der
Jüdischen Gemeinde zu Berlin am
27.4.2010
Es ist Zeit
Tacheles zu reden!
Nachdem in vielen Berichten zu dem
Geschehnis letzten Dienstag im Zentrum
der Jüdischen Gemeinde zu Berlin,
bestimmte Tatsachen bewusst verschwiegen
wurden, fühlen wir uns dazu veranlasst
diese Stellungnahme zu veröffentlichen.
Letzten Dienstag wollten
RepräsentantInnen der Jüdischen Gemeinde
zu Berlin eine Veranstaltung mit dem
Namen “Pilgerfahrt nach Auschwitz - Zum
Umgang deutscher Medien mit
Erinnerungskultur, Israelkritik und
Antisemitismus” durchführen. Obwohl der
Anlass zu dieser Veranstaltung ein
Artikel der israelischen Autorin Iris
Hefets war, der vor einigen Wochen in
der taz veröffentlicht worden war, wurde
sie nicht eingeladen.
Der Einladungstext und die Aussagen von
MitarbeiterInnen der Jüdischen Gemeinde
ließen von vornherein keinen Zweifel
daran, dass es in dieser Veranstaltung
um ein Tribunal gegen Iris Hefets und
ähnliche kritische Stimmen aus Israel
oder der jüdischen Gemeinden gehen
sollte. Daher war es uns wichtig,
klarzustellen, dass Iris Hefets nicht
allein steht und die Thesen ihres
Artikels ein Teil einer legitimen und
notwendigen Diskussion nicht nur
innerhalb Israels sind. Deswegen hielten
wir Papierschilder hoch, auf denen stand
„Wir sind alle Iris Hefets“ und
versuchten, ihre Teilnahme auf dem
Podium einzufordern.
Die hassgeladene Einführungsrede der
Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu
Berlin, Lala Süsskind übertraf in ihren
persönlichen Diffamierungen gegen Hefets
sogar unsere Befürchtungen und zeigte,
dass es kein wirkliches Interesse an
einer inhaltlichen Auseinandersetzung
gab. Die Reaktion der VeranstalterInnen
auf unseren friedlichen Protest machte
uns darüber hinaus klar, dass die
Anwesenheit von Israelis, die das von
der Jüdischen Gemeinde gepflegte Bild
von Israel in Frage stellen, von dieser
nicht tolerieren wird. Mehr noch,
nachdem die von den VeranstalterInnen
angeforderten Polizeikräfte eintrafen,
fühlten wir uns gezwungen, als Menschen,
die keine europäische Staatsbürgerschaft
besitzen, den Saal zu verlassen.
In der Presseerklärung der Jüdischen
Gemeinde und auch in anderen
Medienberichten wurde die Tatsache, dass
die „StörerInnen“ der Veranstaltung alle
Israelis waren, merkwürdigerweise
weggelassen. Dies überrascht uns noch
mehr, da vergangene Presseerklärungen
der Jüdischen Gemeinde und die
allgemeine Berichterstattung in
Deutschland immer gerne den
Migrationshintergrund von Personen
betont, denen eine nicht-deutsche
ethnische Zugehörigkeit unterstellt
wird. Da wir selbst lautstark unseren
Migrationshintergrund kundtaten, es ist
umso verwunderlicher, dass dieser Fakt
in so vielen Berichten unter den Tisch
fiel. Es wirkt noch befremdlicher, dass
der Titel der Presseerklärung der
Jüdischen Gemeinde über die Geschehnisse
lautet „Kein innerjüdisches Problem“.
Sollte damit gemeint sein, dass
israelische oder deutsche Juden, die
eine andere Sichtweise über die Politik
des Staates Israel haben, keine Juden
seien? Oder dass wir kein Teil der
jüdischen Gemeinschaft sind?
In Israel wird längst reflektiert und zu
Recht kritisiert, wie die staatliche
Erinnerung an den Holocaust zu einem
politisches Instrument werden kann,
welches Nationalismus und Militarismus
rechtfertigt. Dutzende Filme,
Theaterstücke, akademische Forschung und
Diskussionen in der Zivilgesellschaft
thematisieren diese Instrumentalisierung
und setzen sich damit kritisch
auseinander. Der Versuch der
OrganisatorInnen der Veranstaltung,
diese wichtige und notwendige Diskussion
in Deutschland durch
Antisemitismusvorwürfe zum Schweigen zu
bringen ist unerträglich. Er hinterlässt
den Eindruck, dass sie eher daran
interessiert sind, die Politik der
israelischen Regierung zu decken, als
den realen Antisemitismus und Rassismus
in Deutschland zu bekämpfen.
Israelis gegen die Besatzung - Berlin
Für weitere Information: Einat Podjarny
(Englisch) 015784407903
efamation
- der Film im Netz
- SteinbergRecherche
verweist nochmals auf die
Rezension von Christl
Grunwald-Merz,
weil der Film
Defamation, Video, Englisch,
91 Minuten,
zu einem ähnlichen Schluß führt, wie ihn
Iris Hefets
in ihrem taz-Aufsatz gezogen hat: Das Gedenken
an den Holocaust in Israel unter Anleitung der
zionistischen US-Anti-Defamation League stachelt
zum Haß auf. Das heute in Israel und den USA
praktizierte Holocaust-Gedenken treibt zum Krieg.
Genau deshalb überschütten Kriegstreiber wie
Lala Süsskind
von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, wie Honestly
Concerned und Broders
Achse des Guten
die taz-Autorin Iris Hefetz, die Chefredakteurin
der taz,
Ines Pohl
und die Jüdische Stimme für gerechten Frieden
in Nahost mit Unflat.
Es geht um Palästinenser und Juden, generell
aber darum, ob die NeoCons sich durchsetzen
mit ihren Massenmorden, vom Irak bis Afghanistan;
oder die Mehrheit der Menschen, die Frieden
wollen. Daß die meisten Juden in Deutschland
hinter Lala Süsskind und Henryk M. Broder stehen,
ist traurig. Doch zum Glück kämpft eine Minderheit
der Juden in Deutschland auf der richtigen Seite.
In der scheinbar innerjüdische Auseinandersetzung
geht es somit in Wahrheit um Haß oder Zusammenleben,
um Krieg oder Frieden - T:I:S,
29. April 2010.
Permalink.
Anmerkung
(1) Vielleicht bringen Zionisten Juden bewußt
ins Zwielicht, mutmaßt ein Leser, um sie endlich
zur Auswanderung nach Israel zu bewegen.
* -
gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg
Wie gut,
dass der Begriff "Demokratie"
so dehnbar ist, dass der demokratische
"Westliche-Werte-Zeigefinger"
rechtzeitig nach oben geht und
uns die Doppelmoral früh genug
daran hindert, der Wahrheitsfindung
eine Chance zu geben. GW
Stellungnahme
der evangelischen Akademie Bad
Bolll
Joachim Guilliard - Wie vielen von
Euch wohl schon aufgefallen ist
- es ist ja kaum zu übersehen -
steht der diesjährige "Stückemarkt"
des Heidelberger Theaters ganz unter
dem Banner "Israel".
An sich sind nur 3 der 9 ausgewählten
Autoren aus Israel, dennoch dominiert
das als "Gastland" ausgewählte Israel
die gesamte Werbung. (siehe
www.heidelberger-stueckemarkt.de
)
Nachdem im Mai letzten Jahres bereits
mit großer Publicity eine "Theaterehe"
mit einem israelischen Theater geschlossen
wurde, ist das bereits die zweite
große Werbeaktion des Theaters für
das Land, das durch den Gazakrieg
und seine neue erzreaktionäre Regierung
international unter schweren Druck
steht.
Das ist mit ziemlicher Sicherheit
kein Zufall, denn im März letzten
Jahres hat Israel ein Kampagne gestartet,
die genau solche Formen der Imagewerbung
vorsieht:
„Wir werden bekannte Schriftsteller
und Autoren, Theaterensembles und
Ausstellungen ins Ausland schicken,“
so der stellvertretender Generaldirektor
für kulturelle Angelegenheiten im
israelischen Außenministerium, Arye
Mekel. „Auf diese Weise zeigt man
Israels hübscheres Gesicht, so werden
wir nicht immer nur mit Krieg in
Verbindung gebracht.“ (siehe After
Gaza, Israel Grapples With Crisis
of Isolation, New York Times, 19.3.2009)
So oder so ist es ein Skandal, ausgerechnet
jetzt Israel als Kultur-, Theater
- und Reiseland herauszustreichen,
wo es angebracht wäre, laut gegen
die aktuelle Politik zu protestieren.
Die Palästina/Nahost-Ini hat daher
einen "Offenen Brief" an das Theater
geschrieben und ruft zu einer Protestkundgebung
zur Eröffnung des Stückemarkts auf.
"Solange Israel für seine permanente
Missachtung des Völkerrechts und
die schweren Verstöße gegen Menschenrechte
keinen Preis bezahlen muss, wird
sich daran auch nichts ändern. Wer
Israel trotz Krieg, fortgesetztem
Landraub und Vertreibung unverändert
unterstützt macht sich mitverantwortlich
dafür, dass Siedlungsausbau, Hauszerstörungen
usw. immer weitergehen und ebnet
– man muss es leider so drastisch
formulieren – den Weg für den nächsten
Krieg."
Schließlich wird das Theater und
die Stadt Heidelberg aufgefordert,
alle "Aktivitäten mit israelischen
Partnern solange auszusetzen, bis
Israel wenigsten die minimalsten
Bedingungen erfüllt: Ende der Blockade
des Gazastreifens, Stopp des Siedlungsausbaus
im Westjordanland, inkl. Ostjerusalem,
Einstellung des illegalen Baus der
Mauer und Befestigungsanlagen im
Westjordanland."
A Palestinian
teenager has been shot dead by the Israeli army
that opened fire on a group of Palestinians
protesting against a buffer zone being built
on the border between the east of the Gaza strip
and Israel.
Demonstrant in Gaza
ermordet - Nahal Oz, Gaza, Besetzte Palästinensische
Gebiete, 28.04.2010 - Der neunzehnjährige Ahmad
Sliman Salem Dib starb heute um 16:30 Uhr nach
einer Notoperation an Blutverlust. Dib wurde
während einer gewaltlosen Demonstration in der
Nähe des Übergangs von Nahal Oz in Gaza erschossen.
„Wir standen neben einer Versammlung junger
Männer hinter einem großen Felsen, die meisten
sangen und schwenkten Flaggen , etwa fünfzig
Meter vom Grenzzaun,“ so die britische ISM-Aktivistin
und Augenzeugin Adie Mormech. „Obwohl einige
der Männer mit Steinen warfen, sahen wir niemanden
den Zaun erreichen oder ihn überqueren. Zu unserer
Linken, wo sich zehn Leute etwa dreißig Meter
vom Zaun entfernt aufhielten, fiel plötzlich
ein einzelner Schuss ohne irgend eine Vorwarnung,
und ein junger Mann wurde weggetragen. Ich konnte
sehen, dass die Kugel ein großes Stück seines
oberen Beines zerfetzt hatte und dass er viel
Blut verlor. Er wurde ungefähr einhundert Meter
weit getragen, bevor ihn ein Krankenwagen wegfuhr.“
Die britische ISM-Aktivistin Rada Daniell fügte
hinzu: „Die Demonstationen, in denen alle Bevölkerungsschichten
vertreten sind, werden entlang der gesamten
Grenze weitergehen, bis die Blockade aufgehoben
und die Palästinenser wieder Zugang zu ihrem
fruchtbarsten Land haben. Dieses Land wurde
durch die dreihundert Meter breiten Pufferzone,
die Israel auf der palästinensischen Seite ausgerufen
hat, faktisch annektiert. Bianca, eine internationale
Aktivistin aus Malta, die am Samstag eine Schusswunde
am Bein erlitt, wird wieder zu den anderen internationalen
Beobachtern stoßen, die regelmäßig an den örtlichen
Initiativen gegen die Pufferzone teilnehmen
und über sie berichten."
Eva Bartlett, einer kanadischen ISM-Aktivistin
und Augenzeugin sagte: "Dabei tragen internationale
Beobachter wesentlich dazu bei, israelische
Gewalt zu dokumentieren und potentiell zu verhindern.
Oft wird ihnen jedoch die Einreise nach Gaza
verwehrt.“
Volksdemonstrationen finden regelmäßig statt,
um gegen die willkürliche Entscheidung Israels
zu protestieren, eine dreihundert Meter breite
Pufferzone als Sperrgebiet für Palästinenser
einzurichten, wo mit Tötungsabsicht geschossen
wird. Es sind regelmäßig Menschen bis zu zwei
Kilometern von der Grenze an- und erschossen
worden. Die " Popular Campaign for the Security
in the Buffer Zone" ist eine Dachorganisation
für alle Gruppen die Bauern und Bewohner repräsentieren,
die in der Nähe der Grenze leben.
Augenzeugen für Interviews erreichbar:
Abu Waleed (Palästinensischer Organisator) 00972
(0)599461908
Waleed (Palästinensischer Organisator) 00972
(0)599944222
Adie Mormech (Großbritannien) 00972 (0)597717696
Eva Bartlett (Kanada) 00972 (0)598710648
Rada Daniell (Großbritannien) 00972(0)597844043
Bianca Zammit (Malta - in vorheriger Demonstration
verwundet, keine Augenzeugin) 00972 (0)597589688
(Dt. von R. Jaede)
Nachlese
- Zur
Podiumsdiskussion
- „Pilgerfahrt nach Auschwitz“ – Zum Umgang
deutscher Medien mit Erinnerungskultur,
Israelkritik und Antisemitismus -
Dienstag, 27. April 2010, 19 Uhr, Neue
Synagoge, Oranienburger
mit: Ines Pohl, Chefredakteurin der
Tageszeitung taz - Thomas Schmid, Herausgeber der Tageszeitung
Die Welt -
Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur der
Tageszeitung Der Tagesspiegel -
Thierry Chervel (Moderation), Mitbegründer
und Chefredakteur des Onlinemagazins
Perlentaucher -
Grußwort: Lala Süsskind, Vorsitzende der
Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Ein
Brief von
Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel an
Frau Ines Pohl -
Sehr verehrte Frau Pohl, zunächst unseren
Dank,
dass Ihre Zeitung den Artikel von Iris Hefets gedruckt hat, dass Sie sich
eingelassen haben auf das Vorhaben einer
Diskussion „Zum Umgang deutscher Medien mit
Erinnerungskultur, Israelkritik und
Antisemitismus“ und dass Sie die Situation
nach dem so unsäglich polemisch-aufheizenden
„Grußwort“ von Frau Süsskind so behandelt
haben, wie Sie das –auch nach unserer
Einschätzung – mussten: nach dieser
diffamierenden Ansprache wäre es einfach zur
Klärung nötig gewesen, Iris Hefets aufs
Podium zu holen und ihr Gelegenheit zu
geben, sich gegen die geäußerten
Verdrehungen und Angriffe zu wehren. Und
wir waren Zeuge, dass Sie, liebe Frau Pohl,
sich die Entscheidung, die Veranstaltung zu
verlassen, als die Protestierer durch die
polizeilich verstärkten Ordner des Saales
verwiesen wurden, nicht leicht gemacht
haben. Der Häme, mit der Ihre
hinterbliebenen Kollegen die Verkleinerung
des Podiums kommentierten („hat sich der
Diskussion entzogen“, „abgekartetes Spiel“)
haben wir eine Erleichterung angemerkt, nun
eine homogenere „Diskussion“ führen zu
können. Also: sollten Sie Zweifel haben, ob
es richtig war, so eindeutig Position zu
beziehen: es war richtig, es war klärend,
ein großer Teil des zurückbleibenden
Publikums scheint dies auch so erlebt zu
haben.
Bei uns bleibt wie meist
nach solchen Kontroversen das flaue Gefühl,
so Vieles, was in die Diskussion gehört
hätte, nicht gesagt zu haben::
Da wäre es nötig gewesen,
Differenzierungen einzubringen zwischen
„Israelkritik und Antisemitismus“ – oder
besser noch zwischen Antizionismus und
Antisemitismus.
Da wäre Kritik fällig
gewesen an der schon sprachlich-logisch
unsäglichen Antisemitismusdefinition, die
wir auf den Blättern auf den Stühlen
vorfanden.
Da wäre die Fortsetzung
der Hetze gegen Ahmadinedjat durch
Wiederholung der gefälschten Zitate, er habe
zur Vernichtung Israels ausgerufen,
anzugreifen gewesen.
Und da wäre einfach die
Klarstellung nötig gewesen, dass während wir
in erregter Sicherheit über Antisemitismus
reden, in Gaza Menschen aufgrund der
andauernden Blockade hungern und sterben..
Und letztlich wäre dem
immer wieder geäußerten Lob an Israel, es
sei die „einzige Demokratie im Nahen Osten“
entgegenzutreten gewesen: die Demokratie in
Palästina wurde und wird durch Israel nicht
zugelassen; das Wahlergebnis von 2006 passte
nicht, ein Großteil der gewählten
Parlamentarier wurde inhaftiert und sitzt
weiterhin im Gefängnis (gemeinsam mit 10.000
weiteren Palästinensern). Und es wäre auf
die Gefahr hinzuweisen gewesen, die für
Israels und der Israelis Zukunft von diesem
Argument ausgeht: nach der unsäglichen,
brutalen, mörderischen Naziherrschaft
konnten unsere Vorfahren sich hinter der
Aussage verstecken, es habe sich um eine
Diktatur gehandelt, der Einzelne habe nur
unter extremer persönlicher Gefährdung
Widerstand leisten können. Diese Ausflucht
lassen wir den Israelis nicht, wenn wir
immer wieder auf den Status Israels als
Demokratie hinweisen: die Israelis sind
voll verantwortlich für die Verbrechen, die
ihre Militärs, ihre sonstigen
Sicherheitskräfte, ihre Politiker begehen.
So, das alles hätte ich
sagen müssen, sagen wollen. Doch es bedurfte
einer schlaflosen Nacht, um uns darüber klar
zu werden.
Sleepless in Gaza &
Jerusalem - Seit 2
Monaten produziert ein Team, vorwiegend
Frauen, ein bemerkenswertes Videotagebuch:
http://www.youtube.com/SleeplessinGaza#p/u/63/bdk_hcx1TyA
- Dass alltägliche Leben in
Gaza und Jerusalem wird hier dokumentiert.
Lowkey,
Jody McIntyre and Norman Finkelstein
- Three
compelling presentations: Lowkey and
Jody McIntyre precede Norman
Finkelstein’s
talk
for the Arab Students Club at
Brooklyn College. Lowkey gives a
short talk til around the eight
minute mark, when Jody gives his
presentation til around the 40
minute mark, upon which time Lowkey
gives a few spoken word performances.
Norman Finkelstein presents at the
48 minute mark, which is overlapped
in the second video. See also Norman
Finkelstein’s
Gaza’s calm
determination, an excerpt
from his current book, and Jonathan
Cook’s
Israel’s Big
and Small Apartheids and
Barak defies
outpost demolition law.
Norman Finkelstein
talks about Israel's "Operation Cast Lead"
in Gaza, the intentions of Israel's leaders,
and the aftermath.
Jüdische Stimme für
gerechten Frieden in Nahost e. V. -Presseerklärung
Die Jüdische Gemeinde lädt zu einer
Podiumsdiskussion „Zum Umgang deutscher
Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik
und Antisemitismus“ ein, auf der der
Beauftragte der Gemeinde für die Bekämpfung
des Antisemitismus mit Vertretern und
Vertreterinnen Berliner und überregionaler
Medien erörtern will, wo „die ‚rote Linie'
zum Antisemitismus“ verläuft und wie „der
mediale Umgang mit dem Gedenken künftig
gestaltet werden soll“.
Anlass ist ein Kommentar mit dem Titel „Auf
Zehenspitzen gehen“ (Druckausgabe) bzw.
„Pilgerfahrt nach Auschwitz“
(Internetausgabe), der Anfang März in der
taz erschien. In diesem wendet sich die
Israelin Iris Hefets - Mitglied unseres
Vorstands -gegen die in Deutschland übliche
Zensur jeglicher Kritik an der Politik
Israels gegenüber Palästinensern im eigenen
Land und in den besetzten Gebiete. Zentraler
Gegenstand des Artikels ist dabei die
Instrumentalisierung des Gedenkens an den
Holocaust nicht zuletzt in Israel. Nun ist
es keineswegs das Vorrecht von Israelis und
Juden, die Politik Israels zu kritisieren
und ebenso wenig den Umgang mit einer
solchen Kritik in Deutschland zu
kommentieren. Es kann aber unterstellt
werden, dass Iris Hefets und mit ihr unsere
Organisation den Kommentar in der taz in der
Absicht zur Veröffentlichung brachte, dem
uns selbst und unseren Nachgeborenen
überlieferten Vermächtnis des Völkermords an
unseren Vorfahren nach bestem Wissen und
Gewissen gerecht zu werden.
In der Jüdischen Stimme haben sich
Überlebende der Konzentrationslager,
Nachfahren von Ermordeten, deutsche Juden
und in Deutschland lebende Juden
zusammengefunden, um in Verantwortung vor
ihrer Geschichte gegen das Unrecht
aufzustehen, das die israelischen
Regierungen am palästinensischen Volk
begehen. Folglich heißt es auch in ihrem
Selbstverständnis und Gründungsdokument aus
dem Jahre 2003: „Wir, Frauen und Männer
jüdischer Herkunft in Deutschland, haben uns
vereinigt, um sichtbar zu machen, dass wir
aus den historischen Erfahrungen unserer
Vorfahren um die Entwürdigung und den
Schmerz wissen, die Menschen zugefügt
werden, wenn sie systematisch ausgegrenzt
und entrechtet werden. Es darf sich kein
Volk über ein anderes Volk und kein Mensch
über einen anderen Menschen erheben. Alle
Menschen sind gleich an Rechten geboren.““
Und weiter:
“In Deutschland gilt es jedoch klar zu
sagen: Positionen, hinter denen sich
antisemitische Einstellungen verbergen, sind
mit dem Anliegen der Jüdischen Stimme
unvereinbar. In inneren politischen
Gesprächen ebenso wie im Zusammengehen mit
anderen Organisationen und Gruppen wird
stets zu berücksichtigen sein, dass einzelne
Mitglieder und Freunde der Jüdischen Stimme
selbst Diskriminierung erlebt haben oder
erleben.“
Nun weiß man bei der Jüdischen Gemeinde zu
Berlin sehr genau, dass die jüdische
Authentizität unserer Organisation
unanfechtbar ist. Je nach Wetterlage beliebt
es dem Botschafter des Staates Israel oder
Vertretern des Zentralrats der Juden in
Deutschland, sich der Vielfalt der jüdischen
Stimmen zu brüsten und sie gar als Beweis
für eine besonders aufgeklärte
Demokratiekompetenz von Juden in Israel und
in Deutschland zu feiern.
In jüngster Zeit, da die Politik Israels
international und insbesondere in breiten
Teilen der europäischen und
nordamerikanischen Zivilgesellschaften als
völkerrechtswidrig und inhuman kritisiert
wird (in Israel pflegt man in
Regierungskreisen von einer internationalen
De-Legitimisierung der eigenen Raison zu
sprechen), weht ein anderer Wind.
Mit dem Ziel der Schadensbegrenzung ist man
jetzt in Israel und offenbar auch in den
Jüdischen Gemeinden hierzulande
entschlossen, kritische Stimmen mit allen
Mitteln zum Schweigen zu bringen. Dabei
spielt die Herkunft der Kritiker, das zeigen
das förmliche Redeverbot für den Israeli
Ilan Pappé oder den US-Ameikaner Norman
Finkelstein sowie nicht zuletzt der aktuelle
Umgang mit Iris Hefets, keine Rolle. Auch
die Tatsache, dass in den europäischen
Nachbarstaaten, in den USA und ja, in Israel
selbst das Recht der Zivilgesellschafen an
umfassender und pluralistischer Aufklärung
hochgehalten wird, ist nicht von Belang.
Fast scheint es so, als käme in Deutschland
allein den jüdischen Gemeinden die Hoheit
zu, darüber zu befinden, welche Meinung zu
Israels Politik geäußert werden dürfe und
welche nicht. Kirchen, öffentliche
Einrichtungen und Medien werden des
Antisemitismus beschuldigt und geraten unter
massiven Druck, wenn sie sich anschicken,
die im Grundgesetz verbriefte Meinungs-,
Versammlungs- und Pressefreiheit im Lande
wahrzunehmen und Stimmen zu Wort kommen zu
lassen, die die Besatzungspolitik Israels
kritisieren, den Goldstone-Report über den
Gazakrieg würdigen oder die Umsetzung des
Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs
zum Verlauf der von Israel quer durch
Palästina errichteten Trennmauer anmahnen.
De facto nehmen die Jüdischen Gemeinden eine
Zensurhoheit wahr, die in der Verfassung
nicht vorgesehen und weder der
bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft noch
der jüdischen Minderheit dienlich ist.
Vor diesem Hintergrund ist nach dem Ansinnen
zu fragen, das die Jüdische Gemeinde zu
Berlin mit der nunmehr anberaumten
Podiumsveranstaltung verfolgt..
Die Tatsache, dass Iris Hefets als Autorin
des Kommentars nicht eingeladen wurde, sich
auf dem Podium öffentlich zu erklären,
spricht für sich. Im Einladungstext fehlt
zudem jeder Hinweis darauf, dass sie
Israelin und Mitglied unserer Organisation
ist. Beides ist öffentlich bekannt. Der
Diskurs mit unserer Organisation ist nicht
offenkundig gewollt. Es soll nicht sichtbar
werden, dass die Jüdische Gemeinde zu Berlin
nicht im Namen aller hier lebenden Juden und
der Staat Israel nicht im Interesse der
„jüdischen Welt“ handelt.
Stattdessen zieht es die Jüdische Gemeinde
vor, mit befreundeten Vertretern der
deutschen Presse (Die Welt, Der
Tagesspiegel, Perlentaucher) die taz auf ein
Anklagepodium zu zerren, damit auch hier
Ruhe in Sachen Israel einkehrt.
Augenscheinlich ist es leichter - das Muster
ist allzu bekannt -, die taz ob der
unzensierten Veröffentlichung des Kommentars
des Antisemitismus zu bezichtigen. Für die
Konkurrenten der Zeitung ein annehmbares
Spiel. Für die Pressefreiheit im Lande eine
Gefahr.
Für uns Juden und Jüdinnen, die wir
hierzulande im eigenen und mit unseren
israelischen Freunden nicht zuletzt auch im
Interesse einer lebbaren Zukunft der
Bevölkerung Israels handeln, wäre jede
Maßregelung der taz im Sinne der in der
Einladung zur Veranstaltung angekündigten
„Grenzziehung“ für die Auseinandersetzung
mit der Politik Israels gegenüber dem
palästinensischen Volk ein nicht
hinnehmbarer Anschlag auf unsere politischen
Freiheiten und moralische Integrität..
Wir werden auch künftig nicht zulassen, dass
unser Gedenken an den Völkermord und unsere
Mahnung, dass sich Geringschätzung und
Ausgrenzung von Schwächeren und
Andersdenkenden nicht wiederholen dürfen,
als antisemitisch diskreditiert werden.
Nie wieder! An keinem Ort der Welt. Das ist
unsere Lehre aus Auschwitz.
"„Es
ehrt die Ostdeutschen und die Unterschichten
aus Ost und West, daß sie sich der Gemeinschaftsaufgabe
Sicherheit stellen."
Michael
Wolffsohn, Historiker an der Bundeswehruniversität
in München,
in der Welt
über seinen Befund, die Bundeswehr sei eine
»ossifizierte Unterschichtenarmee«
Die Podiumsdiskussion
„Pilgerfahrt nach Auschwitz“ – Zum Umgang deutscher
Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und
Antisemitismus
Dienstag, 27. April 2010, 19 Uhr, Neue Synagoge,
Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin
mit: Ines Pohl, Chefredakteurin der Tageszeitung
taz
Thomas Schmid, Herausgeber der Tageszeitung
Die Welt
Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur der
Tageszeitung Der Tagesspiegel
Thierry Chervel (Moderation), Mitbegründer und
Chefredakteur des Onlinemagazins Perlentaucher
Grußwort: Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen
Gemeinde zu Berlin
Sinneswandel -
In den USA ist die Solidarität mit Israel
in Konflikt mit der Sorge um die »nationale
Sicherheit« geraten - Rainer Rupp
- Der israelische Ministerpräsident Benjamin
Nethanjahu hat in der vergangenen Woche
einen Bau- und Siedlungsstopp in Jerusalem
und den anderen besetzten Gebieten erneut
strikt abgelehnt. Das verschärft die gegenwärtige
Kontroverse mit Washington weiter, denn
US-Präsident Obama beharrt auf einem solchen
Schritt. (..) In den Beziehungen
beider Länder kündigt sich ein Paradigmenwechsel
an. Wie ernst die Lage ist, zeigt sich daran,
daß nun sogar die Neokonservativen in Washington
die Nethanjahu-Regierung zu echten Kompromissen
drängen. Ein Beispiel dafür sind die jüngsten
Aktivitäten von Martin Indyk, einem ehemaligen
US-Botschafter in Israel, der zuvor eine
Führungsposition in AIPAC, der mächtigen
zionistischen Lobby in Washington, bekleidete.
Vor einer Woche betonte er in der New York
Times, daß »die Lösung des israelisch-palästinensischen
Konfliktes für die USA zu einem strategischen
Imperativ geworden« sei (...) Indyk,
der am vergangenen Dienstag im israelischen
Armeerundfunk außerdem Israel warnte, falls
es glaube, selbst eine Supermacht zu sein
und keine amerikanische Hilfe zu brauchen,
dann könne es weiter seine eigenen Entscheidungen
treffen. »Wenn ihr aber die USA braucht,
dann müßt ihr auch die amerikanischen Interessen
berücksichtigen.« (...) Der Chef des
den gesamten »Größeren Mittleren Osten«
einschließenden Zentralkommandos der US-Streitkräfte,
General David Petraeus, hatte Mitte April
seiner Regierung eine unmißverständliche
Botschaft übermittelt. In seinem Bericht
an den Kongreßausschuß für die Streitkräfte
stellte er nach genauer Überprüfung der
Probleme in seinem Verantwortungsgebiet
fest, daß der israelisch-palästinensische
Konflikt die größte »Wurzel der Instabilität«
in der Region sei. (...) In der militarisierten
US-Gesellschaft ist nichts heiliger als
die »Nationale Sicherheit«, zu deren Priorität
nun die Lösung des palästinensisch-israelischen
Konfliktes erhoben wurde. Das bedeutet letztlich,
daß Washington die einseitige Unterstützung
für die israelische Regierung aufgeben und
Jerusalem notfalls eine Zwei-Staaten-Lösung
aufzwingen muß. mehr: Jungen Welt - 6.04.2010
/ Ausland / Seite 7 - vollständig nur für
Abonnenten zu lesen
http://www.jungewelt.de/2010/04-26/004.php
Popular London rap artist,
Lowkey and journalist on wheels Jody McGwire
provide some warmup to Norman Finkelstein's
talk to the Arab Students Club at Brooklyn College.
Jody reports of his 9 months in Palestine and
Lowkey receipts poetry condeming western mindset
against Arabs.