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Buchvorderansicht: Rohlfs - 'Nie wieder!'? Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

 

Felicia Langer
Um Hoffnung kämpfen

Kein Frieden in Nahost: Sie möchte jedoch dem Hass eine Kraft entgegensetzen, die Liebe, die sie selbst erfahren hat. Sie ist erfüllt von Hoffnung. Einer Hoffnung, für die gestritten werden muss, gegen das Unrecht. In diesem sehr persönlichen Buch schildert Felicia Langer, was sie bestärkt, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen. >>>

Larnuv Taschenbuch 345 Originalausgabe mit Abbildungen ca. 144 Seiten
ca. 9,90 € [D], 1
ISBN 978-3-88977-688-4

Um Hoffnung kämpfen - Dr. Ludwig Watzal  >>

Unteilbarer Humanismus - Felicia Langer hat ein eindringliches Buch zum israelisch-palästinensischen Konflikt geschrieben - Von Werner Ruf  >>>

 


 

 

 

Leserbrief an die OZ, Leer - Ellen Rohlfs

 

Die OZ brachte am 18.3. gleich zwei Artikel zum Nahostkonflikt: ein Bericht zur Veranstaltung in Leer mit Ilan Mor, Gesandter des Staates Israel,  und ein Interview mit dem israelischen Friedensaktivisten Uri Avnery (85).

Auch auf die Gefahr hin, wieder in die antisemitische Ecke geschoben zu werden, will ich mich dazu äußern, da ich mich seit 40 Jahren mit dem Thema Nahost befasse, die einschlägige kritische Literatur  israelischer Wissenschaftler  kenne, viele Male im Land war, seit Jahren Uri Avnerys wöchentliche Artikel übersetze und Mitglied von Gush Shalom bin. Mir geht es um Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Ilan Mor sprach u.a. von zwei Brillen: der „rosaroten“, die wir tragen würden und der „Nahostbrille“.  Nun ist es aber so, dass er die rosarote Brille trägt, durch  die  er ein falsches Bild Israels wahrnimmt, ja  und  - kaum zu glauben – den Nahostkonflikt sehr verkürzt und einseitig sieht und weitergibt: z.B. „Israel habe stets die Hand zum Frieden ausgestreckt“. Der israelische Prof. Jeff Halper, der nächstens den Kant-Preis in Freiburg erhält, hat nachgewiesen, dass Israel  seit 1965 14 Friedensangebote von arabischer Seite ausgeschlagen hat. Es gibt also arabische Gesprächspartner !  Nur Israel ist nicht an ihnen interessiert. Es müsste sonst Konzessionen machen.

 Dann stellt er die zynische Frage: „Warum hassen uns die Araber ?“  Diese Frage kann jeder beantworten, der sich in den letzten 40 Jahren auch in den besetzten  palästinensischen Gebieten aufgehalten hat und/ oder die Berichte von isr. Menschenrechtsorganisationen liest : Vertreibung und Unterdrückung des palästinensischen Volkes, Land- und Wasserraub, Zerstörung von  Tausenden von Wohnhäusern aus fadenscheinigen Gründen, illegaler Mauerbau,  illegaler Straßen- und Siedlungsbau nur für jüdische Siedler,  ethnische Säuberung nicht nur  in Ost-Jerusalems, Tausende  von Getöteten, Zigtausende von Gefangenen, totale Blockade und Aushungerung des Gazastreifens, Kriegsverbrechen mit geächteten Waffen ( nach Berichten von ai, medico, UNO) im letzten Gazakrieg und noch vieles mehr .

Deshalb wächst der Hass, der  Antisemitismus und Terrorismus besonders in arabischen

Ländern gegen den Westen. Und Israel wird zu Recht  weltweit immer negativer angesehen. Doch Israel allein könnte dies sehr schnell ändern, wenn es wirklich Frieden will: echte Friedensverhandlungen und nicht nur „Friedensgeplapper“ , den Siedlungsbau stoppen, die Gefangenen entlassen, die Blockade des Gazastreifens aufheben, die Besatzung beenden ….Mit der „rosaroten Brille“ können diese Menschenrechtsverletzungen natürlich nicht wahrgenommen werden.

 

   Dagegen hat Uri Avnery die „Nahostbrille“ auf und sieht die Realität Israels, der besetzten Gebiete und der brutal unterdrückten Bevölkerung, wie sie wirklich ist. Er sieht auch die Gefahren, die jetzt mit der neuen rechtsradikalen Regierung auf den ganzen Nahen Osten zukommen.  „Wenn Europa das wieder stillschweigend hinnimmt, ohne zu reagieren“, wird diese faschistische Regierungspolitik gestärkt,  – und der nächste  Krieg  „wird noch schrecklicher werden“ …warnt Uri Avnery  (und mit ihm Gush Shalom und viele jüdischen Friedensgruppen, auch die „Jüdische Stimme für Frieden im Nahen Osten“  hier in Deutschland und die EJJP in Europa).

 

 

Ellen Rohlfs, Leer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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