Das Palästina Portal

Leserbriefe

Zurück • Nach oben • Weiter

 
Dachverband arabischer Vereine, Deutschlands
 
Karl Marx Str. 78, 12043 Berlin -
   arabdach@gmx.de
 
Offener Brief
Am Mittwoch, bombardierten „ israelische“ Kampfflugzeuge im Gaza-Streifen nicht nur mehrere wichtige Brücken, sondern griffen auch das einzige Elektrizitätswerk in Gaza mit mindestens neun Raketen an. Infolgedessen ist die Stromversorgung in zwei Drittel des Gaza-Streifens zusammengebrochen. Da auch die Pumpen für die Wasserversorgung in Gaza elektrisch angetrieben werden, ist auch diese von dem Angriff betroffen.
  Die Palästinenser sprechen daher  von einer humanitären Krise und, mit Recht, nennen sie  die Angriffe Kollektivstrafe und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die Hälfte der Bevölkerung  in Gaza sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Eine Militäraktion, die unschuldige Zivilisten träfe, verstoße gegen internationales Menschenrecht.
 „Israel“  hat den Palästinenser  so viel Leid und Verzweiflung und Demütigungen zugefügt, dass diese nichts mehr zu verlieren haben. Die anderen Menschen  haben dies auch getan mit Ihrem Schweigen, ihrer  Weigerung, die Wahrheit zu sagen was  gleichzeitig bedeutet, dass sie die schlimmsten Verbrechen im Nahen Osten mit unterstützt und zugelassen haben. Vielleicht sollten sie sich noch einmal Berichte über das Besatzungsregime anschauen und  sich an die  sterbenden Kinder und Frauen erinnern. An die vielen palästinensisch   inhaftierten Frauen,  die in  Einzelzellen gehalten werden,  dass sie mündlich gequält, physikalisch, emotional und sexuell missbraucht und bedroht wurden und auch heute noch, vielleicht jetzt in diesem Augenblick es gerade werden?
 
Jeden Tag üben die israelische Soldaten Raketten Angriffe auf Zivilisten aus, jeden Tag werden Palästinensische Zivilisten getötet.
  Es ist jedoch heuchlerisch, wenn die Außenwelt  nicht ebenso vehement ihre Stimme erhebt gegen die brutale Gewalt der „ israelischen“   Besatzung, die stetig vorangetriebene ethnische Säuberung, den permanenten Landraub, die Deportationen, die Liquidierungen unliebsamer Personen, den  eindeutigen Bruch des Völkerrechts*, den aggressiven Siedlungsbau und den
Mauerbau, wobei wiederum palästinensisches land enteignet wird und den Menschen jegliche Lebensgrundlage geraubt wird.
Es ist    „Israel“ der die Spirale der Gewalt beschleunigt weiter dreht gerade weil sie sich auf Leute wie die meisten   europäischen Bürger verlassen kann, die schweigen, wenn internationales Recht gebrochen wird, die nicht darauf bestehen  dass UN-Resolutionen umgesetzt werden und dass die Genfer Konventionen beachtet werden.
Warum schweigt die politische Welt wieder einmal, wo Völkerrecht und Menschenrechte verletzt werden - und wo bleibt der Aufschrei derselben politischen Welt, wenn ganze Familien durch Raketenbeschuss liquidiert werden wie kürzlich in Gaza?
Israel“ nutzt  das Schweigen der Welt, um uns in das Zeitalter des permanenten Krieges zu führen.
Durch ihr Schweigen werden sie   zu Komplizen die Besatzung  Unrechtspolitik.
 
Wir fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, ihre Verantwortung gemäß der Vierten Genfer Konvention wahrzunehmen und das palästinensische Volk vor den militärischen Übergriffen der Israelis zu schützen,  und sofort geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die gezielten, völkerrechtswidrigen israelischen Aggressionen gegen das gesamte palästinensische Volk sowie den internationalen Boykott zu beenden.
 Keine deutsche Unterstützung für die Besatzungspolitik - weder politisch, logistisch                             noch finanziell
Keine Waffen mehr an Israel
                                                                                                                  ViSdP. Rachid 10585 Berlin
 
 


*  Tatsächlich könnten gleich mehrere Artikel der Genfer Konventionen kaum eine deutlichere Sprache zu dem Vorgehen Israels sprechen.

So lautet Artikel 52 des 1. Zusatzprotokolls von 1977:

1. zivile Objekte dürfen weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien gemacht werden. Zivile Objekte sind alle Objekte, die nicht militärische Ziele im Sinne des Absatzes 2 sind.
2. Angriffe sind streng auf militärische Ziele zu beschränken.

Der zweite Absatz in Artikel 54 des gleichen Zusatzprotokolls lautet:
Es ist verboten, für die Zivilbevölkerung lebensnotwendige Objekte wie Nahrungsmittel, zur Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzte landwirtschaftliche Gebiete, Ernte— und Viehbestände, Trinkwasserversorgungsanlagen und -vorräte sowie Bewässerungsanlagen anzugreifen, zu zerstören, zu entfernen oder unbrauchbar zu machen, um sie wegen ihrer Bedeutung für den Lebensunterhalt der Zivilbevölkerung oder der gegnerischen Partei vorzuenthalten, gleichviel ob Zivilpersonen ausgehungert oder zum Fortziehen veranlasst werden sollen oder ob andere Gründe maßgebend sind.
 auch die von Israel ratifizierten Genfer Konventionen von 1949 selbst lassen hier allerdings keinen Raum für Zweifel.

So heißt es in Artikel 33 des Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten:

    Keine geschützte Person darf für eine Übertretung bestraft werden, die sie nicht persönlich begangen hat. Kollektivstrafen wie auch jede Maßnahme zur Einschüchterung oder Terrorisierung sind verboten.
 
 
 


Wir pflanzen die Felder, sie verbrennen sie.Wir bauen die Häuser, sie zerstören sie.Wir bringen Kinder zu Welt, sie töten sie.Sie wollen uns das Land und das Leben rauben


Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika

Das Buch wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.

Weitere Infos hier >>>


Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

 


 

Start | oben

Mail           Impressum           Haftungsausschluss                Honestly Concerned  + Netzwerk        The "best" of  H. M. Broder            Erhard  arendt art