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ief-aus-Israel]


 

 From: "Angelika Schneider" <anka.sch(at)gmx.net To: <Brief-aus-Israel(at)yahoogroups.de Subject: [Brief-aus-Israel] Aktuelles aus
den besetzten Gebieten


 

Dieser bewegende Bericht kommt von dem New Profile Mitglied, Yael Berda:

Israelis protestieren gegen die "Operation Regenbogen"

 

Ich habe drei Tage in der Stille der Sinaiwüste verbracht und komme zurück zum Kreischen der Schlagzeilen, die das Schlimmste verkünden.

Die Armee hatte das dichtbevölkertste Flüchtlingslager der Welt angegriffen.

Ich hab eine Veranstaltung am College, an dem ich unterrichte, gestrichen und bin zum Sufa Checkpoint gefahren, um mich der Demo anzuschließen, dabei verbrannten Drachen mein Herz auf der Fahrt durch den wunderschönen, wilden Norden des Negev.

Ich kann die Angst der Menschen in Rafah in meinem Körper spüren, Menschen fliehen von ihren Häusern mit ihrem Leben in der Hand während sie wünschen, auf einem anderen Planet zu leben, offene Herzen zugedreht durch Fürcht und Hass - von dem nur Gott weiß, wie lange es dauern wird, ihn zu heilen.

Ich denke an die Soldaten, die Panzern, Hubschraubern, Raketen. Zwei große Kugeln wütenden Feuers kullern mir die Backen runter.

Dann besinne ich mich, zu atmen, zu versuchen, die Invasion aus meinem eigenen Herzen herauszuhalten. Ich besinne mich, dass die Soldaten, die hier Zivilisten bekämpfen, Opfer einer Gehirnwäsche sind, viele dazu verurteilt, arbeitslos zu sein wenn sie ihren Militärdienst beendet haben. Viele überlegen, wie sie ein Green Card bekommen können [Immigrationsvisum nach USA] und nach New York ziehen, um sich ein Leben zu suchen.

Ich denke daran, dass man, um Verweigerer zu werden, aus einer weißen, finanziell soliden Familie kommen muss. Wenn du aus den Innenstadtbezirken der neuen Städte kommst, ist der einzige Stolz der Familie, das was du als Soldat tun wirst. Ich besinne mich, dass einer aus fünf Soldaten aus einer armen Familie kommt, und der Hälfte sind die Renten und Arbeitsrechte in den letzten Jahren gekürzt worden.

Ich halte an einem Feldweg und steige aus, um mich den 40 Frauen anzuschließen, die gegen die Invasion skandieren- Operation "Regenbogen in einer Wolke", wie aus einem billigen Kriegsfilm. Wir erfahren über Telefon, dass eine Demo palästinensischer Studenten aus Panzern und Hubschraubern beschossen wurden, verrückte Todeszahlen werden umhergestreut.

Die Drachen in meinem Kopf hören auf zu brüllen, eine gefährliche Stille tritt ein, mit der Klarheit, zu telefonieren und eine Email zu schicken, um aufzurufen zu einer Demo vor dem Verteidigungsministerium in Tel Aviv, zwei Stunden Fahrt entfernt, manchmal hat es Vorteile, dass dieses Land etwa so groß ist wie eine Stadt in Indien.

Wir füllen das Auto mit Leuten und fahren zurück, hören Radio, die Armee sagt, die Demo war bewaffnet, nehmen es wieder zurück, und hören dann wie ein Reporter der Armee einen anderen fragt, ob er denkt, dass die Demo von Palästinensern organisiert wurde, um die Wahrnehmung der Welt zu erreichen und die Operation zu stoppen. Die Medien fangen an, das Ereignis "ein schlechtes Medienereignis" zu nennen, da Israel schlecht aussehen wird in den Augen der Welt.

Wir machen das Radio an und atmen und denken daran, dass wir am besten arbeiten, wenn wir klar und mitfühlend sind, nicht geblendet, durch das, was wir die Wirklichkeit nennen.

Wir erreichen das Verteidigungsministerium, viele Menschen kommen mit Kerzen, die müde israelische Linke steht auf um diesen Wahnsinn zu stoppen. Viele sind hier, von Universitätsprofessoren bis junge Anarchisten, Verweigerer mit israelischen Flaggen, die verzweifelt patriotisch sein wollen, Menschen mit sanften Augen, die Gewaltfreiheit wünschen, alte Frauen mit Kerzen. Um 20 Uhr gehen wir auf die Straße, um den Verkehr anzuhalten, die haupt Kaplanstraße in Tel Aviv.

"Demokratie kann man nicht auf den Leichen von Demonstranten bauen" -

eine Gruppe setzt sich, Arme und Beine eingehakt wie eine riesige Raupe, die über den Asphalt und die Wände skandiert.Ich werde gebeten, allen zu sagen, was sie machen sollen, wenn sie festgenommen werden, während die Energie steigt, die Menge fängt an durch Eben Gavirol zu ziehen.

Während des Marschs bildet sich ein Netz der Macht, die Straßen und Gebäude klingen zurück, wir werden nicht töten und uns nicht töten lassen für Nationalismus, die Soldaten müssen sich verweigern.

Und die Energie sammelt sich während wir durch das Zentrum von Tel Aviv ziehen und den ganzen Verkehr anhalten. Bis die Polizeigewalt anfängt, Scherben fliegen, Arme werden verdreht, Angst und Wut bemächtigt sich den Protestieren, für die Polizeigewalt gegen gewaltfreie Protestler neu ist, acht werden festgenommen, zwei davon erst 15, der Marsch geht weiter während ich und ein anderer Menschenrechtsanwalt und Freund zur Polizei fahren.

Drei der Festgenommenen sind verletzt und werden ins Krankenhaus gefahren. Es gelingt uns nach Stunden und politischem Druck, sie zu sehen. Die anderen werden über Nacht im Abu Kabir Gefängnis gehalten. Nach einer schlaflosen Nacht geht mein Kollege zum Bezirksgericht und ich zum Jugendgericht, um die Festgenommenen zu entlassen.

Ich argumentiere, dass die Festnahme und Polizeigewalt eine politische Unterdrückung darstellen, um denen Furcht einzujagen, die ihre Stimme gefunden haben. Es ist physische Zensur gegen die zivile Stimme im Namen der Sicherheit. Matan und Roni sind 15 Jahre Führungskraft, die wir suchen, wenn wir dieses Land wiederaufbauen wollen. zerschlagen, geschunden und gebrochen durch Krieg und Trauer, Konzernifizierung und Rassismus, Armut und kulturelle Verzweiflung.

Ich argumentiere, dass das Gericht nicht das gewaltsame zum-Schweigen- bringen der Proteste, vor allem diesen Protest, gegen das Töten von Menschen, die ihr Leben verloren haben als sie einmal ihrem Schmerz eine Stimme verliehen.

Der Jungendrichter, gewohnt, sich mit Autodiebstahl und Schulschlägereien zu beschäftigen, nimmt meine Argument an und urteilt dass die Festnahme eine Strafe für legitimen Protest war und eine Unterdrückung der Redefreiheit. Wir geben das an die Medien weiter und am nächsten Tag ist die Polizei weniger gewaltsam als tausend Protestler die Barriere in Kisufin passieren, durch die Bulldozer hindurch, die wie riesige Käfer warten auf den Befehl, Häuser zu zerstören, Sie setzten sich und hindern die Armeefahrzeuge am Weiterfahren.

Die Kraft des Protest wächst als mehr und mehr Menschen ihre verlorenen politischen Stimmen wieder finden, die verschüttet waren von der Apathie und Verzweifelung, die zu einer zweiten Haut wurden, ihre Herzen offen wie nach einer tiefen Anästhesie, die sie sich selber als emotionalen Schutz zugefügt haben.

Die Kraft sammelt sich, um das zu stoppen, was in den letzten Jahren über uns gekommen ist, um schließlich zu versuchen, das Blatt zu wenden.

 

 

Finanzielle Hilfe zum Aufbau der zerstörten Wohnungen können

geschickt werden als Scheck an: Dr Anat Matar, 33 Bernstein-Cohen

Street, Ramat Hasahron 47213, Israel, oder überwiesen an Ta'ayush,

Konto Nr. 396608, Bank Hapoalim, Ramat Aviv Branch. Information bei

Anat Matar, Tel. 00972-3-5408977, Matar(at)tau.ac.il.





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