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Samstag, 24. Oktober 2020 - 15:23

"Flüchtlinge erzählen" - Der entführte Bruder Hasans – Anna Greissing  - Ich lebte mit meinen Eltern und meinem älteren Bruder Ali in unserem Haus in der Stadt Gaza in Palästina. Ich kann nicht sagen, dass wir im Luxus gelebt hätten, aber wir lebten so wie eine durchschnittliche Familie in unserem Viertel. Mein Vater war ein einfacher LKW-Fahrer, wir Kinder sahen ihn nicht sehr oft. Die meiste Zeit verbrachte er unterwegs und in der Arbeit, weil er die ganze Familie erhalten musste. Meine Mutter kümmerte sich um uns und um das Haus, aber sie verdiente kein Geld.

Die Eltern verloren - Eines Tages wurde meine Mutter sehr krank. Sie kam ins Spital und wir mussten unseren Vater nach Hause holen. Der Arzt erklärte uns, dass meine Mutter Krebs hätte und nur mehr ein paar Monate leben würde. Kein Arzt und keine Medikamente der Welt konnten ihr helfen. Nach nur 2 Monaten starb sie...

Als wir unsere Mutter verloren, dachten wir, dass es das schlimmste wäre, was uns je passieren würde. Dann aber haben wir auch unseren Vater verloren. Er starb 2008 in einem Bombenangriff von Israel auf Gaza. Mein älterer Bruder Ali und ich blieben allein übrig, wir hatten nur mehr ein paar entfernte Verwandte, die alle wenig Geld waren.

Geld fürs tägliche Brot verdienen - Wir versuchten, eine Arbeit zu finden, um uns ab jetzt selbst zu erhalten. Aber es war nicht einfach Arbeit zu finden. Wir waren oft sehr verzweifelt, jeder Tag war einen neue Herausforderung, genug zum Essen zu verdienen. Schließlich mussten wir manchmal auch harte und gefährliche Jobs annehmen.

So kam es dazu, dass mein älterer Bruder auch halb-illegale Jobs akzeptieren musste, wie das Schmuggeln von Zigaretten oder anderen Waren über die Grenze zwischen Israel und Gaza. Es war eine gefährliche Arbeit, die mein Bruder nicht gerne tat, aber er hatte kaum eine andere Wahl, wir mussten irgendwie überleben. Ich konnte ihm manchmal helfen mit kleineren Aufträgen, zb. Waren irgendwo hinbringen oder wo verstauen; ich bekam aber nie einen der Männer des Schmugglernetzwerks, also die Auftraggeber meines Bruder, zu Gesicht.

Die Entführung - So kamen wir zwei oder drei Jahre über die Runden, bis etwas Schlimmes geschah: eines Tages Anfang 2011 wurde mein Bruder entführt. Als ich nach Hause kam und meinen Bruder nicht vorfand, sagten mir die Nachbarn, dass sie gesehen hätten, wie mehrere Männer meinen Bruder gewaltsam in ein Auto gezerrt hätten und davongefahren seien.

Ich wusste nicht, in was für Probleme mein Bruder wohl geraten war. Vielleicht hatte er manche Dinge verschwiegen, um mich nicht zu beunruhigen und um mich zu schützen. Ich habe meinen Bruder seit seinem Verschwinden nie mehr gesehen. Bis heute weiß ich nicht, was geschehen ist und wer die Männer waren, die ihn mitgenommen haben. Von einem Tag auf den anderen war er verschwunden, und ich war nach Tod meiner Eltern also als einziger meiner direkten Familie über geblieben. >>>

Mohamed und seine Familie hatten Glück. Der Flüchtling aus Palästina hat seine einjährige Tochter Azeel und seine Frau über Wasser halten können, nachdem ihr voll besetztes Boot vor der Küste Libyens kenterte.

"Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, sie zu finden in all diesen Menschen, die versuchten, sich an den Trümmern festzuhalten", berichtete er italienischen Medien, nachdem er auf einem Schiff der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Sicherheit ist. Mohamed und seine Familien gehören zu den 373 Menschen, die nach dem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer gerettet werden konnten.

Nach etwa 200 anderen Menschen, die auch an Bord des Unglücksbootes waren, suchten die Einsatzkräfte am Donnerstag noch, doch die Hoffnung auf Überlebende schwand. Hilfsorganisationen vermuteten, dass zahlreiche Menschen im Frachtraum des Schiffes waren, als das Unglück geschah - ihnen blieb kaum eine Chance. "Die Menschen unten im Lagerraum hatten Panik und schrien, weil sie Angst hatten, dort unten zu bleiben", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "La Repubblica".

Das gekenterte Boot war völlig überfüllt und kaum seetüchtig - nach Berichten von Augenzeugen stoppte die Fahrt schon nach wenigen Stunden, weil Wasser in den Motorraum eindrang. Die Flüchtlinge riefen um Hilfe und als ein irisches Marineschiff sich näherte, kam es zur Katastrophe. "Alle wollten auf die Seite, von der die Rettungsboote kamen. Dann ist das Boot zur Seite gekippt und gekentert, wir sind alle im Wasser gelandet", sagte der Überlebende.

"Sie haben Angst. Deshalb reagieren sie auch so, wenn sie Rettung sehen. Es sind sehr verängstigte Menschen", sagte Melissa Fleming, Sprecherin des UN- >>>

Gleiches Unrecht für alle? - Administrativhaft und Zwangsernährung in Israel - Riad Othman - Haft ohne Anklage ist für Palästinenser traurige Normalität. Nun wird die Adminstrativhaft auch bei jüdischen Terrorverdächtigen angewandt. Das ist nicht das, was sich die medico-Partner unter Gleichbehandlung vorgestellt haben.

Unter dem Eindruck des Anschlags von Duma beschloss das Sicherheitskomitee des israelischen Kabinetts, die sogenannte Administrativhaft auch auf jüdische Terrorverdächtige auszuweiten. Diese Maßnahme, die eine letztlich unbegrenzte Inhaftierung von Verdächtigen ohne Anklage und Verfahren ermöglicht, war bisher Palästinenser_innen vorbehalten.

Im Frühsommer 2014 waren vorübergehend Hunderte palästinensischer Gefangener in einen Hungerstreik getreten, um gegen diese Haft zu protestieren. Zeitgleich wurde in Israel über den Gesetzentwurf zur Zwangsernährung von Häftlingen diskutiert. Das Gesetz hätte nicht nur die Legalisierung einer Form von Folter bedeutet (denn als solche gilt die Zwangsernährung), sie hätte politischen Gefangenen auch das oft einzige Mittel genommen, eine Behandlung zu erwirken, die internationalen Rechtsstandards genügt: entweder Gerichtsverfahren oder Freilassung.  >>>

Nach dem Brandanschlag von Duma - Debatten über Gewalt und Terror in Israel - Viele Israeli glauben, die Politik ihrer Führer begünstige den nationalistischen Terror. In Palästina ist von einer solchen Debatte nichts festzustellen. - Ulrich Schmid -

Der Brandanschlag auf eine palästinensische Familie in Duma und der Messerangriff eines Ultraorthodoxen auf Teilnehmer an der Jerusalemer Gay-Pride-Parade hat die alte Debatte über Gewalt und ihre Ursachen in Israel neu auflodern lassen. Die verbreitete Besorgnis über das Nuklearabkommen mit Iran ist in den Hintergrund gedrängt, stattdessen nimmt man zur Kenntnis, dass es in Israel nicht nur radikale und äusserst aggressive Siedler gibt, sondern Extremisten, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Die Regierung und die meisten Politiker stufen dies als neue Form des Terrors, aber gleichzeitig auch als Ausnahmeerscheinung ein, etliche linke Kritiker sehen in den Anschlägen gar die logische Folge der Besetzung. Über die palästinensischen Formen der Gewaltverherrlichung wird kaum geredet.

Radikalisierung
- Für viele Beobachter markiert das Attentat von Duma eine neue Stufe der Gewalt. Meir Ettinger , der mit den neun Siedlern, die nach dem Brandanschlag festgenommen wurden, in Verbindung gebracht wird und für ein halbes Jahr ohne konkrete Anklage inhaftiert wurde, lehnt wie die übrigen Mitglieder seiner Gruppe «Revolte» die «Price-Tag-Bewegung» der Siedler als viel zu zahm ab. Er will keine proportionierten Vergeltungsschläge, sondern Massenunruhen, die den Sturz der Regierung und schliesslich des Staates bewirken sollen, sein Traum ist die Errichtung eines jüdischen Königreiches. >>>

Aufruf zur Kirchen-Zerstörung: Polizei verhört jüdischen Extremisten - Kirchen und Klöster in Israel sollten zerstört werden, forderte der extremistische Zionist Ben-Zion Gopstein vor Talmudschülern. Die Polizei lädt den Mann vor - doch der Chef der rassistisch orientierten Organisation Lehava bleibt bei seiner Forderung.

Der israelische Extremist Ben-Zion Gopstein ist wegen seiner Kommentare zu Brandanschlägen auf Kirchen und Klöster in Israel am Dienstag von der Polizei verhört worden. Anschließend verteidigte der Vorsitzende der rassistisch orientierten Organisation Lehava bei einer Pressekonferenz in Jerusalem erneut die Zerstörung von Kirchen im Heiligen Land.

Gopstein hatte bei einer Podiumsdiskussion mit Talmudschülern erklärt, die jüdische Lehre verlange die Bekämpfung des Götzendienstes auf dem Boden des Heiligen Lands. Dies schließe ein, Kirchen und Klöster in Brand zu setzen. Er berief sich dabei auf Glaubenslehren aus dem 12. Jahrhundert.

In Israel haben jüdische Extremisten jüngst eine Serie von Anschlägen verübt, bei denen in den vergangenen Wochen drei Menschen getötet wurden. In diesem Jahr wurden unter anderem auch ein Nebengebäude der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg und die Brotvermehrungskirche am See Genezareth in Brand gesetzt.

Vor diesem Hintergrund stießen die Aussagen Gopsteins auf Empörung, aber der Chef der Lehava bekräftige seine Äußerungen bei seiner Pressekonferenz nach dem Polizeiverhör. Allerdings lehne er Taten von Einzelnen ab - vielmehr sei es Sache des Staates und der israelischen Regierung, christliche Kirchen zu zerstören, sagte er. >>>

Leserbriefe zum Artikel "Aus der Defensive - Wolfgang Gehrckes Schrift zum Antisemitismusvorwurf gegen Linke" (junge Welt 03.08.15)
von Daniel Bratanovic
 - Quelle Doris Pumphrey

Leserbrief von Wolfgang Gehrcke heute veröffentlicht: Unverdienter Verriss (jW 10.08.15)
Zu jW vom 03.08.15, „Aus der Defensive“ 

Dank, dass die jW eine Rezension zu meinem Buch »Rufmord« veröffentlicht hat. Ich kenne den Autor leider nicht, aber die Art, wie er mit dem Buch umgeht, ist eigentlich empörend. Statt sich mit meinen Texten wirklich auseinanderzusetzen, werden mir Zitate vorgehalten, die – so wird behauptet – von Diether Dehm und Ken Jebsen stammen sollen. (…) Der einzige Punkt direkt aus meinem Buch, über den dann der Autor sehr abfällig schreibt, ist die Wirkungsweise und der Zusammenhang von Medien, Politik und Stiftungen – eben über die Netzwerke. Gerade eine Zeitung, die nicht zu Unrecht mit der Losung wirbt »Sie lügen wie gedruckt, wir drucken, wie sie lügen« und die immer wieder den Zusammenhang von Medien, Politik, Stiftungen und Thinktanks aufdeckt, müsste doch froh sein, wenn das auch in meinem Buch eine Rolle spielt. (...)
 


Leserbrief von Helmut Dunkhase
nicht veröffentlicht: zu jW vom 03.08.15 „ Aus der Defensive“  - Mit dem Artikel „Aus der Defensive“ von Daniel Bratanovic nimmt die jW ihre unselige Reihe von Attacken gegen die Teile der Friedensbewegung wieder auf, die sich der Zusammenarbeit mit Gruppen oder Personen der so genannten neuen Friedensbewegung nicht grundsätzlich verweigern. Das Objekt ist diesmal Wolfgang Gehrcke, der sich mit seiner Schrift „Rufmord. Die Antisemitismus-Kampagne gegen links“ gegen Antisemitismusvorwürfe in der Linken zur Wehr setzt.

Bratanovic geht die Attacke gegen Gehrcke in einem solchen Eifer an, dass er darüber vergisst, was eigentlich eine Buchbesprechung sein soll, nämlich darüber zu informieren, was drin steht. Stattdessen kapriziert er sich darauf, die Antisemitisvorwürfe als nicht ganz grundlos darzustellen. Sehen wir uns die „empirischen Nachweise“ - die er bei Gehrcke doch so vermisst – an. Er muss lange gesucht haben, bis er eine Äußerung von Diether Dehm aus dem Jahr 2009 fand: „Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben.“ Nun kann man in einer Liedansage keine wissenschaftliche Definition erwarten. Aber was ist an einer unzureichenden Definition des Antisemitismus antisemitisch? Dehm dient Bratanovic denn auch nur als Brücke, die dahin führt, wo alle Angriffe der jW in dieser Frage münden - Ken Jebsen. „Das Volk ohne Raum, das auserwählte Volk, agiert mittels Mossad, der sich, welche Ironie, auch mit SS schreibt, nach den Methoden der Nazis.“ Diese Aussage enthält drei überprüfbare Tatsachen und eine Bewertung. In Kurzfassung: „Volk ohne Raum“: siehe Siedlungs- und Biopolitik gegenüber der arabischen Bevölkerung. „Das auserwählte Volk“: Israel versteht sich als jüdischer Staat und Juden verstehen sich selbst als auserwähltes Volk. Tatsachen können keine Ideologie begründen. Schließlich: „Methoden der Nazis“: eine Bewertung, die wie jede Bewertung, strittig ist, aber die sich auf die vorher genannten Tatsachen bezieht. Kein vorteilhaftes Urteil über Israel, aber was hat das mit Antisemitismus zu tun?

Wenn solch dünne Bretter gebohrt werden, wundert es nicht, wenn die jW in dieser Frage erklärtermaßen keine Diskussion zulässt. Dies ist gerade ein Kennzeichen einer Kampagne – zumal die Angegriffenen in der Regel auch zu den eifrigen jW-Leserinnen gehören. Sie steht im Einklang mit den Angriffen der ganz Rechten in der Linkspartei auf Leute wie Gehrcke sowie den Verleumdungen aus antideutscher Ecke, deren Protagonisten längst die entsprechenden Posten in den „Leitmedien“ eingenommen haben. Dass Bratanovic eine solche Kampagne bestreitet, mag der Blindheit desjenigen geschuldet sein, der selbst ein Teil von ihr ist, macht die Sache aber nicht entschuldbarer.
 


Leserbrief von Elias Davidsson
nicht veröffentlicht:  Wieder versucht die junge Welt, gegen Ken Jebsen zu hetzen. (…)  Zu Ken Jebsen zitiert der Rezensent, als Beweis für eine mutmaßlich antisemitische Einstellung von Jebsen, folgenden Satz: “Das Volk ohne Raum, das auserwählte Volk, agiert mittels Mossad, der sich, welche Ironie, auch mit SS schreibt, nach den Methoden der Nazis.”

Der Kommentar des Rezensenten darauf: "Die Passage ist Teil eines Beitrags aus dem Jahr 2012, der voll von diesen übelriechenden Unrat ist, den nicht als antisemitisch zu bezeichnen, ausgesprochen schwerfallen dürfte. Bis heute ist nicht bekannt, dass Jebsen sich davon distanziert hätte. Der Autor [Wolfgang Gehrke] aber verteidigt ihn, den prominenten Vertreter der Montagswachen, und wähnt ihn wie die Bewegung ebenfalls als Opfer der nämlichen Kampagne.”

Ken Jebsen ist weder ein Antisemit noch ist seine politische Einstellung “übelriechend”. Seine scharfe Kritik an Israel wird auch von israelischen Juden geteilt. Der verstorbene Prof. Yeshayahu Leibowitz, Träger des Israelpreises, sprach seinerzeit von "Judeonazis", um damit das Verhalten der Israelis zu beschreiben. Für die Bekämpfung des Flüchtlingslagers bei Dschenin studierten die Generäle der israelischen Streitkräfte u.a., wie die Nazis den Aufstand des Warschauer-Ghettos niedergeschlagen haben. (Quelle: Ha’aretz, 25. Januar 2002). Waren die Äußerungen von Prof. Leibowitz und der israelischen Generäle auch “übelriechend"? Oder sind die Juden, die Ken Jebsen interviewt, etwa Evelyn Hecht-Galinski, Moshe Zuckermann und meine Wenigkeit, Antisemiten? Dürfen nur vom Rabbinat zertifizierte Juden die faschistischen Methoden Israels beim Namen nennen?

Ken Jebsen ist einer der besten und mutigsten Journalisten Deutschlands. Statt ihn zu diffamieren, sollte die jw Auszüge aus seinen wunderbaren Interviews abdrucken oder ihm zumindest eine regelmäßige Kolumne in der Zeitung anbieten.


Aus der Defensive - Wolfgang Gehrckes Schrift zum Antisemitismusvorwurf gegen Linke - Daniel Bratanovic >>>

Frankreich: Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hält trotz heftiger Kritik an Hommage an israelische Küstenstadt fest  - „Tel Aviv Beach-Party“ erhitzt Gemüter -  Birgit Holzer - Paris. Es sollte eine unbeschwerte Feier werden, die die Weltoffenheit von Paris unterstreicht - und eine Hommage an Tel Aviv. Beim einmonatigen Sommer-Spektakel "Paris Plages" ("Paris-Strand") - mit aufgetürmtem Sand, Cocktail-Buden und Sonnenschirmen an den Ufern der Seine - gibt es morgen israelische Musik und Spezialitäten. Doch mit der Unbeschwertheit ist es bei der "Tel Aviv Beach-Party" schon vorbei, bevor sie richtig losgegangen ist.  Nach dem lautstarken Protest einer Stadträtin der Linkspartei, Danielle Simonnet, regt sich auch in den sozialen Netzwerken viel Kritik am Einfall der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, ausgerechnet einer israelischen Stadt diese Ehre zu bereiten >>>

 

Tel-Aviv à Paris Plage ? Lettre ouverte de l'AFPS à Mme Anne Hidalgo, maire de Paris - Association France Palestine Solidarité >>>

Pétition à la maire de Paris, Anne Hidalgo : annulation de "Tel-Aviv sur Seine" - Association France Palestine Solidarité >>>

Israel’s ‘blame the hand’ excuse for settler violence - Aaron Turgeman - In Mel Brooks’ comedy Blazing Saddles, the newly appointed black sheriff of a Wild West township realizes that his welcome ceremony is about to turn into a lynch by the town’s all-white denizens. The black cowboy improvises an ingenious escape plan: he points his gun at his own head and pretends to be taken hostage. Speaking with two voices and playing the double role of kidnapper and hostage, he manages to drag himself away to safety. His subterfuge works by garnering sympathy from the previously hostile crowd.

Fans of Mel Brooks may appreciate the Israeli spectacle, cast in the same mold, which could be referred to as “blame the hand”. In the Israeli version of Blazing Saddles, one of the characters is a habitual wife beater. He does so year after year and gets away with it by employing a brilliant tactic: whenever the cops show at his door, he blames his hand for doing the beating. In front of their dumbstruck faces he then enacts an epic struggle with his hand, ending the performance by slapping it in punishment. The cops, not the most intelligent bunch, fall for this sleight time and time again. They leave his house, not before having expressed their sympathy for his battle with the wayward hand.

It has been the mainstay of the Zionist left and the so-called peace camp to blame Israel’s post-1967 territorial entanglement on settlers. According to this view, the settlers have violated the 1967 borders, the settlers are stealing Palestinian land, the settlers are engaged in violence and “price tag” attacks against Palestinians. The settlers are preventing peace. While these accusations certainly have merit, it is worth remembering that the hand does not operate by itself. It is the head that moves it. And the head is the Israeli government, representing Israel’s Jewish population. >>>

Gaza is a concentration camp, and it’s an American delusion not to recognize that — Weschler - Philip Weiss - Lawrence Weschler, a writer of considerable mainstream prestige, is sick of prevaricating about Israel. It’s rabid. It has rabies. And Gaza is a concentration camp. Weschler has let loose chiefly because of the “remorseless” and “repetitively compulsive” aspect of Israeli violence. I believe that understanding is now widely shared in the liberal mainstream, and interventions like Weschler’s make it easier for others to speak up. From Truthdig:

I know, I know, and I am bone tired of being told it, when it comes to the Israeli-Palestinian conflict, there is plenty of blame to go around, but by this point after coming on almost 50 years of Israeli stemwinding and procrastinatory obfuscation, I’d put the proportionate distribution of blame at about the same level as the mortality figures—which is, where are we today (what with Wednesday morning’s four children killed while out playing on a Gaza beach)? What, 280 to 2?

For the single overriding fact defining the Israeli-Palestinian impasse at this point is that if the Palestinians are quiescent and not engaged in any overt rebellion, the Israelis (and here I am speaking of the vast majority of the population who somehow go along with the antics of their leaders, year after year) manage to tell themselves that things are fine and there’s no urgent need to address the situation; and if, as a result, the endlessly put-upon Palestinians do finally rise up in any sort of armed resistance (rocks to rockets), the same Israelis exasperate, “How are we supposed to negotiate with monsters like this?” A wonderfully convenient formula, since it allows the Israelis to go blithely on, systematically stealing Palestinian land in the West Bank, and continuing to confine 1.8 million Gazans within what might well be described as a concentration camp.

Note, incidentally, I say “concentration camp” and not “death camp.” I am not comparing Gaza to Auschwitz-Birkenau, but one cannot help but liken the conditions today in Gaza to the sorts of conditions once faced by Japanese-Americans during World War II, or the Boers in South Africa during the Anglo-Boer War, or the black South Africans years later in such besieged townships as Soweto, or for that matter Jews and gays and gypsies at Dachau and Theresienstadt in the years before the Nazis themselves settled on their Final Solution. >>>

Backpacking in Palestine. Why not? - Maria Sevillano - Increasing numbers of backpackers are choosing a destination that is well off the beaten track and that until recently was considered unconventional to say the least. But in Ramallah tourists can now experience Palestinian culture and also learn about its political reality.

“Welcome to Palestine!” echoes through the streets as the “ajnabi”, Arabic for foreigner, take in the life of the city full of traffic, shouting street vendors and the strong aroma of coffee. Despite security warnings, it is common that after spending a few days in Israel, tourists visit the West Bank and see the reality of the place with their own eyes.

Over the past few years, two modern hostels in Ramallah have attracted tourists to the city with accommodation for those who cannot afford to stay in a luxury hotel. “Every day, new guests are pleasantly surprised by the reality of the West Bank and how different it is from their expectations,” Mike, the European co-owner of the hostel Area D, explains.

“They expect to see cities filled with rubble and heavily armed militia everywhere.” Chris Alami, Mike’s Palestinian business partner, says most tourists who arrive in the West Bank are young adults with a strong interest in culture, language and politics. >>>

Roger Waters Sets the Record Straight: I Hate Apartheid, Not Israel  - Gideon Levy spent 24 hours with the former Pink Floyd singer, who has become one of the leading lights in the BDS movement. A conversation on political views, tragic family history – and when the rock star-turned-activist will be happy to play in Israel again.  - Gideon Levy

The tires of the taxicab crunch softly along the gravel driveway leading up to the house. The gray building, hidden from the street like all the houses here, isn’t so large for Southampton, this very affluent suburb on Long Island, New York. A tiny house-number sign, by the side of the entrance to the driveway, is the only way you know you’ve reached your destination. The taxi driver who picked me up at the local bus station tells me Paris Hilton has a house nearby. He doesn’t know who lives in the gray house.

I ring the doorbell at the appointed time, and hear a dog barking. Roger Waters opens the door, barefoot, in shorts and a faded polo shirt. His cheeks are covered with white stubble, his blue-gray eyes seem a little weary and his gray hair is disheveled. He shuffles a little as he walks, but his body is youthful and his smile endearing. Hours of wavering over whether to greet this idol of my youth with a handshake or a hug are dispensed with instantly: He embraces me. We’ve never met before. >>>

11. 8. 2015

Felicia Langer zu Susan Abulhawas Roman
"Während die Welt schlief."

Ich möchte keine Rezension schreiben. Es soll vielmehr eine Art Danksagung an die Autorin sein für ihr Buch, das mich so gefesselt, aber auch sehr erschüttert hat.

Eine Danksagung für die Beschreibung der Nakba: Das Leid der Palästinenser, die grausame Enteignung, die Vertreibung, das ewige Flüchtlingsdasein - bis heute. Die Beschreibung der verschiedenen Massaker, die Juden schon in den Monaten vor der israelischen Staatsgründung 1948 an Palästinensern begangen haben und danach. Für mich als eine Jüdin und Überlebende des Holocaust ist das eine  Schande. Für die Autorin muß es eine Qual gewesen sein, all das niederzuschreiben.

Sie hat darüber hinaus eine außergewöhnliche Gabe, die Liebe mit so viel Empathie zu schildern, zum Beispiel Amals Liebe zu ihrem Vater, der ermordet wurde. Die Schilderung hat mich an meine große Liebe zu meinem Vater erinnert, der ein Opfer des Zweiten Weltkrieges wurde. Damals war ich 13 Jahre alt.

So groß wie die Liebe ist der Schmerz nach dem Verlust. Und man trauert von Herzen beim Lesen.

Israel hat eine "Antwort" für die Autorin gefunden: Susan Abulhawa, eine amerikanische Staatsbürgerin und eine Palästinenserin, durfte Palästina nicht besuchen...

Israels Gräueltaten gehen weiter, wie seit Jahren schon, bis zum heutigen Tag. Und die Welt schläft...

Man muß sie dringend aufwecken, um Menschenleben zu retten!

Das versucht die Autorin mit der ganzen Kraft ihres Talentes in diesem Buch, mit dem sie sich auf die Wahrheit, die Menschlichkeit und die Gerechtigkeit beruft. Und dafür meine Danksagung, liebe Susan Abulhawa.

Felicia Langer Tübingen, 10. August 2015



Susan Abulhawa - Während die Welt schlief - Roman
Originaltitel: Mornings in Jenin - Originalverlag: Bloomsbury - Aus dem Englischen von Stefanie Fahrner
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-453-35662-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90 * (* empf. VK-Preis)

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Kindersterblichkeitsrate in Gaza steigt erstmals seit 53 Jahren - Der drastische Anstieg der Kindersterblichkeit ist einer UN-Studie zufolge beispiellos im Nahen Osten. Die Blockade durch Israel dürfte mitverantwortlich sein, heißt es.

Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert ist die Kindersterblichkeitsrate im Gazastreifen gestiegen. Das geht aus einer am Wochenende veröffentlichten Studie der Vereinten Nationen und des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hervor.

Demnach ging die Kindersterblichkeitsrate seit 1960 beständig zurück: Starben 1960 von tausend Kindern im Alter unter einem Jahr 127, waren es 2008, 48 Jahre später, 20,2. Den letzten Daten von 2013 zufolge gab es jedoch einen Anstieg auf 22,4 Todesfälle.

Bei den Säuglingen starben den Angaben zufolge 2008 zwölf von tausend in den ersten vier Wochen nach ihrer Geburt. Im Jahr 2013 waren es hingegen 20,3 Säuglinge. Der Leiter des UNRWA-Gesundheitsprogramms, Akihiro Seita, erklärte, der plötzliche Anstieg sei im Nahen Osten beispiellos. Mit dazu beigetragen haben könnte Seita zufolge die Blockade des Gazastreifens durch Israel. >>>

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Aktuelle  Nachrichten

Ex-Generäle werben für Atom-Deal mit Iran
Der Atom-Deal mit Iran ist umstritten. Nun bekommen US-Außenminister Kerry und Präsident Obama Rückendeckung von Dutzenden ehemaligen US-Top-Militärs.

New Illegal Colony Planned In Silwan, In Occupied Jerusalem

11. 8. 2015

Über 20.000 Menschen unterschreiben in London Schriftrolle zur Festnahme von Netanjahu
 

Petition Benjamin Netanyahu to be arrested for war crimes when he arrives in London
 

Petition asks UK to arrest Netanyahu for war crimes

Rightwing Israeli violence on the rise as leader calls for arson attacks on churches

Syrian Kurdistan leader Salih Muslim meets with Palestine’s Abbas in Cairo

Backpacking in Palestine. Why not?

Israel arrests suspects in raids linked to deadly arson attack

PalMed: Force-Feeding Flagrant Violation of Human Rights

Israeli forces detain Palestinian woman, child at Aqsa compound

PA security services return Israeli soldier's gun lost in Hebron

VIDEO - Israel - Palästina - Konflikt-Blumio: Rap da News!--Episode 83

VIDEO  - Blumio - Religion - Blumiologie (official video) Produziert von Don Tone

Australia and the Fight for Justice in Palestine

The Impact Of The Boycott Israel Movement, 10 Years Later

Israeli industrialists set up BDS hotline for exporters

Major concerns in Israel over EU boycott

Holy Land bishops complain to Israeli police after rabbi endorses burning churches and mosques

Chinese accuse Israel of rigged locomotive tender

Bombardier wins Israel Railways locomotive tender

Disabled Gazans refuse to lose hope, set up woodwork business

UNRWA funding gap may delay Gaza school year: Spokesman

Tödliche Route übers Mittelmeer

Jun 19, 2015
Ex-Israeli foreign minister granted diplomatic immunity

Palästinenser demonstrieren für Häftlinge im Hungerstreik

Palestinian President Mahmoud Abbas set to visit Iran: PLO official

Palestinians protest outside Red Cross HQ in Jerusalem al-Quds

Force feeding concerns after Palestinian hunger striker's transfer

Bail denied for Palestinian lawmaker held by Israel

Four More Arrests in Israel's Biggest Graft Scandal

Palestinians losing land to expansionist Israeli settlements

Wartime Journalism: Mohammed Omer on Gaza

Israel cuts water to Palestinian village, causing deaths of hundreds of farm animals

Ärzte verweigern Zwangsernährung

10. 8. 2015

Netanjahu: Israel tut alles, um Täter von Duma zu fassen

Nach Brandanschlag auf Palästinenser alle Verdächtigen wieder frei

Kindersterblichkeit in Gaza erstmals seit 53 Jahren gestiegen

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