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Samstag, 24. Oktober 2020 - 15:23

Miri Regev: Eine Rassistin in Israels Regierung – auf den Spuren Kahanes - Unbestreitbar ist die derzeitige israelische Regierung eine der rassistischsten in Israels Geschichte. Mit 53 Prozent der Wählerstimmen bilden rechte, ultranationalistische sowie religiös-fundamentalistische Parteien mit einer gemeinsamen Koalition das Herzstück der Knesset. Ein dem Likud unter der Führung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahus angehöriges Parteimitglied ist Miri Regev. Ehemalig als israelische Brigadegeneralin und IDF-Sprecherin tätig, schaffte die 50-Jährige den Karrieresprung zur Sport- und Kulturministerin Israels. Der Werdegang von der Armee in die Knesset ist eher die Regel als die Ausnahme im israelischen Parlament, die Gefahr jedoch, die von diesem Werdegang für Teile der israelischen und nicht-israelischen Gesellschaft in Israel ausgeht, wird durch die politische Laufbahn Regevs überdeutlich.

Am 23. Mai 2012 auf einer Großdemonstration gegen afrikanische Kriegsflüchtlinge heizte die damals bereits Likud- und Knesset-Abgeordnete mit ihrem Ausruf „Die Sudanesen sind ein Krebs in unserem Körper!“ die Stimmung zum Siedepunkt an. Daraufhin rannten tausende Israelis stundenlang auf der Suche nach dunkelhäutigen Menschen in Tel Aviv umher, griffen diejenigen an, die sie in die Finger bekommen konnten und zerstörten ihr Eigentum. Zunächst bestritt Regev daher, die rassistische Aussage getätigt zu haben. Allerdings bezeugten Videoaufnahmen das Gegenteil, woraufhin sie sich dazu bekannte. >>>

AUDIO - Primor: 'Der Aufstand ist da' - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die für Donnerstag geplanten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Berlin abgesagt. Grund sei die "angespannte Sicherheitslage in Israel". Netanjahu hat in jüngster Zeit die Maßnahmen gegen die Palästinenser verschärft. Das verurteilt Israels ehemaliger Botschafter in Deutschland, Ave Primor. Die israelische Regierung hetze die Palästinenser unnötig auf, bemerkte er im Gespräch mit Sandra Schwarte. >>>

Israelische Siedler stürmen mit Unterstützung der Armee die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem - [...] Gruppen jüdischer Siedler haben im Schutz der Armee und der israelischen Polizei wieder den Komplex der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gestürmt, berichtet Press TV.

Gestern (Donnerstag, 8.10.) drangen sie durch das Tor Bab Al-Maharbeh ein und provozierten im Komplex der Moschee mit der Durchführung talmudischer Rituale mitten unter den palästinensischen Gläubigen.

Die Al-Aqsa-Moschee von Jerusalem, die für die Muslime als die heiligste nach der Moschee Al-Haram in Mekka und der Moschee des Propheten in Medina gilt, wurde im letzten Monat von heftigen Zusammenstössen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei erschüttert.

Muslime fürchten, dass Israel versucht, die Regelungen für die Stätte - die auch für das Judentum die heiligste ist - zu verändern, sodass es den Juden erlaubt ist, sie zu besuchen, aber nicht zu beten, um Spannungen zu vermeiden, berichtet AFP. Einen Anstieg an Besuchen von Juden in der Al-Aqsa-Moschee in den letzten Wochen hat zusammen mit den jüdischen Festen wie Sukkot (Laubhüttenfest) zu den Spannungen beigetragen.
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=58166   -
Übersetzung: K. Nebauer

Der Tempelberg als nächstes Ziel - Radikalisierung und gewalttätige Zusammenstösse von Juden und Palästinensern sind die absehbaren Folgen einer verfehlten Politik. - Claudia Kühner -

Krawall, Zusammenstösse, Schüsse, Messerstiche, Tote – ist das, was gegenwärtig in Jerusalem und den besetzten Gebieten geschieht, der Beginn eines dritten Palästinenseraufstandes nach 1987 und 2000? Das ist gegenwärtig noch nicht klar oder vorhersehbar. Was leichter zu analysieren ist, sind Gründe für diesen erneuten Gewaltausbruch. Völlige Hoffnungslosigkeit auf palästinensischer Seite trifft auf eine wachsende Radikalisierung der religiösen und nationalistischen Rechten in der israelischen Gesellschaft, die sich seit der letzten Wahl auch in der Politik der rein rechten Regierungskoalition spiegelt.

Was vor Wochen auf dem Jerusalemer Tempelberg begann, weitet sich nun aus auf die Westbank und möglicherweise auch auf Israel selber. Auf dem Tempelberg, dem drittwichtigsten islamischen Heiligtum, ist es Juden untersagt zu beten. Zu sensibel ist dieser Ort, auch wenn dort einst ihr Tempel stand (an dessen restlicher Mauer sie seit der Zerstörung beten). Erste jüdisch-muslimische Zusammenstösse gab es hier schon 1929.

Kollektivstrafe statt Politik
- Doch immer öfter haben extremistische Ultraorthodoxe dieses Verbot mit staatlicher Duldung missachtet und damit muslimische Gläubige oder radikalisierte Jugendliche bis zur Gewaltanwendung provoziert. Der dann, wie immer, die scharfe Reaktion von israelischen Sicherheitskräften und neue palästinensische Anschläge folgten. Regierungschef Benjamin Netanyahu weiss keine andere Antwort als die bekannte: Kollektivstrafen werden verhängt in Form von Häuserzerstörungen und tödlicher Gewalt seitens der Sicherheitskräfte. Eine jahrzehntealte Methode, die das Völkerrecht als Kriegsverbrechen bezeichnet und die den Zweck der Abschreckung nie erfüllt hat.

Amira Hass, die für «Haaretz» seit Jahren über die besetzten Gebiete berichtet, sagt es in einfachen Worten: «Die Palästinenser kämpfen für ihr Leben, in vollem Wortsinn. Wir israelischen Juden kämpfen für unsere Privilegien als Volk der Herren, in aller Hässlichkeit dieses Begriffs.»  >>>


 

Wettkampf der rechten Hetzer - Inge Günther - Rechtsradikale Israelis setzen den israelischen Premier Netanjahu unter Druck. Mit Protestzelten haben sie es sich vor der Premierresidenz eingerichtet. Doch um was geht es den Protestlern überhaupt?

Die Siedlerführer haben sich in ihren Protestzelten vor der Premierresidenz in Jerusalem mit Computern, Tischen und Stühlen eingerichtet, als ob sie dort für längere Zeit ihre Büros aufschlagen wollten. Jossi Dagan, Chef des „Siedlerrates in Samaria“, hat angekündigt, solange auszuharren, bis Benjamin Netanjahu seine Forderungen erfüllt.

Echte Massenwirkung entfaltet der Protest rechts von Netanjahus eh schon rechtsnationaler Regierung aber nicht. Angezogen fühlen sich mehr Sympathisanten der rechtsradikalen, verbotenen Kach-Bewegung, die jedem, der es hören will, erklären, auf die jüngsten palästinensischen Unruhen gebe es nur eine Antwort: „Nicht reden, sondern schießen.“

Mosche Miller, der aus New York vor sieben Jahren nach Israel eingewandert ist und für die Organisation „Opfer des arabischen Terrors“ Flugblätter verteilt, sagt, „wir müssen sie töten, bevor sie uns töten, das ist die einzige Lösung“. >>>

Botschafterin Palästinas fordert internationalen Schutz für die Zivilbevölkerung und Vermittlung zur Deeskalation - Angesichts der neuen Beschlüsse des israelischen Kabinetts und der zunehmenden Gewalt gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung erklärt Botschafterin Dr. Daibes:

„Die Lage in Jerusalem ist auf Eskalationskurs: Seit Sonntag wurden vier Palästinenser getötet. Der 20-jährige Muannad Al-Halabi, der 19-jährige Fadi Alloun (beide in Ost-Jerusalem), der 13-jährige Abdel Rahman Obeidallah (in Aida) und der 20-jährige Amjad Al-Jundi (in Yatta) starben an ihren Schussverletzungen. Mehr als 640 Palästinenser wurden verletzt und über 320 Palästinenser verhaftet. Die Hälfte ist unter 18 Jahre alt.


Häuser palästinensischer Familien werden als Kollektivstrafmaßnahme zerstört. Unter erhöhter Militärpräsenz soll gegen Steine werfende Palästinenser noch härter vorgegangen: Ihnen drohen jetzt bis zu 20 Jahre Haft. Eltern minderjähriger Palästinenser werden zur Verantwortung gezogen, friedliche Demonstranten mit Waffengewalt auseinandergetrieben. Die verhängte Zensur über soziale Netzwerke schränkt die freie Meinungsäußerung und -bildung in Palästina ein. >>>

Mehrere Messerattacken in Israel - Thomas Pany - Medien sprechen von einer Terrorwelle - Die Meldung der Times of Israel von 17 Uhr 02 Ortszeit ist vielleicht bezeichnend für die augenblickliche Atmosphäre in Jerusalem: Ein Autounfall hat sich als Autounfall herausgestellt, nicht als Attacke. Die Glasflasche, die ein Araber auf einen jüdischen Israeli warf, war doch kein "stabbing attack". Dazu dann die weitere Entwarnung: Niemand wurde verletzt.

Angriffe, ausgeführt mit Messer oder Schraubenzieher, auf Israelis in Jerusalem, Tel Aviv, im Westjordanland und zuletzt in Afula, im Norden Israels dominierten heute die "Terrorwelle"-Live-Ticker der israelischen Medien. Vier solcher Attacken wurden bis heute Abend ◥gemeldet, gestern waren es drei. >>>

Christa Zubaidi, eine deutsche in Palästina - Ich habe die 2.Intifada erlebt, Israel hatte die Stromleitungen und Wasserleitungen zerstört. Das Wasser lief Tage lang auf den Straßen, wo hier das Wasser so knapp ist. Wir haben in unseren Wasserbehältern Wasser für eine Woche, aber bei einigen Palästinensern schossen die israelische Armee absichtlich in die Behälter. Sie haben uns mit Ausgangssperre belegt, einmal war es 14 Tage, sonst bis eine Woche, wer auf die Straße ging, wurde erschossen.

Wir haben unterhalb einer Siedlung bei Ramallah gewohnt und wurden jeden Abend von einem Panzer, der oberhalb der Siedlung stand, beschossen. Die Fenster sind, dabei zerschossen wurden. Wir haben in den hinteren Räumen auf den Boden geschlafen und aufgehalten. In der Zeit konnten die Kinder nicht in die Schule gehen und wir nicht zur Arbeit, denn auch Straßen wurden von den Israelis aufgerissen. Sie fuhren mit Panzer durch unsere Straßen. .Mein Mann war der Meinung, das wir uns eine neue Wohnung innerhalb von Ramallah suchen und fanden eine schöne neue Wohnung in Betunia. Hier sahen weit und breit keine Siedlung.

Später sahen wir viele Panzer und Armeefahrzeuge und merkten, es war eine Umgehungsstraße der Armee. Hier wurden wir wieder in Abständen beschossen. Hinter dem Haus hatten wir einen schönen Hof mit etwas Blumen. Es war sehr schön. Ein Stück vom Hof entfernt, fing ein Berg an, so hatten die Israelis keinen Einblick und konnten uns nicht sehen, wenn wir uns bei der Ausgangssperre im Hof aufhielten. Auf dem Hof haben wir mit den Kinder gebastelt, gemalt und gespielt.

Unsere Nachbarin kam an einem Tag mit dem Auto und hörte Musik und wurde plötzlich von einen Panzer beschossen. Die Soldaten schossen zwar nicht direkt auf das Auto ,aber sie wollten ihr Angst machen. Sie fuhr unter unser Haus und sass im Auto und zitterte am ganzen Körper .Unsere Männer sagten ihr, wie sie aus dem Auto kommt, denn der Panzer musste ja immer neu nachladen. Als sie bei uns oben ankam, waren wir alle sehr erleichtert, aber sie konnte sich lange nicht beruhigen.

Es wurden auch Hausdurchsuchung von den Israelis durchgeführt. Wir waren illegal im Land meines Mannes, (laut Israel) so sind wir immer aus unserer Wohnung weg und haben bei meinen Schwager oder Freunden geschlafen, um der Kontrolle der Israelis zu entgehen. Für mich war es immer wie ein Wunder, denn wenn wir von den einen weg sind, haben da die Israelis das Haus durchsucht. Es ist nur ein kleiner Teil, was wir in der Intifada erlebt haben, aber eines möchte ich noch sagen, das der Zusammenhalt der Menschen sehr groß war und ist.
Quelle


Israelis, die sich als Araber verkleiden - Unter palästinensische Steinewerfer mischen sich immer wieder getarnte israelische Soldaten. - Jugendliche in T-Shirts und Jeans, die Gesichter vermummt mit Pullovern oder dem arabischen Männerkopftuch Kufiya, werfen auf einer Straße nahe Ramallah Steine in die Richtung eines Militärfahrzeuges. Diese Bilder sind nichts Ungewöhnliches, erst recht nicht, seit in der vergangenen Woche die Gewalt in Israel und im Westjordanland wieder zugenommen hat. Doch plötzlich haben einige der vermummten Steinewerfer Pistolen in der Hand und schlagen auf einen anderen ein, schwer bewaffnete israelische Soldaten kommen hinzu, treten zu und tragen den Jugendlichen zu ihren Fahrzeugen.

Die Szenen mit den als Palästinenser verkleideten israelischen Sicherheitskräften, die sich unter Steinewerfer mischen, einen isolieren und festnehmen, stammen aus einem Film, den der Videojournalist Andrea Bernardi für die Nachrichtenagentur AFP festgehalten hat. Es ist nicht der erste Bericht über solcherart getarnte Agenten >>>

Pax Christi zu Ausschreitungen zwischen Israel und Palästina - "Der Friedensprozess ist gescheitert" - Messerattacken und Straßenschlachten: Die Gewalt in Israel und im Westjordanland eskaliert. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi fordert im domradio.de-Interview ein Ende der israelischen Besatzung.

domradio.de: Warum ist besonders in den letzten Tagen die Gewalt zwischen Israel und Palästina wieder angestiegen?

Wiltrud Rösch-Metzler: Da gibt es sicher viele Gründe. Zum Beispiel der Anstieg der offenen Gewalttätigkeit von einigen Siedlern. Aber insgesamt würde ich sagen, es gibt wieder Gewalt, weil dieser Friedensprozess, der in den 90er Jahren mit so großer Hoffnung begonnen wurde zwischen Israelis und Palästinensern gescheitert ist und wir jetzt vor Trümmern stehen. Es ist so, dass nach wie vor die Israelis über fehlende Sicherheit klagen und diese eben militärisch zu erreichen versuchen. In der jetzigen Situation werden Gesetze verschärft.

domradio.de: In Jerusalem werden Besucher an den Toren der Altstadt jetzt wie am Flughafen auf Waffen untersucht, für Knesset Abgeordnete und arabisch palästinensische Abgeordnete hat Netanjahu den Zutritt zum Tempelberg gesperrt - ist das weiterer Sprengstoff?

Rösch-Metzler: Ja, wenn man die verschärften Gesetze betrachtet. Zum Beispiel werden jetzt die Eltern, Brüder und Schwestern eines mutmaßlichen palästinensischen Gewalttäters bestraft. Ihr Haus wird zerstört und da ist zum Beispiel auch eines in Ostjerusalem zerstört worden, da sind gleich noch zwei, drei weitere Wohnungen beschädigt worden, also noch mehr Menschen obdachlos. Und zum allgemeinen Eindruck: Dieser Friedensprozess hat die Palästinenser in einer  >>>

Krieg der Steine - Torsten Wöhlert - Israel/Palästina Seit der Aufkündigung des Oslo-Abkommens durch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nimmt die Gewalt wieder zu. Doch die Frustration der Palästinenser ist verständlich

Als Palästinenserpräsident Mahmud Abbas jüngst vor den Vereinten Nationen das Oslo-Abkommen aufkündigte, begründete er das durchaus zutreffend: Der Friedensprozess mit Israel sei schon lange zum Erliegen gekommen. Von Fortschritten könne keine Rede mehr sein. Im Gegenteil, die Beziehungen verschlechterten sich rapide. Die Unruhen auf dem Jerusalemer Tempelberg und in der Westbank bestätigen das.

Eine erneute Spirale der Gewalt hatte die israelische Regierung nach dem Abbas-Auftritt in New York vorausgesagt. Müßig, darüber zu debattieren, ob dies eine self-fulfilling prophecy oder nur eine logische Konsequenz ist. Man muss schon sehr einseitig auf das Konfliktgeschehen im Heiligen Land schauen, um ernsthaft zu bestreiten, dass die rechtskonservative Netanjahu-Administration ihren Teil zur verschärften Spannung beigetragen hat. Anders formuliert: Die Frustration der Palästinenser ist verständlich. Zwar weht vor dem UN-Gebäude inzwischen ihre Fahne, aber das bleibt Symbolik. Vor Ort schrumpft der ersehnte Staat auf eine höchst limitierte Selbstverwaltung mit noch begrenzteren Ressourcen.

Ob Abbas mit der Aufkündigung des Oslo-Abkommens sich selbst und die Autonomiebehörde gleich mit in Frage gestellt hat, lässt sich noch nicht sagen. Es wäre zumindest merkwürdig und würde nicht zu den erbitterten Kämpfen passen, die einzelne Palästinenserfraktionen um die Pseudomacht im Gazastreifen und in der Westbank bisher geführt haben. Nein, Abbas will offenkundig einen Perspektivwechsel – weg vom bilateralen und hin zum multilateralen Friedensprozess. >>>


Die Palästina-Israel-Zeitung - Nr. 8 ♦ September 2015 ist erschienen.

Sie kann von der Homepage "Arbeitsgemeinschaft Völkerrecht und Menschenrechte in Palästina und Israel e. V." als pdf heruntergeladen oder noch besser, gedruckt, zum Anfassen, zum Lesen und Weitergeben bestellt werden. >>>

 

Lillian Rosengarten: Eine Jüdin, die mit Israel hart ins Gericht geht - Die 80-jährige Lillian Rosengarten engagiert sich für den Frieden im Nahen Osten - und blickt auf ein bewegtes Leben zurück

(...) 2010 bot sich dann die unverhoffte Gelegenheit, nicht nur mahnend das Wort zu erheben, sondern selbst aktiv zu werden. Aus der israelischen Zeitung Haaretz erfuhr sie von der Organisation "Juden für Gerechtigkeit für Palästinenser", die mit einem Segelboot die israelische Seeblockade durchbrechen und Hilfsgüter wie Schulbücher, Fischernetze und Prothesen nach Gaza bringen wollten. Obwohl ihre Töchter Bedenken äußerten, ließ sich Rosengarten nicht von ihrem Entschluss abbringen. "Da muss ich einfach gehen", sagte sie sich.

Die Fahrt auf der "Irene" mit Besatzungsmitgliedern aus Israel, USA, Großbritannien und Deutschland wurde jedoch zu einem Albtraum. Die israelische Marine rückte mit Kriegsschiffen an, malträtierte ein Crew-Mitglied mit einer Elektroschockpistole und schleppte das Segelboot in den Hafen von Aschdod. Lillian Rosengarten blieb unverletzt, musste jedoch zwei Nächte im Gefängnis verbringen. "Als wären wir Terroristen", erinnert sie sich mit Schrecken. Israel schob die unliebsame Aktivistin ab und erteilte ihr im Alter von 75 Jahren ein zehnjähriges Einreiseverbot. Für Lillian Rosengarten kein Grund, um aufzugeben.

2011 wählte sie stattdessen den Landweg über Ägypten und konnte sich endlich selbst ein Bild von Gaza machen. Obwohl sie sich als Jüdin zu erkennen gab, sprachen die Palästinenser ausgesprochen freundlich mit ihr und luden sie sogar auf eine Hochzeit ein. "Sie sagten: Wir hassen nicht die Juden, wir hassen die Regierung", betont sie. Ansonsten blieben ihr jedoch vor allem die desaströsen Lebensbedingungen in Erinnerung. "In fünf Jahren ist Gaza nicht mehr bewohnbar", mahnt Rosengarten und verweist auf einen aktuellen Bericht >>>

Why is it so hard for leftists to speak out amid terror attacks? - Haggai Matar - Because we are shocked by the terrifying violence. Because we don’t want to play into the interests of the Right. Because we don’t want to appear disconnected from our society. But mainly because we tend to forget that, unlike the right wing, we have a solution for the conflict, and it benefits both Jews and Palestinians — not one or the other.

Palestinian shops are shuttered in the Old City of Jerusalem after Israel restricted entry of Palestinians following a series of stabbing attacks, October 5, 2015. (Faiz Abu Rmeleh/Activestills.org)

Palestinian shops are shuttered in the Old City of Jerusalem after Israel restricted entry of Palestinians following a series of stabbing attacks, October 5, 2015. (Faiz Abu Rmeleh/Activestills.org)

Each morning it seems, or at least I wake up hoping, that this round of violence is over. That there won’t be any more attacks, that “neither side has any interest in an escalation,” as they like to say on television, and any moment now the clouds will cool things down, the rain will wash away all the tears and there will be just a little less bloodletting and pain.

But for now, until that happens, I feel like I have nothing to say. Nothing. Depression and speechlessness. Mostly after the murder of the two parents in front of their children. Mostly-mostly after the deadly stabbing in the Old City, and bewilderment at those people who refused to help the wounded woman. I simply have no words.

And that’s a pretty bad thing for a leftist journalist and blogger, for whom words form an integral part of life, who doesn’t have anything to say. And it seems that it’s not only me. I look around at other writers on Local Call and +972 Magazine and I realize I’m not alone. I refresh my Facebook feed and find the same silence. And what better cure for silence is there than writing about silence itself? >>>

700 artists announce a cultural boycott of Israel . - The campaign was launched Saturday with a letter in The Guardian signed by Peter Kosminsky, Mike Leigh, Jimmy McGovern, Miriam Margolyes, Riz Ahmed, Jeremy Hardy, Brian Eno, Richard Ashcroft, Gillian Slovo, China Miéville, and Liz Lochhead, among others.

The pledge in full, organised by 'Artists for Palestine UK', states: We support the Palestinian struggle for freedom, justice and equality. In response to the call from Palestinian artists and cultural workers for a cultural boycott of Israel, we pledge to accept neither professional invitations to Israel, nor funding, from any institutions linked to its government until it complies with international law and universal principles of human rights. >>>

Video: Palestinian artists answer Israel’s Gaza war propaganda - Linda Paganelli - Their styles may be very different, but three young Palestinian visual artists in the West Bank all view their work as a form of resistance against Israel’s occupation.

“We don’t use violence or blood imagery in the drawings we make,” said Bushra Shanan, who started to superimpose human figures on photographs showing plumes of smoke rising from buildings during Israel’s bombing of Gaza last year.

Shanan explained that she uses these particular images because “anyone who looks at them sees photos of explosions and ash. But for us Palestinians, these pictures have meanings, memories and stories that detail the reality.”

Jihad Abdul Haq relocates those explosions to a foreign context, encouraging viewers to identify with Palestinians. “I am interested in having an international impact,” he said. “You can’t turn your back to someone who is going through war.”

A short animation by Nidal Fattash shows an Israeli gunboat mowing down four boys as they kick a soccer ball on a Gaza beach, their little bodies ascending to heaven.

For these artists, there is no escape from politics. “Here in occupied Palestine, politics are involved in everything,” Fattash said. >>>

Video: Israel lures protesters into trap - This two-minute video, taken on October 7 in the West Bank near Ramallah, is worth studying carefully to understand how Israel has become so adept at managing the Palestinian population under occupation and at foiling their efforts at resistance. We can see about 20 men, faces concealed, who look like they are Palestinian protesters throwing stones at the army. In fact, they are what are called “mistaravim”: Israeli security forces in disguise as Palestinian youths.

According to those who witnessed this incident (see update below), the mistaravim began throwing stones at the army in a piece of theatre to lure other Palestinians to the protest. Then, as we can see in the video, when a few Palestinian protesters separate themselves from the main body of the crowd they are picked off by the mistaravim, like lions going after a gazelle.

Notice, once they have grabbed the main Palestinian in this video, they shoot him in the knee and take turns kicking him. >>>

 


Analysis: Palestinian rebellion underway - Yossi Melman - What should we call the violence? Intifada? Not an intifada? Grassroots terror? Stone intifada? The sad truth is that the name doesn’t matter. he reality is that the West Bank and Jerusalem are on fire. They have been burning for several months, for as long as a year. The Palestinians are on a path to confrontation. The status quo is dying, one way or another. The latest tensions could escalate into a massive Palestinian uprising, or Abbas might resign, or the Palestinian Authority might dismantle, or the Oslo Accords might be canceled, as Abbas has already threatened to do – or all these things may occur simultaneously >>>

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Aktuelle  Nachrichten

Gazastreifen- Israelische Soldaten töten mindestens drei Palästinenser.

Israelische Soldaten erschossen über die Grenze zum Gazastreifen hinweg mehrere Palästinenser. Der dortige Hamas-Chef sprach von einer "neuen Intifada".

Mögliche dritte Intifada: Das sagen führende Palästinenservertreter

Israel beschränkt erneut Zutritt zum Tempelberg für Muslime

Erneut mehrere Verletzte bei Messerattacken in Israel
Netanyahu erteilte Politikern Tempelbergverbot

Palästina: UNO sollen „Verbrechen" Israels untersuchen

SOS-Kinderdörfer in Palästina: Kinder haben Angst vor neuer Gewalt

Israel: Wettkampf der rechten Hetzer

Mosche Miller, der aus New York vor sieben Jahren nach Israel eingewandert ist und für die Organisation „Opfer des arabischen Terrors“ Flugblätter verteilt, sagt, „wir müssen sie töten, bevor sie uns töten, das ist die einzige Lösung“.

700 artists announce a cultural boycott of Israel

Four Palestinian Workers Injured; Trees Uprooted in Two Separate Attacks by Settlers

Videos contradict Israeli police account of their killing of Fadi Alloun

Israel Closes Jerusalem’s Old City; Jerusalem’s Israeli Mayor Urges Israelis to Carry Weapons

Settlers Attack West Bank Palestinian communities; clash with Israeli police in Jerusalem

8. 10. 2015

Mögliche dritte Intifada: Das sagen führende Palästinenservertreter

Netanyahu- Government will take steps against Islamic Movement

Red Crescent: Israeli troops leave 1,289 Palestinians injured in 5 days

Erneut mehrere Verletzte bei Messerattacken in Israel

Israel’s New Right Wants Blood in the Streets

Video: Israel plants armed "stone throwers" among Palestinian protestors

Israeli forces kill Palestinian youth in Jerusalem

Netanjahu hat Ministern und Knesset-Mitgliedern das Betreten der Al-Aqhsa-Moschee verboten

Israeli settlers march through Hebron, harassing and attacking Palestinian residents

Palestinian Youth killed, Four Israeli’s Injured in Tel Aviv Stabbing

West Bank Updates- 94 Injured, at least 20 kidnapped in ongoing clashes

Scheich von Al-Azhar betont Abwehr Israels

Israel/Palestine: Gunfire Kills Child at Protest

Hamdallah says Palestine supports citizens' self-defense

Japan’s New Contribution Boosts WFP’s Assistance In Gaza

Israel blames Facebook, YouTube videos for encouraging Palestinian violence

Auseinandersetzungen zwischen israelischen Militärs und Palästinensern in Ramallah

Palestinian Health Minister- Five killed; 750 Injured during protests this past week

Jerusalem- Youth Killed; at least 35 injured in ongoing clashes

Israel- Soldatin in Tel Aviv mit Schraubenzieher angegriffen

7. 10. 2015

Israeli undercover agents filmed infiltrating Palestinian protests, pulling guns on demonstrators

Vertreter der PLO und Hamas wollen über nationale Aussöhnung sprechen

Die Spannungen im palästinensisch-israelischen Konflikt nehmen rapid zu

Palestinian Red Crescent Society declares state of emergency in the West Bank

Palestinian Teen Killed After Allegedly Snatching Israeli Soldier’s Weapon

Clashes break out across West Bank after Netanyahu declares ‘an all-out war’

Palestinian stone throwers wounded by 'undercover Israelis'

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