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hallo michael borgstede,
ich habe mit interesse ihre intelligenten artikel gelesen werde sie
auch weiterlesen.
durch das was sie schreiben und wofür sie stehen, ist es mir, sind sie
es soviel wert, ich habe den leserbrief "friedmann ist schuld"
herausgenommen.
um gegenseitiges verständnis (und das ist mir wichtig) zu fördern kann
etwas missverstandenes entfernt werden. ich von meiner seite fand den
texteil nicht antisemitisch.
ich bin und werde nie antisemitisch sein, mein leben lang (nun 62 jahre)
habe ich in dieser richtig eine eindeutige meinung gehabt und habe sie
auch immer (wenn es sein musste) offen vertreten. den text fand ich auch
nicht antisemitisch. ich kann mir aber denken, da die vergangenheit, die
schuld die deutsche auf sich geladen haben nicht vergessen werden kann,
nicht vergessen wird, das israelis, juden sehr sensibel, vielleicht auch
übersensibel? auf das was in unserem land geschieht reagieren. ich hatte:
"die gnade der späten geburt", trotzdem trage ich die schuld in mir.
nur, herrn friedmann werfe ich vor, das er im fall möllemann, um kritik
von israel abzuwehren zu unrecht kritik an israel mit antisemitismus
gleich gesetzt hat. wie ich es erlebte hat er auch mit einem gewissen
genuss so am untergang von möllemann mitgearbeitet (der sicher auch kein
engel war). wer hart austeilt andere (wie ich meine) ungerecht diffamiert
und sich als beleidigter saubermann darstellt, darf sich doch auch nicht
wundern wenn man mit einer gewissen freude auf die nachrichten reagiert.
ich weiß nicht, ob sie das verstehen können? warum muss dies denken
gleich antisemitismus sein?
steht ein michael friedmann absolut unkritisierbar, unantastbar für
seine herrkunft und religion, für die religion?
sein verhalten hat bei mir sehr ungute gefühle hervorgerufen. ein
deutscher jüdischer abstammung muss sicher kein besserer mensch sein als
andere, ich habe nie gefragt oder differenziert. aber ich erwarte auch,
dass man weiß, es gibt menschen in deutschland, die haben ihre lektion
gelernt.
den begriff antisemitsch sollte man auch nicht instrumentalisieren,
leichtfetig benutzen um kritik an israel oder hier einen michael friedmann
abzuwenden.
es würde mich interessieren, wo sie etwas antisimitsches gesehen haben?
ich speichere (nur für sie) die seite unter friedmann1, vielleicht können
sie meine wahrnehmung schärfen?
es gibt sicherlich unterschiedliche sensiblitäten. meine palästina
steht nicht für: „für palästina gegen israel“ ich möchte brücken schlagen.
da in der deutschen öffentlichkeit mit einer gewissen
selbstverständlichkeit das leiden der israelis wahrgenommen und bedauert
wird und man dem leiden der palästinenser gegenüber sehr unsensibel ist,
versuche ich aufzuklären.
würde man einseitig nur die seite der palästinenser darstellen würde
ich mit sicherheit eine israel hompage aufmachen. in meiner linksammlung
„glauben“ sammle ich z.b. selbstverständlich auch links zum judentum.
mein engagement für palästina (nicht gegen israelis) ist sicher für
mich auch gerade aus der deutschen geschichte heraus zu erklären.
"nie wieder"
wenn sie mich kennen würden, wüssten sie, das ich (oft zu eigenem
schaden) mich sehr engagiert für gerechtigkeit und verständigung
eingesetzt habe.
da aber für mich z.b. eine zu bekämpfende hamas nicht mit palästina
gleichzusetzen ist kann ich das verhalten der israelischen regierung nicht
nachvollziehen.
es ist sicher auch für mich ein sehr sensibles thema. aus dem gefühl
der schuld meiner „elterngeneration“ heraus hat es lange gedauert bis ich
kritik an der palästinapolitik israels äußern konnte. dies besonders, weil
ich erschreckenderweise recht einflussreiche menschen kennen lernte deren
antisemitismus mich sehr schockierte.
jetzt sehe ich es so, das ich trotzdem, gerade aus dem gefühl der
schuld heraus reagieren muss. das "nie wieder" ist mir etwas sehr ernstes
und ich kann eine gewisse israelische politik davon nicht ausschließen.
gerade deswegen. irgendwann muss man doch mal aus den fehlern die menschen
gemacht haben lernen ... ich kann recht und unrecht nicht noch in die
schublade freund feind unterordnen und unterschiedlich bewerten.
ich weiß nicht, ob sie nachvollzogen haben wie die disskusion zwischen
möllemann und friedmann abgelaufen ist. es ist vielleicht auch die frage,
was und wen möllemann mit seiner israel kritik erreichen wollte. so wie er
sie geäußert hat, habe ich aber nichts gefunden was ich kritisieren könnte.
das ein gemeinsamer feind, die rechtsradikalen vielleicht beifall
klaschten mag sein. dadurch muss eine wahrheit aber auch nicht wieder
falsch sein. das er auch auf den beifall von rechts gehofft hat mag sein,
ändert aber nichts an der richtigkeit seiner kritik.
ich verlinke immer nur die seiten mit interessanten artikeln, ich kopiere sie nicht. es ist so, das in deutschland (soweit ich
es weiß) es auch kein gesetz gibt, das verbietet eine seite nicht zu verlinken.
trotzdem, wenn sie wünschen werde ich den link zu ihrem artikel
beseitigen. vielleicht kann sie meine antwort auch dazu bewegen den wunsch
zurückzunehmen? leider (ich habe gesucht) weiß ich gar nicht, auf welcher
seite ein link zu ihrem artikel ist. vielleicht könnten sie mir die seite
nennen?
wie gesagt, ich möchte keine antisemitische texte auf meiner hp haben
und bin dankbar wenn entsprechende hinweise kommen, dann werde ich sie
entfernen. aus respekt vor ihrer person handele ich bei dem angesprochenen
text sogar gegen meine überzeugung. ich habe nichts finden können was ich
als antisemitsch beurteilen könnte. (alte Friedman Seite
)
es gibt leider (bei allem vorhanden verständniss) viele gründe die
israelische politik zu kritisieren. so wie die selbstmordattentäter
terroristen sind, so empfinde ich die angriffe israels als
staatsterrorismus. ich weiß auch nicht, was von einem staat zu halten ist,
der ohne legitime verurteilung hinrichtungenb vornimmt, in sippenhaft
lebensraum zerstört und dabei en tod unschuldiger in kauf nimmt. das
unrecht das einem geschieht ist keine legitimation unrecht auszuüben.
das muss auch in deutschland gesagt werden dürfen ohne gleich als
antisemit eingestuft zu werden.
mit freundlichem gruß
erhard arendt
dschenin ist für mich ein ort an dem (wie internationale quellen sagen)
sehr deutlich menschenrechtsverletzung begangen wurden, deswegen
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