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Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt

Die Hasbara Abteilungen




Gesteuerte Realitäten - Oliver Eberhardt - Wie im israelisch-palästinensischen Konflikt versucht wird, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen - Bilder, sagt man, sind eine Waffe. Sie sind es, weil sie Meinung bilden, in der internationalen Arena; Meinung, die gebraucht wird, um in Zeiten der Krise zwischen A und B die internationale Unterstützung zu bekommen, die gebraucht wird, um das Maximum für die eigene Seite heraus zu holen. Und weil Bilder und Berichte - auch Text vermittelt in gewisser Weise Bilder - in Zeiten von Massenmedien und öffentlichem Druck viel zu wichtig sind, um sie dem Zufall zu überlassen, wird inszeniert, wo es nur geht, und das oft so, dass es für Journalisten schwer ist, heraus zu finden, wem genau sie da gerade folgen >>>
 

«Brauchen Sie eine Idee für eine Geschichte?»- Journalistische Erfahrungen in Israel und den besetzten Gebieten - Wer als Journalist aus den Konfliktzonen in Palästina berichten will, bewegt sich ständig auf heiklem Gelände. Was dies konkret bedeutet, schildert im Folgenden  Karin Wenger.

 

 

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Wie David Cronin auf electronic intifada berichtet, soll eine von Israel angeheuerte PR-Agentur helfen den Weg für Israels weiteres Vorrücken in die EU zu ebnen. -  Institut für Palästinakunde - Obwohl Israel die Bǘrger- und Menschenrechte der Palästinsenser mit Füssen tritt, ist es ihm bereits unter anderem gelungen Mitglied der OECD und assoziiertes Mitglied des CERN zu werden. Von besonderem Interesse ist für Israel zur Zeit die Aktivierung des ACAA-Protokolls, was es Israel sehr viel leichter machen würde seine Waren in der EU abzusetzen. Bitte lesen Sie hier weiter.

Ergänzende Links: Israel hires lobby firm to win Euro-MPs’ backing for trade deal (ei)
Europol will mehr Datentausch mit Israel (tp)

8.3.2012 - und Studenten sollen lernen, wie man dagegen vorgehen kann. Das meint Eli Avraham, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Haifa. Nun möchte er in einem Seminar Studenten Hilfsmittel und Hintergrundwissen vermitteln, um gegen anti-israelische Berichterstattung vorzugehen. Es sei notwendig, auf die "Epidemie" anti-israelischer Berichterstattung zu antworten, sagte Avraham laut der Tageszeitung "Jerusalem Post". Wie das möglich ist, sollen Studenten im kommenden Frühlingssemester im Seminar "Ambassador Online" (Deutsch: "Botschafter Online") lernen. >>>

3.2.2012 - Israel: Meinungsmache als Studentenjob? - 2.000 Euro pro Jahr: Die Studentenorganisation National Union of Israeli Students sucht Stipendiaten. Als Gegenleistung werden pro-israelische Kommentare im Netz erwartet. - Am Dienstag legten israelische Hacker die Börse in Riad lahm – ein Vergeltungsschlag für einen Cyberangriff saudischer Gegenspieler vom Vortag. Der digitale Kampf im Netz tobt und Israel sieht sich im Netz zunehmend in die Enge gedrängt. Da wirkt der Bericht des palästinensischen Bloggers Ali Abunmah irgendwie stimmig: Er veröffentlichte Anfang des Monats ein Dokument einer israelischen Studentenorganisation, das angeblich ein Stipendium für pro-israelische Online-Propaganda ausschreibt. Werden Studenten etwa bezahlt, um Israels Standpunkt im Netz zu verteidigen? >>>

17.1.2012 - Videobericht - Mit Verordnungen gegen unliebsame Berichte - Israels Regierung setzt kritische Medien unter Druck - Israel betont gerne stolz, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein. Mit der zur Demokratie gehördenden Pressefreiheit hat Israels Regierung aber mitunter ein Problem. Eine neue Verordnung soll es Politikern erleichtern, gegen unliebsame Berichte vorzugehen. Kritischen Medien wird Geld entzogen. >>>

3.1.2011 -Mahnwache gegen den "Israeltag" für Bremer Schulen - Mit einer Mahnwache protestierten am 21. November verschiedene, auch palästinensische Gruppen, gegen den von der israelischen Botschaft gewünschten „Israeltag“ im Bremer „Landesinstitut für Schule“ (LIS). Das Bremer Friedensforum hält solche Schulveranstaltungen, egal von welchen Staaten sie eingebracht werden, für unzulässig und fordert: „Keine Propaganda in der Schule“. >>>

Israeltag 2011 in Bremer Schulen war nur ein mäßiger Erfolg für die Veranstalter - Arn Strohmeyer - (...) Nun sollten auch Bremer Schüler in den Genuss der israelischen hasbara kommen. Die israelische Botschaft in Berlin und die Deutsch-Israelische Gesellschaft der Hansestadt hatten unter dem Motto „Israel anders kennenlernen“ in den Räumen des Landesinstituts für Schulen (LIS) einen Seminar-Tag anberaumt, an dem den Schülern ein zufriedenes und heiteres Land von bunter und multikultureller Vielfalt vorgestellt werden sollte - ein Land, in dem es keinen völkerrechtswidrigen Landraub, keine Siedlungen, keine Besatzung, keine Unterdrückung eines ganzen Volkes und keine Trennmauer gibt. >>>
 

Israel-Propaganda an deutschen Schulen ? - Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck - Arn Strohmeyer - Wenn das Image eines Landes durch eine desaströse Politik nicht mehr zu retten ist, muss die Propaganda ran, um die schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges Licht zu rücken. >>>

28.11.2011 - Eine geheime israelische Gruppe legt eine Karte mit Geschäften an, die Araber beschäftigen - Eine geheime israelische Gruppe arbeitet zur Zeit eine Karte aus mit den Geschäften in Jerusalem, die arabische Bürger beschäftigen, um damit die jüdische Bevölkerung zu deren Boykott aufzufordern. Wie die Tageszeitung Haaretz berichtet, ist die Initiative die Arbeit einer Gruppe der Siedlung Yitzhar im besetzten Westjordanland, die unter dem Motto "Jüdische Arbeit" einen Boikott jener Geschäfte einführen will, die arabische Bürger der Stadt beschäftigen. Einer der Führer der bis jetzt unbekannten Gruppe ist Meir Ettinger, 19 Jahre alter Enkel des israelischen Politikers und Rabbiners Meir Kahane, der bis zu seiner Ermordung durch einen Palästinenser in New York Führer der (inzwischen) verbotenen Kach-Partei war. Seit Ettinger in einer Fischhandlung auf dem populären Markt Mahane Jehuda spioniert hatte, muss er sich seit 10 Tagen auf gerichtliche Anweisung hin fernhalten; nach dem Zeitungsbericht wurden jedoch am vergangenen Donnerstag vier weitere Jugendliche festgenommen, die in der gleichen Mission tätig waren. Das Projekt, mit dem vor mehreren Wochen in nördlichen Stadtteilen im besetzten (Ost-)Jerusalem begonnen worden ist, hat zum Zweck, eine detaillierte Karte aller Geschäfte anzulegen, in denen Araber beschäftigt werden. >>>

Right-wing Israeli group creates booklet listing businesses that employ Palestinians - A grandson of the late Rabbi Meir Kahane, best known for his belief that Arabs should be ethnically cleansed from historic Palestine, is leading a movement to document and boycott all businesses in Israel that employ Palestinians >>>

30.10.2011 - Israel zensiert palästinensische Schulbücher in Ost-Jerusalem -  Jalal Abukhater - Während die Mainstream-Medien mit großen Geschichten dominieren, erhalten die anderen nicht genügend Aufmerksamkeit. Z.B. Israels Jerusalemer Bildungsministerium (JEA) entschied kürzlich, dass alle privaten Schulen in Ost-Jerusalem zensierte Schulbücher verwenden müssten. Das JEA ist eine gemeinsame Körperschaft der Jerusalemer Stadtverwaltung und dem israelischen Bildungsministerium. Im Augenblick sind die öffentlichen palästinensischen Schulen in Ostjerusalem schon von der JEA gezwungen, die zensierten Schulbücher zu benützen. Und nun zwingt die JEA auch die privaten Schulen diese Bücher zu benützen, trotz der Tatsache, dass sie keine Autorität über sie hat. Die Entscheidung ging von einer Initiative des Knessetmitglieds Alex Miller von Yisrael Beiteinu aus, der auch der Vorstand des Knesset Bildungskomitees ist. Miller erklärte, dass  in Ost-Jerusalem das ganze Kurrikulum israelisch sein müsse. Zu Beginn des akademischen  Schuljahres 2011-2012 protestierten Studenten und Eltern gegen diese Entscheidung  ihren Schulen die zensierte Curricula aufzuzwingen. Schüler und Eltern drohten damit, ihren Protest auszuweiten, wenn JEA ihren Druck aufrecht erhält und sagten, sie würden nicht weiter in die Schulen gehen, wenn die Schulverwaltung  den Bedingungen der JEA  nachgibt. Diese Aktion des israelischen Bildungsministerium ist nach dem Internationalen Recht vollkommen illegal, da dieses Ost-Jerusalem als besetztes Gebiet betrachtet wird >>>

3.9.2011 - Die Hasbara Abteilung meldet: Israel Education 'Blitz'
This September, a number of events – namely, the UN vote on the recognition of a Palestinian state, the Third Durban Conference, the beginning of the new academic year, and the High Holidays – will coincide to place Israel firmly in the public spotlight. In the background, the assault on Israel’s legitimacy continues to penetrate into the heart of some Jewish communities, to the point that rather than serving as a source of unity, Israel is turning into a deeply polarizing issue.

The anticipated heightened focus on Israel presents an opportunity to launch a targeted Israel re-engagement effort. The goal: To re-engage Jewish communities with Israel in new ways and to use the concepts of 'broad tent' and 'red lines' to reconnect across the dividing lines.

To date, the following documents have been prepared:
1) Reut - A Call for Action

2) MAKOM - Moving from Confrontation to Engagement
3) Gil Troy - How to Win, and Not Lose, in September
4) MAKOM - Am Chofshi B'Artzenu Educational Booklet

5) Eran Shayshon - To help Israel, Jews must broaden the tent

16.8.2011 - Israel-Propaganda an deutschen Schulen? -  Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck - An Strohmeyer - Wenn das Image eines Landes durch eine desaströse Politik nicht mehr zu retten ist, muss die Propaganda ran, um die schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges Licht zu rücken. genau das geschieht z.Zt. mit Israel. Kürzlich hatte eine globale BBC-Studie ergeben, dass Israel in der internationalen Bewertungsskala mit Iran und Pakistan das Schlusslicht bildet. Diesem Staat, der von sich behauptet, die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten zu sein, steht wegen seiner Politik gegenüber den Palästinensern das Wasser offenbar bis zum Hals. Wie sonst könnte man sich sonst erklären, dass Israels Botschaft in Berlin - wie aus sicherer Quelle verlautete - nun an die Kulturministerien der Bundesländer mit der Aufforderung herangetreten ist, in den Schulen Aufklärungsunterricht über Israel zu erteilen. Wie es weiter heißt, haben mehrere Bundesländer dieses Ansinnen abgelehnt, einige haben sich aber gehorsam bereit erklärt - etwa das Bundesland Bremen, das als besonders Israel-treu gilt. Was sollen deutsche Lehrer nun ihren Schülern im israelischen Auftrag erklären? Warum Israel auch nach 63 Jahren staatlicher Existenz immer noch keine festen Grenzen hat, weil es immer noch dabei ist, sich auf Kosten seiner Nachbarstaaten auszudehnen? Dass dieser Staat gegen das Völkerrecht und die Menschenrechtscharta fremdes, ihm nicht gehörendes Territorium besetzt hält und dessen Bewohner in brutaler Weise unterdrückt? Dass Israel die Ureinwohner Palästinas mit Mauern und elektronischen Zäunen einschließt, um sie voll unter Kontrolle zu halten? Dass der Gaza-Streifen seit Jahren vom Land, von der Luft und vom Meer her belagert wird und den Menschen dort das Nötigste zum Überleben fehlt? Und, und ... man könnte noch zahllose Untaten der israelischen Politik anführen, die aber von der westlichen >>>

23.7.2011 - Murdochs Krise und die pro-israelische Presse - Schlesinger - Rupert Murdoch hat nie einen Hehl daraus gemacht vehementer Unterstützer Israels zu sein. Ganz im Stil seiner unzähligen Boulevardblätter schreckt er dabei auch nicht vor Übertreibungen zurück: Meine eigene Perspektive ist recht einfach: Wir leben in einer Welt in der es einen fortwährenden Krieg gegen die Juden gibt. Murdoch glaubt die heutigen Antisemiten genau zu kennen: Heute scheinen die stärksten antisemitischen Strömungen von der Linken zu kommen. Oft tarnt sich dieser neue Antisemitismus als legitime Kritik an Israel.* Zwischen dem Terrorismus einer Al-Quaida und dem Widerstand der Palästinenser gegen die israelische Unterdrückung macht Murdoch keinen Unterschied. >>>

18.7.2011 - Angriff auf die Meinungsfreiheit - Israelische Regierung unterdrückt kritische Stimmen im eigenen Land - Jody Williams und Rachel Giora (IPS) - Während die Welt den sogenannten arabischen Frühling und dessen Ausbreitung im Nahen Osten verfolgt, häufen sich beunruhigende Anzeichen, daß sich Israel entschlossen haben könnte, grundlegende zivile Rechte abzuschaffen. Jene Stimmen, die für Gerechtigkeit und Gleichheit für die Palästinenser eintreten, sollen zum Schweigen gebracht werden. Zuletzt hat Israel versucht, die Berichterstattung über die Gazaflottille in den internationalen Medien zu unterdrücken. Das staatliche israelische Pressebüro hatte eine Warnung an internationale Medienorganisationen herausgegeben. In dieser wurde die Beschlagnahmung von Presseausrüstung angekündigt und teilnehmendes Medienpersonal mit Deportation und zehnjähriger Verbannung aus Israel bedroht >>>

20.6.2011 - Die Twitter-Krieger von Jerusalem - Israels Armee hat aus früheren PR-Desastern gelernt: Eigene Blogger sollen die Meinungsbildung im Internet prägen. - Max Borowski - Ella hat Bereitschaftsdienst. 24 Stunden, ob am Tag oder mitten in der Nacht, stets kann der Pieper an ihrem Gürtel klingeln, und oft tut er das auch. Etwa jetzt, gegen 10.30 Uhr am Vormittag. Allerdings wird die 19-jährige Israelin nicht etwa zu einer Notoperation in den OP gerufen. Ella ist Soldatin, und ihre Aufgabe ist es, den offiziellen Twitter-Account der israelischen Armee auf aktuellem Stand zu halten >>>
 

 

4.1.2011 - Wegducken hilft nicht - Die Friedensbewegung und der Nahostkonflikt: Nichts ist gut in Gaza, nichts ist gut im Westjordanland - Peter Strutynski - Die Friedensbewegung hat sowohl während des Gazakriegs als auch anläßlich des Überfalls auf die Gaza-Hilfsflotte gegen die israelische Politik protestiert, mit Erklärungen und Petitionen, aber auch mit Demonstrationen und Mahnwachen. Daß es dabei zu gelegentlichen Haßäußerungen teilnehmender Palästinenser oder Türken kam, war verständlich. Begierig wurden aber genau solche Vorfälle von den Medien, insbesondere aber von den selbsternannten Israel-Freunden aus dem Zentralrat der Juden, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und diversen »antideutschen« Gruppen zum Anlaß genommen, der Kritik an der israelischen Kriegs- und Blockadepolitik das Etikett »antiisraelisch« und »antisemitisch« anzuheften. Ein Vorwurf, der in Deutschland besonders schwer wiegt. Das wissen auch die sogenannten Israel-Freunde, weshalb sie dieses Etikett immer häufiger verwenden und damit zum Teil Erfolg haben, beispielsweise wenn Ausstellungen, die sich kritisch mit der israelischen Besatzung befassen, in Rathäusern oder anderen öffentlichen Einrichtungen oder Gewerkschaftshäusern verboten werden. Auch Israel verstärkt seine Imagewerbung im Ausland. 2011 sollen die PR-Ausgaben in den wichtigsten europäischen Botschaften des Landes verdoppelt werden. Ziel ist eine öffentliche Pro-Israel-Kampagne, die mehr Verständnis für die Politik und die Rolle Israels im Nahostkonflikt wecken soll. Die Botschaften folgender Hauptstädte wurden für die Kampagne ausgewählt: London, Berlin, Rom, Madrid, Paris, Den Haag, Oslo und Kopenhagen. Schwerpunktmäßig sollen Personen rekrutiert werden aus lokalen Jüdischen Gemeinden, aktive Mitglieder christlicher Organisationen, Journalisten, Politiker, Intellektuelle, Akademiker und Aktivisten studentischer Organisationen. Es ist also damit zu rechnen, daß die Hardliner unter den »Israel-Freunden« auch hierzulande ihre diffamierenden Aktivitäten – bezahlt oder nicht – verstärken werden. >>>                 Grafik Ben Heine
Dokumentation - Die Hasbara Abteilungen >>>


Israelische Hasbara - Jerusalem Center for Public Affairs
http://www.jcpa.org/JCPA/index.asp


"Israel´s Web War Declaration: Hasbara Goes WWW"
http://occupiedpalestine.wordpress.com/2011/05/22/israels-web-war-declaration-hasbara-goes-www/

 

"Peace, Propaganda and the Promised Land" US Media and the Israeli-Palestinian Conflict - Video
http://video.google.com/videoplay?docid=-2165626245072381061#

1.12.2010 - Israel tries to clean up its image abroad - Catrina Stewart - Israel's ultra-nationalist Foreign Minister is proposing a major new public relations drive in Europe aimed at bolstering Israel's flagging image. The campaign, expected to launch early in the new year, would rely on teams of volunteers in Britain, Germany, France, Italy and Spain to deliver Israel's message, while professionals from public relations and lobbying firms would also be hired to for the rebranding initiative.The campaign is the pet project of Avigdor Lieberman, Israel's Moldovan-born Foreign Minister, who is better known for his public relations gaffes than for his diplomacy. Nevertheless, the move also reflects a growing sense among Israelis that they are misunderstood and misrepresented overseas. >>>

Israel plant großangelegte Image-Kampagne in Europa - Das israelische Außenministerium plant offenbar eine großangelegte Image-Kampagne in mehreren EU-Staaten. Die israelischen Botschaften in London, Berlin, Rom, Paris, Madrid, Den Haag, Oslo und Kopenhagen hätten Anweisungen erhalten, für ein besseres Bild des Landes zu sorgen, bestätigte ein diplomatischer Vertreter am Sonntag in Jerusalem. Nach Informationen der israelischen Tageszeitung "Haaretz" wurde das Budget für die Öffentlichkeitsarbeit in den acht Städten verdoppelt >>>

Ein Volk von Botschaftern -  Peter Münch - Ob Gaza-Krieg oder der mutmaßliche Mossad-Mord: Das Ansehen Israels hat kräftig gelitten. Jetzt sollen Israelis auf Reisen Werbung für ihr Land machen - mit Argumenten der Regierung. >>>

Lieberman urges Europe embassies to use 'allies' in PR efforts - New advocacy campaign to begin early next year, will make extensive use of professional advocacy and public relations experts by Israeli embassies in Europe. - Barak Ravid - The Foreign Minister is planning to initiate a new public relations campaign >>>
 

Jonathan Cook: Publish it Not - Jonathan Cook - Probably like many other journalists, at some point in my childhood I fell in love with the idea of the crusading, fearless reporter – unafraid of bullying figures of authority and always looking out for the little guy. This image was fed by the greatest of all myth-making movies about journalism: All the President’s Men  >>>


Hasbara - Honestly Concerned, Sacha Stawski  meldet - Wie man sich für Israel im Netz einsetzen kann - HonestReporting Media BackSpin - HonestReporting und Awesome Seminars haben sich zusammengetan, um für Sie einen kleinen Kurs zu erstellen, der Sie fit macht für die argumentative Verteidigung Israels. In diesem selbstverständlich frei erhältlichen 6-teilgen Programm geben wir Ihnen die Werkzeuge an die Hand, die Sie benötigen. >>>


Von Presseausweis-Entzug bis Mord.
- Thomas Immanuel Steinberg - Wie der israelische Staat weltweit die wahrheitsgemäße Berichterstattung über Palästina und Israel unterdrückt. Jonathan Cook, Publish It Not, .pdf-Datei, 27 Seiten. Siehe auch Hasbara - Zionistische Propaganda

Honestly Concerned und sein Netzwerk - Chefredakteur Sacha Stawski  >>>

8.9.2010 - 101 Journalisten seit Beginn 2010 durch israelische Truppen verletzt - Die palästinensische Nachrichten- und Informationsagentur WAFA hat einen Bericht veröffentlicht, der die Gewalt Israels gegen palästinensischen Journalisten von Beginn 2010 bis zum 31. August dokumentiert. >>>

Nahost-Konflikt: Wahrheit wird zur Ansichtssache - In Israel ist Zensur ein offizieller Bestandteil der Medienlandschaft – Sicherheit steht über der Pressefreiheit - Im achten Stockwerk des Al-Majid-Gebäudes in Bethlehem lehnt sich Nasser Al-Laham in seinem Ledersessel zurück. Eine fast leere Schachtel Marlboro und der kalte Rauch, der von der Klimaanlage umgewälzt wird, zeugen von durcharbeiteten Nächten. Nasser ist Chefredakteur der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma'an News, für ihn die letzte Bastion der Pressefreiheit im Westjordanland. „Nur wir liefern noch unabhängigen Journalismus“, sagt er. Im Regal steht ein Foto von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Es scheint ihm stumm zu widersprechen. Denn parteiisch, ja, das sei er schon, räumt Nasser ein. „Ich bin Araber, ich kümmere mich um meine Leute.“ Wenn er von seiner Heimat Palästina spricht, von Israel und der Besetzung, will er nicht leugnen, auf welcher Seite er steht. Der endlose Konflikt hat ihn zu einem verbitterten Mann werden lassen. >>>

30.8.2010 - Unter Aufsicht: Journalisten in Israel - Palästinensische Journalisten klagen über Repressalien durch Israel – doch auch israelische Medien unterliegen der Zensur. Israel rangiert auf der Liste "Feinde der Pressefreiheit" direkt hinter dem Iran. - Im achten Stockwerk des Al-Majid-Gebäudes in Bethlehem lehnt sich Nasser Al Laham nachdenklich in seinem Ledersessel zurück. Eine fast leere Schachtel Marlboros und der kalte Rauch, der von der Klimaanlage umgewälzt wird, zeugen von einer durchgearbeiteten Nacht. Nasser ist Chefredakteur der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an News (MAN), für ihn die letzte Bastion der Pressefreiheit im Westjordanland. „Nur wir liefern noch unabhängigen Journalismus“, sagt er. Im Regal steht ein Foto von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Es scheint ihm stumm zu widersprechen. Parteiisch sei er schon, räumt Nasser ein. „Ich bin Araber, ich kümmere mich um meine Leute.“ Wenn er von seiner Heimat Palästina spricht, von Israel und der Besetzung, will er nicht leugnen, auf welcher Seite er steht. Sechs Jahre hat er in israelischer Gefangenschaft verbracht. Er gibt zu, wie schwer es ist, über seinen Feind fair zu berichten. „Aber wir versuchen es“ >>>

20.8.2010 - Israelischer Kurs gestartet! - Zwei israelische Gruppen haben in Jerusalem gemeinsam einen zionistischen Kurs ins Leben gerufen. Sie rufen zur Manipulation von Wikipedia und anderen großen Foren, Portalen und sozialen Netzwerken auf. Der Krieg zwischen Palästina und Israel findet bekanntlich auch im Netz statt. 12.000 Personen sollen sich derzeit alleine auf der Seite Israels daran beteiligen. Der Gemeinderat Yesha repräsentiert die israelische Siedlungsinitiative. Zusammen mit den ultrakonservativen Sheli haben sie nach Informationen des Guardian diese Woche einen ersten Workshop zum Thema Internet in Jerusalem gestartet. Sie erklären ihren Teilnehmern, wie man effektiv die wichtigsten Einträge von Wikipedia und anderen wichtigen Quellen verfremdet. Ein Sprecher der Yesha behauptet, sie würden ihren Zuhörern nur die Methoden der Gegenseite vorführen wollen >>>

24.7.2010 - Flotte ohne Wellenschlag - - Warum Israel den PR-Krieg nicht verloren hat und trotzdem auf seine Kritiker hören sollte -  Stephanie Doetzer - (Originaltext erschienenen in: Executive Magazine, Beirut, Juni 2010) - “Können wir noch irgendetwas für Sie tun?” fragt ein junger Herr vom israelischen Geheimdienst nach zehn Minuten Verhör im Plauderton. Mohamed Vall, ein Al Jazeera Korrespondent auf der Mavi Marmara, gehörte zu den VIP-Passagieren des Schiffes – also jener Gruppe aus Parlamentariern und Journalisten, die sich über eine vergleichsweise sanfte Sonderbehandlung freuen konnten. Sanft heißt hier: Während die Hände der meisten Aktivisten hinter ihrem Rücken zusammengebunden wurden, bekam Mohamed die Handschellen vorne angelegt. Und im Gegensatz zu manchen Mitfahrern, durfte er nach Belieben aufs Klo.  Wäre Mohamed nicht zufällig ein Freund von mir, ich hätte immer noch keine konkrete Vorstellung davon, was eigentlich passiert ist, an jenem 31.Mai, an dem die israelische Marine die Gaza-Flotille kaperte und die Passagiere drei Tage lang von der Aussenwelt abschirmte. Hätte ich mich auf westliche Medien verlassen, ich glaube, ich hätte nicht viel kapiert. Klar, ich habe Zeitung gelesen und mich von einem Nachrichtensender zum nächsten gezappt, drei Tage lang. Fühlt sich an wie eine Schleife aus Déjà-Vus: Die Sache mit der Flotille ist neu, der Rest ritualisierte Routine. Die israelischen Militärsprecher sagen, was sie sonst auch immer sagen, Journalisten und Politiker hecheln durchs Hamsterrad ihrer eigenen Verhaltensmuster: Arabische Kommentatoren verstricken sich in ihrer emotionaler Betroffenheit, westliche dagegen in ihren eigenen Vorsichtsmaßnahmen. Dass im Nahen Osten Zivilisten sterben, ist nichts Neues. An tote Palästinenser hat sich die Welt gewöhnt. An tödliche Angriffe aufs Hilfskonvois immerhin noch nicht. Wenn es dann noch um Passagiere aus 40 verschiedenen Ländern geht und um mutmaßliche Piraterie auf hoher See, dann hat die Geschichte das Zeug zur Top-Story auf allen Titelseiten. Aber es wurde keine Top-Story, jedenfalls nicht in Deutschland und den USA.  >>>           

22.7.2010 - Kampfsprache: Die neue Propaganda - ISM - Germany - Der Journalismus hat sich zu einem sprachlichen Schlachtfeld entwickelt – und wenn Reporter Begriffe verwenden wie: “ein Aufflammen der Gewalt”, oder “Surge”, oder “Siedler”, dann spielen sie weiter mit dem schädlichen Spiel, argumentiert Robert Fisk. Haben sie dem Neuesten auf dem Gebiet der Nachrichtensemantik gefolgt? Der Journalismus und die israelische Regierung verstehen sich prächtig. Es ist der islamistischer Terror, türkischer Terror, Terror der Hamas, Islamischer Jihad Terror, Terror der Hisbollah, Terror der Aktivisten, Krieg gegen den Terror, der palästinensische Terror, muslimischer Terror, der iranische, syrische und antisemitische Terror … Aber ich tue den Israelis Unrecht. Ihr Lexikon und das des weißen Hauses- meistens- und das unserer Reporter ist dasselbe. Ja, seien wir fair mit den Israelis. Ihr Lexikon besteht aus: Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror. Wie oft habe ich das Wort “Terror” benutzt? Zwanzig mal. Aber es hätte genauso gut 60 oder 100, oder 1000, oder eine Million mal sein können. Wir sind verliebt in dieses Wort, verführt von ihm, fixiert von ihm, angegriffen von ihm, vergewaltigt von ihm, ihm verpflichtet. Es ist Liebe und Sadismus und Tod in einer Doppel-Silbe, das Prime-Time-Titellied, der Beginn Fernsehsinfonie, die Überschrift auf jeder Seite, ein Satzzeichen in unserem Journalismus, ein Semikolon, ein Komma, unser mächtigster Punkt. “Terror, Terror, Terror, Terror” >>>

12.7.2010 - Der Reporter als Feind - Er will von Bord der Gaza-Flotilla berichten, doch ­israelische Elitesoldaten nehmen ihn fest. Die verstörende Bilanz eines eingebetteten Journalisten - Mario Damolin - Berlin, Sommer 2010, Fête de la Musique im Mauerpark. Flohmarkt und viele Büdchen, eine junge Frau mit pechschwarzer Punkfrisur und Schläfenlocken offeriert „israelischen Kuchen“. Es sind gerade einmal zwei Wochen nach meiner Rückkehr aus dem israelischen Gefängnis Beerscheva, wo ich einige Tage einsaß, weil ich als Reporter auf einem jener Schiffe der „Gaza-Flotilla“ war, die von der israelischen Marine in internationalen Gewässern im Namen der „Selbstverteidigung“ aufgebracht worden waren. Ich eröffne das Gespräch, das in englischer Sprache geführt wird: „Solchen Kuchen hat es im israelischen Gefängnis nicht gegeben.“ Sie: „Im Gefängnis? Wegen etwas Bösem?“ Ich: „Ich war auf einem Schiff der ‚Gaza-Flotilla‘, für eine deutsche Zeitung. Ist das böse?“ Sie, einen Schritt zurücktretend: „Das war eine Provokation gegen mein Land. Ich verkaufe Ihnen nichts.“ Ich: „Aber ich war beruflich dort.“ Sie: „Ich verkaufe nichts an Provokateure.“ Also: ich bin ein Provokateur. Einer, der Israel provoziert hat, und der nicht zu beklagen braucht, was danach mit ihm passierte. Unterschiedslos fallen alle, die von der israelischen Marine auf offener See von bewaffneten Elitesoldaten der Einheit „Shayetet 13“ festgesetzt wurden, in die Kategorie „Provokateur“ oder „Angreifer“. Also: ich bin ein Provokateur. Einer, der Israel provoziert hat, und der nicht zu beklagen braucht, was danach mit ihm passierte. Unterschiedslos fallen alle, die von der israelischen Marine auf offener See von bewaffneten Elitesoldaten der Einheit „Shayetet 13“ festgesetzt wurden, in die Kategorie „Provokateur“ oder „Angreifer“. >>>

24.6.2010 - Fighting talk: The new propaganda - Journalism has become a linguistic battleground – and when reporters use terms such ‘spike in violence’ or ‘surge’ or ‘settler’, they are playing along with a pernicious game, argues - Robert Fisk - Following the latest in semantics on the news? Journalism and the Israeli government are in love again. It's Islamic terror, Turkish terror, Hamas terror, Islamic Jihad terror, Hezbollah terror, activist terror, war on terror, Palestinian terror, Muslim terror, Iranian terror, Syrian terror, anti-Semitic terror... >>>

23.6.2010 - Die Depro - Blogger - Software - Na, werte Kolleginnen und Kollegen, Bloggerinnen und Blogger, heute schlecht drauf, keinen Power zum Posten? Das hier ist die Lösung – aus Israels Denkfabrik. Im Erziehungs- Departement der Ben Gurion - Universität im Süden Israels haben fitte Forscher eine Sprachen- Erkennungs- und Analyse- Software entwickelt. Soweit, so wenig originell. Aber es kommt noch besser, viel besser: Das Programm soll doch tatsächlich depressive Blogger finden können. Forschungsleiter Professor Yair Neuman meint, die Software könne Sozialarbeiter dabei helfen, Hilfsbedürftige zu finden und ihnen empfehlen, sich unterstützen zu lassen. Sagt der Professor. Ein kleiner Einschub scheint freilich angebracht: Wer, denken Sie, hat die Forschungsarbeit der Universität finanziert? Richtig, das israelische Verteidigungsministerium >>>

23.6.2010 - Pressefreiheit in der arabischen Welt - Grenzenlose Posse - Hamid Skif - Es ist nicht gut, in der arabischen Welt ein Journalist zu sein. Diese Wahrheit sollte sich im Mai anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit bestätigen. Während sie auf dem Rest des Planeten Fortschritte macht, erlebt die arabische Welt diesbezüglich kafkaeske Situationen. Jegliche freie Meinungsäußerung wird, auch unter Anwendung von Gewalt, im Keim erstickt. (...) von Israel besetzten Gebieten sind palästinensische Journalisten immer wieder Opfer der israelischen Armee, besonders nahe der Trennmauer, die der Besatzer im Zentrum des palästinensischen Gebiets errichtet. Seit 2009 zählt man über 60 Aggressionen dieser Art. Kameramänner und Pressefotografen geraten besonders ins Visier der israelischen Streitmächte, die eine Informationssperre aus palästinensischen Gebieten durchzusetzen versuchen. Diese permanenten Aggressionen gegen palästinensische Journalisten stoßen in den westlichen Medien leider nicht auf Widerhall. >>>

28.5.2010 - Propagandaoffensive gegen die Gaza Freedom Flotilla (SB)  - Israelische Regierung erklärt Gazastreifen für angemessen versorgt - In Israel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Gaza Freedom Flotilla daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen. Einer offiziellen Verlautbarung der israelischen Marine zufolge werde man gemäß dem Beschluß der Regierung die Flottille daran hindern, den Küstenstreifen zu erreichen. Wie der Kommandant der israelischen Marine, Generalmajor Eliezer Marom, erklärte, bestehe ein klarer Auftrag, den die Marine erfüllen müsse. Man habe nicht die Absicht, den Hunderten von Passagieren Schaden zuzufügen. Deshalb habe er seine Truppen angewiesen, sich nicht provozieren zu lassen und fair abwägend zu agieren, um das Gelingen der Mission nicht zu gefährden. Man wolle den Besatzungen die Gelegenheit geben, in jedem Stadium umzukehren oder die Kontrolle über die Schiffe zu übergeben. Die Sicherheitskräfte würden die von der Flottille transportierten Hilfsgüter an sich nehmen und nach einer Sicherheitsprüfung in den Gazastreifen transferieren. >>>                     Zwei Videos zum Theme Propaganda:  1  2

Berichterstattung Nahost: “Wortwahl der Mächtigen, von Journalisten nachgeplappert” - Karim El-Gawhary - Journalismus und die „Wortwahl der Mächtigen“, lautet der Titel eines Essays des britischen Nahost-Korrespondenten Robert Fisk. Auf der Webseite von Jazeera International gibt Fisk Journalisten, Lesern, Zuhörern und Zuschauern, die sich mit der Region des Nahen- und Mittleren Ostens beschäftigen, viel Stoff zum Nachdenken. „Macht und Medien, dabei geht es nicht nur um nette Beziehungen zwischen Journalisten und politischen Führern, zwischen Redakteuren und Präsidenten. Es geht nicht um die parasitär-osmotische Beziehung zwischen angeblich ehrenhaften Reportern und den Verflechtungen der Macht, die zwischen dem Weißen Haus, dem State Department, dem Pentagon und zwischen Downing Street, dem Foreign Office und dem Verteidigungsministerium verlaufen: Im westlichen Zusammenhang spiegelt sich diese Beziehung zwischen Macht und Medien auch in den Worten und der Wortwahl wider“, Robert Fisk - Journalisten argumentiert er, seien zu „Gefangenen der Sprache der Mächtigen“ geworden. Dann nimmt er sich einiger Phrasen an, die Generäle gern verbreiten und Journalisten bedenkenlos kopieren. Etwa der „spike of violence“ >>>

22.5.2010 - Israelis made ’strategic theft’ of ISM’s video cameras - Philip Weiss - On a number of occasions, we've run photos and reports from International Solidarity Movement, which has volunteers throughout the occupied territories, ala freedom riders of the '60s. ISM volunteers make these recordings at great risk. Rachel Corrie was a member of ISM. Well ISM is reporting that the Israelis have made a "strategic theft" of a lot of its media equipment, and is seeking donations to buy new cameras. Its report follows: The ISM media office was raided two times in the span of four nights in February, when Bridget Chappell and Ariadna Jove Marti were arrested. In the raids, the Israeli military stole all of our computers (three laptops, one desktop) as well as several video cameras. Just a few weeks ago, the Hebron office was broken into while activists were away. We believe the military is also to blame because neighbors reported soldiers coming to look through the windows multiple times when the apartment was empty, and in the raid two laptops, multiple cameras, photo memory cards and USB memory devices were stolen, while other valuables were left in plain sight. >>>


12.5.2010 -
Vom Frieden und so - André Marty - Schon von Palestinian Media Watch gehört? Hm, dann schauen Sie zuwenig amerikanisches Fernsehen, oder zumindest nicht zur Primetime. Dann ist nämlich zur Zeit folgender Werbespot in Sachen Frieden zu sehen:

PMW Ad - Palestinian leaders glorify terror  

Kurz ein Wort zu Palestinian Media Watch: Gegründet wurde die Organisation 1996 von Itamar Marcus, der in einer Siedlung im besetzten Westjordanland lebt. Itamar Marcus, einst Einflüsterer des damaligen Premiers Netanyahu, und seine Gefolgschaft haben es sich zur Aufgabe gemacht, in palästinensischen Schulbüchern und Medien anti- israelische Hetze aufzustöbern. Und die Jäger werden immer wieder mal fündig. Das leidige ist freilich, dass aus der berechtigten Kritik an Hetze eine eigentliche Obsession geworden ist >>>              Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt >>>

 

Shin Bet recruiters enticing Palestinian medical students with Jerusalem entry permits - Students claim security service blocked medical training after they refused to spy for Israel. - Amira Hass - The Shin Bet security service is trying to recruit Palestinian medical students as a condition for granting them entry permits to Jerusalem, according to two medical students at Al-Quds University pursuing internships in Palestinian university hospitals in the city. The two students told Haaretz that a "Captain Biran" who said he was the Shin Bet agent responsible for monitoring the university told them to report on other students and their activities as a condition for renewing their entry permits. After both refused, they were effectively prevented from choosing a residency specialty and continuing their medical training. >>>

 

Israeli Soldiers Continue Targeting Palestinian Photographers in West Bank - Palestinian press photographers have always been targeted by the Israeli forces and at least three have been arrested and two others have been physically attacked by Israeli soldiers in the West Bank since the start of April. “These incidents must stop,” Reporters without Borders said. “The Israeli army must investigate them and punish the soldiers responsible.” In the latest incident, an Israeli soldier fired a tear-gas grenade at photographer Muammar Jamil Awad, while he was covering the weekly protest in Beit Jala (a village 10 km south of Jerusalem) against the Israeli separation wall. He was taken directly to Jerusalem’s Sheari Tzedek hospital for treatment to a head injury. An Israeli soldier arrested Najeh Al-Hashlamoun, a photographer with the ABA news agency, while he was covering clashes between Palestinians and ISRAELI ARMY troops in Beit Omar, a village to the north of Hebron, on 24 April. Al-Hashlamoun was released 45 minutes later but his camera was confiscated. The clashes were prompted by the seizure of land belonging to Palestinians. Muhib Al-Barghouti, a photographer with the newspaper Al-Hayat Al-Jadida, was detained by the Israeli army while covering the weekly demonstration against the separation wall in Bili’n (outside Ramallah) on 23 April. He was released at 8 a.m. the next day. During the demonstration, Agence France-Presse photographer Abbas Al-Moumni was injured as a result of a shot fired by an Israeli soldier. >>>

 

Journalistin drohen 14 Jahre Haft - Israel will gezielte Tötungen totschweigen - Michael Borgstede - Es geht um illegale Tötungen mutmaßlicher Terroristen durch Israels Armee. Eine junge Journalistin wollte die Fälle aufdecken. Jetzt steht sie unter Hausarrest, ihr drohen 14 Jahre Haft. Israelische Medien dürfen darüber nicht berichten: Über dem Fall liegt eine richterliche Nachrichtensperre.  >>>
Zu den Bildquellen bitte Bilder anklicken - Bild oben links
Anat Kam in sorgenfreien Tagen.

Artikel von Judith Miller über den Fall Kamm >>>

Die zensierte Seite neun der Tageszeitung "Yedioth Ahronoth" vom Dienstag dieser Woche >>>

Next Israel Military Order- Earth to Cease Rotating Around Sun >>>

Der Militärzensor am Werk - André Marty >>>

Enge Pressefreiheit in Israel - Unterdrückung eines Berichts über eine gezielte Tötung - George Szpiro - Einer ehemaligen israelischen Soldatin droht eine Anklage wegen Verrats. Sie soll Dokumente über die gezielte Tötung von palästinensischen Militanten verbreitet haben. Die Berichterstattung über die Affäre wurde zensuriert. >>>
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Das Medien - Blackout - André Marty -  In Israels Medien ist nichts davon zu lesen, kein einziges Wort. Rein gar nichts. Und selbst Israels Blogger haben zu schweigen, was sie auch teilweise tun. >>>

Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen - Dr. Alexander von Paleske - Anat Kam (23), (...)  verraten zu haben. >>>

April 2010 - Enge Pressefreiheit in Israel - Unterdrückung eines Berichts über eine gezielte Tötung - Einer ehemaligen israelischen Soldatin droht eine Anklage wegen Verrats. Sie soll Dokumente über die gezielte Tötung von palästinensischen Militanten verbreitet haben. Die Berichterstattung über die Affäre wurde zensuriert. - George Szpiro - Die israelische Tageszeitung «Yedioth Acharonot» hat in ihrer Dienstagausgabe Passagen eines Berichts einschwärzen müssen. Der Bericht handelt von der 23-jährigen Journalistin Anat Kam >>>

Das Medien - Blackout - André Marty -  In Israels Medien ist nichts davon zu lesen, kein einziges Wort. Rein gar nichts. Und selbst Israels Blogger haben zu schweigen, was sie auch teilweise tun. >>>

Sonderseite: Anat Kamm - Uri Blau >>>

Israels scharfes Durchgreifen gegenüber liberalen Juden …  - Chris Hedges - Die israelische Regierung hat,  nachdem ihre brutalen Kriegsverbrechen im Gazastreifen im Detail im UN-Bericht von Richter Goldstone offengelegt wurden, eine Reihe von drakonischen Maßnahmen unternommen, um Dissidenten in Misskredit und zum Schweigen zu bringen, auch führende  Intellektuelle und Menschenrechtsorganisationen innerhalb und außerhalb Israels, die angeklagt werden,  mit falschen Aussagen Goldstones UN-Mitarbeitern beigestanden zu haben . Die Regierung  Benyamin Netanyahu versucht gerade, Israels  beste Menschenrechtsorganisationen, einschließlich B’tselem,  des Neuen Israel Fund (NIF) und der Vereinigung für zivile Rechte in Israel zu schließen. Sie ist eifrig dabei, Friedensaktivisten und Ausländer aus dem palästinensischen Gebieten  auszuschließen. Wenn die Kampagne unkontrolliert verläuft, wird sie für die Palästinenser und auch für Israel eine Katastrophe werden. >>>

Reut Institute, Israel - Sabotage und Angriff heißen jetzt Unterminierung - Thomas Immanuel Steinberg - Das Reut [gesprochen re-ut] Institute, Israel, hatte in der Ankündigung seiner Ratschläge zur Verbesserung des Images Israels in der Welt (mit weiterführendem Link) zu Sabotage und Angriff auf Anti-Zionisten geraten. Stillschweigend hat es inzwischen diese Begriffe gestrichen und spricht stattdessen "nur" von Unterminierung. Ali Abunimah hat den Screenshot. Doch man braucht keine Wünschelrute. Die Maulwürfe sind bekannt, aus den Gängen piept es unablässig "Antisemit, Antisemit". >>>

Israel: Image-Kampagne - Ein Volk von Botschaftern - Peter Münch - Ob Gaza-Krieg oder der mutmaßliche Mossad-Mord: Das Ansehen Israels hat kräftig gelitten. Jetzt sollen Israelis auf Reisen Werbung für ihr Land machen - mit Argumenten der Regierung. Den Auftakt der Kampagne bilden satirische Fernsehspots, die zur besten Sendezeit den Israelis vorführen, wie tumbe ausländische Journalisten die Wahrheit verfälschen: Da läuft ein englischer Reporter durch die Wüste und berichtet seinen Landsleuten, dass das Kamel das Haupttransportmittel der Israelis sei und auch von der Kavallerie genutzt werde. Oder eine französische Korrespondentin schildert dem Publikum das Leben inmitten ständiger Explosionen, während im Hintergrund Bilder eines Feuerwerks laufen. Am Ende erklärt eine sonore Stimme: "Wenn du etwas dagegen tun willst, wie Israel in der Welt dargestellt wird, dann gehe auf die Webseite des Ministeriums für Aufklärung." >>>

Israel startet Image-Kampagne - Israel ist ständig darum bemüht, sein Image in der Welt zu verbessern. Dieses Bemühen ist nicht von Erfolg gekrönt. Negativschlagzeilen überwiegen: Die Gaza-Offensive „Gegossenes Blei“, der mutmaßliche Mossad-Mord in Dubai, die neusten Ausschreitungen in Hebron und Jerusalem – die Liste ließe sich endlos fortführen. Im internationalen Ausland schwindet das Ansehen Israels rapide. Damit soll nun Schluss sein. In der vergangenen Woche begann eine Kampagne, um dem jüdischen Staat zu einem besseren Ruf zu verhelfen.  Und wie soll das funktionieren? Jedes Jahr reisen mehr als drei Millionen Israelis ins Ausland. Die Reiselust seiner Bürger will der Staat nun nutzen. Sie alle sollen Teil der Kampagne sein. Sie alle sollen Botschafter sein. Am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv erhalten ausreisende Israelis Broschüren, in denen erklärt wird, wie im Ausland ein positives Bild von Israel vermittelt werden kann. >>>>

Wer eine Reise tut, kann in Israel etwas erleben... - Fatima - Liebe FriedensfreundInnen, wie die meisten von Euch wissen, wollte ich meinen Urlaub vom 22. Februar bis zum 17. März in Palästina verbringen, um den Menschen dort zu helfen. Da ich bei meiner letzten Reise im Herbst 2009 keine Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise in Tel Aviv hatte, rechnete ich bei meiner 2. Reise auch nicht mit größeren Problemen. Es sollte aber leider anders kommen: Am 22. Februar erreichte ich gegen 19 Uhr den Flughafen Ben Gurion. Bei der Passkontrolle antwortete ich auf entsprechende Fragen, warum ich nach Israel gekommen sei, dass es mir hier gut gefallen habe und ich jetzt noch mehr interessante Orte wie Haifa, Akko und das Tote Meer aufsuchen wolle. Ich wurde in ein Wartezimmer geschickt, wo ich ca. 1 Stunde verbrachte. Schließlich rief mich ein Mann in ein Zimmer und stellte mir viele merkwürdige Fragen. Ich sagte ihm das gleiche, aber er schien mir nicht zu glauben. Er sagte mir auch, wenn ich ihn anlügen würde, würde er mich zurückschicken. Er fragte mich u. a., ob ich auch in die Westbank wolle und hier Bekannte hätte. Schließlich stellte er mir auffallend viele Fragen über ISM, d. h. die Organisation, bei der ich als Volontärin tätig sein wollte. ("Are you a part of ISM", "are you in touch with ISM", "do you know ISM" usw.) Ich verneinte natürlich und nichts in meinen mitgebrachten Sachen, die zu der Zeit noch gar nicht kontrolliert waren, wieß mich als Palästina-Sympathisantin aus. Der Verdacht liegt daher sehr nahe, dass Israel meine an ISM geschickten emails abgefangen hat. >>>

Mazin Qumsiyeh: "Die israelische Armee ist hinter mir her" - Eskalation der israelischen Repression in Palästina - Die israelische Armee marschierte in der Nacht des 2. März in Mazin Qumsiyehs Viertel in Beit Sahour ein, einen Vorort von Bethlehem. Sie holte seine Mutter aus dem Schlaf, seine Frau und seine Schwester. Schwer bewaffnete Soldaten riegelten während dieser "Operation" Straßen ab. Als seine Familie die Tür öffnete, verlangten sie Mazin Qumsiyeh zu sehen. Ihnen wurde gesagt, dass er in die USA gereist sei. Hier antwortet er auf die Fragen von Silvia Cattori. (Englisches Original unter www.silviacattori.net/article1130.html, deutsche Übersetzung: Anis Hamadeh) Mazin Qumsiyeh ist ein unermüdlicher Aktivist für die Menschenrechte in Palästina. Er kehrte in sein Heimatdorf Beit Sahour in der von Israel besetzten Westbank zurück und unterrichtet an den Universitäten von Bethlehem und Birzeit. Zuvor unterrichtete er an den Universitäten von Tennessee, Duke und Yale. Er ist Präsident des "Palestinian Center for Rapprochement Between People" in Beit Sahour, einem Vorort von Bethlehem. Qumsiyeh ist Autor von "Sharing the Land of Canaan: Human Rights and the Israeli-Palestinian Struggle" (2004) und sowohl ein Menschenrechtsaktivist als auch ein Wissenschaftler mit einer langen Liste von Publikationen im Fach Genetik. Silvia Cattori: Es heißt, dass Israel mit Härte gegen gewaltlose Proteste vorgeht. Können Sie etwas zum Hintergrund dieser Situation sagen? Mazin Qumsiyeh: Den zivilen gewaltlosen Widerstand gegen das zionistische Kolonialprojekt in Palästina gibt es schon länger als 120 Jahre. Er steigerte sich unter der britischen Besatzung zwischen 1917 und 1947. Noch bedeutender wurde er unter der unmittelbaren zionistischen Besatzung von 1948 bis heute. Die sichtbarsten Ereignisse dieser Art fanden zum Beispiel in den Aufständen zwischen 1987 und 1991 statt, als friedliche Demonstranten einer Politik des Beine Brechens ausgesetzt waren, der Schießereien, Häuserzerstörungen und anderem. Mit der faktischen Beendigung des bewaffneten Widerstands 2006, als die Hamas im politischen Prozess aktiv wurde und zu den anderen Haupt-Gruppierungen trat, verblieb der zivile oder Volkswiderstand als einzige Form des Widerstands, die dem Status Quo der endlosen Besatzung bedrohlich werden konnte. Daher verstärkten die israelischen Behörden den Druck auf alle Formen des zivilen Widerstands. Sie verhafteten Dutzende der führenden Aktivisten, drangsalierten und schlugen weitere Aktivisten, und in mehreren Fällen verletzten und töteten sie friedliche Demonstranten. >>>

Erfolgreiche Kampagnen gegen Juden, die Israels Überleben sichern wollen - Peter Kleinert - Der Zusammenhang ist für Außenstehende nur schwer zu verstehen, für in der Friedensbewegung Aktive jedoch durchsichtig: Wer nicht „pro-israelisch“ im Sinne der offiziellen und kamikazehaften Regierungspolitik des Landes ist, wird als Antisemit denunziert – und zwar mit Kampagnen, die von keinem Geringeren als dem Reut-Institute(1) ersonnen werden, das seit seiner Gründung im Jahr 2004 in Tel Aviv die israelische Regierung unterstützt. >>>

Sabotage als Programm - Israel erklärt internationaler Friedensbewegung den Krieg. Reut-Institut ruft zu kriminellen Handlungen im Ausland auf -  Rainer Rupp - Das renommierte Reut-Institut in Tel Aviv sieht in Kritikern der israelischen Politik eine ernste Gefahr für die Existenz des Landes und hat daher eine umfassende globale Strategie zu deren Bekämpfung vorgelegt. Die geht so weit, die Regierung Benjamin Netanjahus zu kriminellen Handlungen gegen Bürger und Organisationen befreundeter Staaten aufzufordern >>>

Behind Brand Israel: Israel's recent propaganda efforts - Ben White - "The Delegitimization Challenge" report from the influential Israeli think tank the Reut Institute has put the spotlight on efforts by Israel and the Zionist lobby to counter the growing movement for justice in Palestine, and specifically, the boycott, divestment and sanctions (BDS) campaign. The work done by Reut has rightly attracted attention, but it is only one (particularly prominent) example of a wider trend, as the Israeli government and global Zionist groups mobilize to fight the threat to the apartheid system. >>>

The Delegitimization Challenge: Creating a Political Firewall - Reut Institute - The Delegitimization Challenge: Creating a Political FirewallThis report analyzes and provides a conceptual response to the erosion in Israel's diplomatic status over the past few years, which reached its peak with the Goldstone report . This attack possesses strategic significance, and may develop into a comprehensive existential threat within a few years. >>>

Reut-Institute >>>

 

Bündnisse, Morde, Karrieren: Wie Israel versuchte, die Hamas auszuschalten - Anfang September 1997 ließ sich Benjamin Netanjahu einen besonderen Film vorführen. Danny Jatom, der Chef des israelischen Geheimdiensts Mossad, präsentierte seinem obersten Dienstherrn eine Folge von Szenen, die in den Straßen von Tel Aviv gedreht waren. Sie zeigten einen simulierten Mordanschlag auf Chaled Meschal, den Leiter des politischen Büros der Hamas in der jordanischen Hauptstadt Amman… -  Adam Shatz - Im Juli und August 1997 waren 21 Israelis bei Selbstmordanschlägen der Hamas umgekommen. Netanjahu wollte Vergeltung. Das mochte zwar den Friedensprozess mit den Palästinensern gefährden, aber den israelischen Ministerpräsidenten störte das weniger. Der Chef der im Mai 1996 gewählten Likud-Regierung war – wie die Hamas – ein Feind der Oslo-Verträge, die sein Vorgänger Jitzhak Rabin mit der PLO ausgehandelt hatte. Netanjahu hatte die Lösung nach der Formel “Land gegen Frieden” mit dem Münchner Abkommen von 1938 und der Appeasementpolitik gegenüber Hitler verglichen.
Aus zwei Gründen hatte Netanjahu aus der Liste möglicher Attentatsziele ausgerechnet Meschal ausgewählt. Erstens stand er im Verdacht, die Serie der Selbstmordattentate koordiniert zu haben, und zweitens war er ein Hamas-Politiker, der die Positionen seiner Organisation wirksam darstellen konnte, sozusagen im westlichen Anzug statt im Gewand des Klerikers. Paul McGeough, der die Geschichte rekonstruiert hat, fasste das Kalkül der israelischen Seite so zusammen: “Meschal war als künftiger Führer der Hamas zu glaubwürdig, wenn nicht gar überzeugend. Er musste ausgeschaltet werden.”(1) >>>


Israelische Manipulation -
The Israel Project's 2009 Global Language Dictionary


The Israel Project's 2009 Global Language Dictionary -

Israels Krieg gegen Protest - Jonathan Cook - Das israelische Gericht  gab in dieser Woche die Order heraus, zwei Ausländerinnen, die von der Armee in der Westbank verhaftet worden waren, zu entlassen. Vor diesem weitgehend scharfen Vorgehen Israels gegen gewaltfreien Protest von internationalen, israelischen und palästinensischen Aktivisten warnen Menschenrechtsanwälte. Die  nächtliche Verhaftung der beiden Frauen in der palästinensischen Stadt  Ramallah  wirft  ein Schlaglicht auf neue Taktiken von israelischen Beamten: sie  benützen die Einwanderungspolitik, um ausländische Unterstützer der Palästinenser zu deportieren. Ein Tschechin wurde letzten Monat deportiert, nachdem sie in Ramallah  von einer Spezialeinheit ergriffen wurde, die unter dem Namen Oz bekannt ist. Ursprünglich war sie dafür gedacht, Gastarbeiter zu verhaften >>>

Weitere Angriffe gegen Reporter in der Westbank - Saed Bannoura, Imenc & Agencies, 11.2.10 - Palästinensische Berichterstatter, die entweder für lokale oder internationale Agenturen arbeiten, wurden  wiederholt Ziele von Angriffen der israelischen Armee, aber in letzter Zeit nehmen diese Angriffe sehr zu und führen zu Verletzungen, Schaden an der Ausrüstung. Und sie werden daran gehindert, ihre Aufgaben zu erfüllen. Während der letzten  zwei Tage wurden drei palästinensische Reporter angegriffen und verletzt, während sie aus dem Shufat-Flüchtlingslager in Jerusalem berichteten, als die Armee dieses überfiel. Zwei von ihnen arbeiteten für die Al-Quds-Zeitung – Ata Oweisat und Mahmoud Oleyyan -  und Ahmad Garabely für die französische Presse-Agentur. Die Soldaten versuchten, auch ihre Kameras zu zerstören. Soldaten griffen auch Diala Jweihan an, eine Reporterin, die für al-Quds-Net arbeitet und CNN-Fofograf Karim Khader. Die beiden berichteten auch über das Shufat-Lager. Jweihan wurde von einer (concussion) Granate  im Rücken getroffen. Sie verlor das Bewusstsein und wurde zum Al-Maqassed-Krankenhaus in Jerusalem gebracht. Sie litt an Verbrennungen am Rücken,  Arm und Oberschenkel. CNN-Cameraman Karim Khadeer wurde von einer  mit Gummi ummantelten Kugel getroffen. .. Mehrere Reporter  wurden mehrfach bei Armee- Invasionen in Burin, südlich von Nablus getroffen. Soldaten griffen  acht weitere Reporter gewalttätig an. ….  Das palästinensische Journalisten-Forum äußerte sich wütend gegenüber den israelischen Angriffen auf die Reporter und die andauernden Verletzungen ihrer Rechte. Das Forum rief das Internationale Journalisten-Forum, Menschenrechts- und juristische Gruppen an , sie möchten doch intervenieren, dass man mit der Gewalt und den Angriffen gegenüber den Reportern aufhören möge.       Quelle   (dt. und geringfügig gekürzt: Ellen Rohlfs)

ZAPP: Zensierte Bilder - Die Propagandaschlacht im Gaza-Krieg

A pro-Israel group's plan to rewrite history on Wikipedia  - Electronic Intifada - A pro-Israel pressure group is orchestrating a secret, long-term campaign to infiltrate the popular online encyclopedia Wikipedia to rewrite Palestinian history, pass off crude propaganda as fact, and take over Wikipedia administrative structures to ensure these changes go either undetected or unchallenged. more

Israels Armee ist nicht jüdisch - Dror Feiler ist Vorsitzender der ”European Jews for Just Peace”. - Dror Feiler: Stat  und Volk werden gleichgesetzt um eine seriöse Untersuchung zu verhindern - Dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman zufolge hat Schweden ein großes Problem, das behoben werden muss: Die Freiheit der Meinungsäußerung. Israel möchte dabei behilflich sein mit der Forderung, dass die schwedische Regierung sich von ihren eigenen Pressefreiheitsgestzen distanziert durch die Verurteilung eines Artikels im Aftonbladet vom17. August. Darin wird über Verdächtigungen berichtet, welche die israelische Regierung und die israelische Armee bestreiten. Israel bestreitet aber auch, dass es über Atomwaffen verfügt, dass es weißen Phosphor gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hat, und dass es Palästinenser als menschliche Schutzschilde verwendet. Damit will ich nicht sagen, dass alle Anschuldigungen gegen Israel berechtigt sind, sondern dass man das reflexmässige Verleugnen seitens der israelischen Regierung mit Vorsicht geniessen muss. Der beste Weg, um herauszufinden, ob es eine Grundlage für die Vorwürfe gibt, ist ihnen auf den Grund zu gehen. Je früher, desto besser. >>>

The Israel Project - The Israel Project (TIP) is an international non-profit organization devoted to educating the press and the public about Israel while promoting security, freedom and peace. The Israel Project provides journalists, leaders and opinion-makers accurate information about Israel. The Israel Project is not related to any government or government agency. Our team of trusted Middle East experts and former reporters provides journalists with fact sheets, backgrounders and sources. TIP regularly hosts press briefings featuring leading Israeli spokespeople and analysts that give journalists an opportunity to get information and answers to their questions face-to-face. By providing journalists with the facts, context and visuals they need, TIP causes hundreds of millions of people around the world to see a more positive public face of Israel. This helps protect Israel, reduce anti-Semitism and increase pride in Israel. >>>

Israelisches Außenministerium im Internet - Das israelische Außenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie z.B. in Facebook, Blogs und "linken Websites" posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung "Yediot Akhronot" wurde das neue Programm des  israelischen Außenministeriums für die Erweiterung des Propogandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in "linke Websites" zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen. Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber, die im Projekt arbeiten, sich als "normale Internetbenutzer" ausgeben würden, hat der Projektsleiter geantwortet: "Klar. Unsere Leute werden nicht sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara (Propoganda) Sektion des israelischen Außenministeriums und ich wollte dir sagen, dass >>>

Selbstkritik statt Schlagabtausch im Nahostkonflikt - Palästinensische und israelische Nichtregierungsorganisationen hinterfragen die Berichterstattung - Einseitig oder ausgewogen? Immer wieder erhitzt diese Frage die Gemüter, wenn es um die westliche Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt geht. Doch wie steht es mit den Medien vor Ort? Dieser Frage gehen eine palästinensische und eine israelische Nichtregierungsorganisation nach: «Miftah» in Ramallah und «Keshev» in Westjerusalem. - Hubertus Ecker >>>

Kurze Papst - Medien - Nachlese - André Marty berichtet >>>

Stop the Press! This is what Israeli Democracy Looks Like - Nima Shirazi - Last Tuesday, prominent Israeli journalist Amira Hass was arrested by Israeli authorities upon entering Israel from Gaza. Hass, a correspondent for the daily Ha'aretz, had been living and working in Gaza for months, reporting on the lives of Palestinians and revealing many devastating truths about the brutalized and besieged community. Journalists are forbidden to enter Gaza, upon orders from the Israeli military. Clearly, where there are reporters, there may be reports. Where there are reports, there may be knowledge. And when there is knowledge, especially about the Israeli policy of constant aggressive oppression of the Palestinian people, there is sure to be outrage. Truth and dissent are the eternal enemies of history's oppressors, therefore it is no surprise that Israel wishes to suppress knowledge and publicity of its own indefensible actions >>>

Tag der Presse - Unfreiheit - André Marty berichtet - Na, heute schon die Zeitung zum Sonntag geholt, geblättert, die eine oder andere Geschichte gelesen? Oder hatten Sie’s eher mit der tagesschau gestern abend, vielleicht gar mit ein bisschen Hintergrund-Informationen aus dem Radio. Ja? Na, dann schätzen Sie sich glücklich, glücklich mit der Presse-Freiheit bei Ihnen zu Hause. Denn zum ersten Mal in der Geschichte der kontinuierlichen Erhebung der Pressefreiheit ist ebendiese Freiheit der Medien, zu schreiben, sagen und fragen, was journalistisch wichtig erscheint, in sämtlichen Regionen der Welt eingeschränkt worden. >>>                

Freedom of the Press 2009 Survey Release >>>

Washington calling -  André Marty berichtet - „Hi, is this André?“, fragt eine leicht aufgedrehte Stimme. „Yes, it’s me“. „Oh, the Blogger!“ -- Oh, oh. Der Anruf kommt aus Washington DC. Am Draht ist Deborah Lichentin. Deborah ist für die Europa-Angelegenheiten des Israel Project zuständig. Eine Lobby-Organisation, die der Welt, insbesondere aber Nahost-Journalisten, ihre Sicht der israelischen Dinge andient.

The Israel Project >>>

Der Google - Krieg - André Marty berichtet - Der Krieg geht in die nächste Runde. Nach der „Army of Blogger‘s“ gerät jetzt Google ins Schussfeld - respektive soll das Blickfeld auf Google etwas entschärft werden. Googlen Sie doch mal Israel, am besten die Bild-Suchfunktion: In der Schweiz kriegen Sie geschätzte 30 Millionen Treffer. Doch nicht die Menge macht’s, wie so häufig. Googlen Sie nämlich in den USA den Begriff „Israel“, dann kriegen Sie ganz ganz viele unschöne Bilder aus dem jüngsten israelischen Gaza-Krieg zuoberst in der Hitliste. Bilder vom Tot. Das soll sich ändern, findet das israelische Generalkonsulat in New York. Und so hat der für die israelische PR zuständige New Yorker Konsul auch schon bei Google protestiert.

Zensur, Gefängnis, Folter - Von Peter Kleinert - Nach Ausbruch der ersten Intifada wurde die kleine jüdisch/arabische Wochenzeitung Derech Hanitzotz/Tariq Al Sharara verboten, die Redaktionsräume wurden zerstört. Einige der JournalistInnen, Juden wie Araber, wurden zeitweise festgenommen

Weißer Phosphor, keine Bilder -   Sabine KebirDie Live-Übertragungen der US-Sender CBS und ABC von den Schlachtfeldern des Indochina-Krieges Ende der sechziger Jahre haben weder die amerikanische Bevölkerung noch die Weltöffentlichkeit darin bestärkt, den Siegeswillen der damaligen Regierung Nixon zu teilen. (…) Diesmal nun hat Israel beschlossen, überhaupt keine Reporter ins Kriegsgebiet zu lassen, um so die weltweite Information und Debatte einigermaßen steuern und die Version vom "verzweifelten Verteidigungskrieg" verbreiten zu können. In Deutschland spielten viele Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF, in den ersten beiden Kriegswochen auch brav mit: (…) "Al Djasira" sendet - und zwar live

Der Krieg, die Lobby und die Wahrheit

The Israel Project

André Marty berichtet - Schon von „The Israel Project“  gehört? Nein? Dann sind Sie kaum ein Nahost-Korrespondent. Denn „The Project“ hätte Sie längst gefunden. Diese Nicht-Regierungsorganisation hat sich gemäss eigenen Worten „devoted to educating the press and the public about Israel while promoting security, freedom and peace.“ Und die Jungs und Mädels vom "Project" haben durchaus ein gewisses Sendungsbewusstsein >>>

14.1.2009 - Der mediale Krieg - Die Machthaber wussten sich schon zu Zeiten von Alexander dem Großen der Macht der Medien zu bedienen. Schon Alexander der Große wusste über die Macht der gelenkten Berichterstattung. Noch heute werden über "den großen Feldherren" etliche Filme gedreht. Youtube als Propagandakampfplatz - das ist ein neuer Schauplatz im Medienkrieg. Anfang der Woche strahlte der TV-Sender France 2 ein Video aus, das angeblich die Opfer eines israelischen Angriffs Anfang Jänner zeigte. In Wirklichkeit handelte es sich um Bilder, die bereits 2005 entstanden und die Folgen einer durch einen Unfall ausgelösten Explosion zeigten. France 2 musste eingestehen, einem Propagandavideo aufgesessen zu sein. Der gleichen Mittel bedient sich natürlich auch die zweite Kriegspartei. Auf youtube finden sich unzählige Beispiele, in denen Israel den Eindruck zu vermitteln versucht, einen sauberen und präzisen Krieg zu führen.

Psychotricks demoralisieren den Gegner - Aus Aschkelon berichtet Ulrike Putz - Sie kapern die Funk- und Radiowellen des Gegners, verbreiten Falschmeldungen, verführen zum Verrat: Israel und die Hamas greifen im Krieg tief in die psychologische Trickkiste. Lügen und Betrügen ist die Waffe, mit der die Moral des Feindes untergraben werden soll.

Willkommen im Wahrheitsministerium Jerusalem Wie Israels "Spin-Doktoren" unter Ausblendung historischer Zusammenhänge Realität konstruieren - Von John Bunzl: Versuch einer Gegendarstellung in Erwiderung auf Botschafter Ashbel ("Die 'Humanität' der Hamas", 9. 1.).

Is Israel Winning the 'Media War' over Gaza? - 'Israel's crimes in Gaza is no victory, but a brief illusion of one.' - Ramzy Baroud - "We are all Hamas," screamed a scrawny Mauritanian, repeatedly, as he determinedly drew his face closer to a TV camera. Behind him, thousands more tunefully chanted similar words, chants that were heard in different Arabic dialects, in fact in many different languages all across the globe.

Stell dir vor es ist Krieg, und einer geht auch nach zwei Wochen noch hin - André Marty berichtet - (...) Die Jahre vor Ort bieten auch ein sehr praktisches Privileg: zwischendurch zieht’s mich nachts für ein paar Stunden nach Hause zu Frau und Kind in Tel Aviv. Mein Kameramann beharrt auf der Fahrt darauf, seine mitgebrachte CD zu hören – Spiel mir das Lied vom Tod. Eine deutsche Kollegin fährt im Höllentempo ins Hotel und beschallt sich mit Vivaldi - damit sie nicht laut weinen müsse. Alle haben wir unsere Mechanismen, wie wir mit dem Schrecken zurande kommen. Alle wissen wir, dass ein anderer nach Hause kommt als jener, der in den Krieg gezogen ist.  Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht auch nach zwei Wochen noch hin.

Der Kampf um die öffentliche Meinung - Israel will ein weiches Bild vom Gaza-Krieg zeichnen - nach dem Beschuss einer Schule und zahlreichen zivilen Toten fällt dies schwer - Zwei Wochen nach Beginn der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen gegen die Hamas hat sich noch immer kein ausländischer Journalist ein eigenes Bild von der Kampfzone machen können. >>>

Gegen Sprach-Weichspülmaschinen - Amira Hass - Was für ein Glück, dass meine Eltern tot sind! Damals, 1982, konnten sie das Geräusch der israelischen Kampfflugzeuge nicht ausstehen, die über die palästinensischen Flüchtlingscamps im Libanon flogen. Das Kreischen eines Flugzeugs erschreckte sie in ihrem Haus in Tel Aviv. "Wir müssen nicht sehen, was passiert, um zu wissen, was passiert", sagten sie. So war das damals. Und was jetzt, wenn sie von mir erfahren hätten von der zwei Jahre alten Sham, die behände auf den Tisch klettert, um ihrer Schwester beim Malen im Notizbuch zuzusehen; von dem fünf Jahre alten Tayyib mit der Lücke zwischen seinen Schneidezähnen, die sich zeigt, wenn er lächelt; von der sechs Jahre alten Carmel mit dem Bilderbuch, das sie liebt? Die Welt explodiert rund um diese Kinder, wieder und wieder, nur fünf oder zehn Meter entfernt von ihnen.

»Rundschau hat Antikriegsproteste kleingeschrieben« - Teilnehmerzahlen von Friedensdemo runtergerechnet. Deutsche Medien an der Seite Israels. Gespräch mit Hans Christoph Stoodt

Die verschwundenen Grafiken - Das israelische Außenministerium als Roßtäuscher überführt - Thomas Immanuel Steinberg -  In einem Dokument mit dem Titel "The Hamas terror war against Israel" liefert das israelische Außenministerium selbst den anschaulichen, schlagenden Beweis für den guten Willen von Hamas während der Waffenruhe  >>>

Die "Moral" von der Geschichte - Peter Bürger - Anmerkungen zum einseitigen Pro-Israelismus in der Politik >>>

Mittags ist Mordpause -
Karin Leukefeld -  Bombardierung einer UN-Schule in Gaza mit falschem Videomaterial verteidigt >>>

Mukata - Hausverbot - André Marty berichtet - Al-Jazeera - Korrespondent Walid Al-Omary, als er noch in die Muqata in Ramallah durfte Nein, sie haben’s gar nicht mit der freien Meinungsäusserung. Oder wenigstens der Berichterstattung. Seit ein paar Wochen nicht einmal mehr mit dem Zuhören lassen an Medieninformationen. Die Kollegen von Al Jazeera erhalten seit zwei Wochen keinen Zugang mehr zur Mukata, dem offiziellen Regierungssitz des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Ramallah. Hausverbot, ohne Begründung, ohne Warnung – halt, das gilt’s zu korrigieren: Seit einigen Momanten werden die Büros von Al Jazeera in Ramallah, aber auch der palästinensischen Fernseh-Nachrichtenagentur Ramattan immer wieder von Abbas' Sicherheitskräften durchsucht, die Journalisten und Techniker an der Arbeit gehindert. >>>

Der Journalist und der Pogrom - André Marty berichtet - In der Journalistenschule wird die Frage ziemlich am Anfang der “Einführung ins Handwerk” gestellt: "Sie kommen als Reporter zu einem Unfall. Greifen Sie ein, helfen den Verletzten, organisieren die Rettung, oder rapportieren Sie ohne einzugreifen?“ Avi Issacharoff hat in Hebron nicht lange gezögert. >>>

Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit - Es gibt wieder mal Prügel, mächtig Prügel. Nein, nicht die Blog-Prügler sind gemeint, sondern die Prügler der Medienfreiheit. Elf Journalisten und Kameraleute werden im besetzten Westjordanland und im Hamas-kontrollierten Gaza-Streifen verhaftet. Von den dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas unterstellten Sicherheitsdiensten im Westjordanland, von den Hamas-Sicherheitsdiensten im Gaza-Streifen. - In Bethlehem wird Aqsa-TV-Kameramann Osaid Amarneh gezwungen, einen Fackel zu unterschreiben, wonach er nicht mehr für die TV-Station arbeiten werde - In Qalikilia wird AP-Kameramann Mohamed Omar Athbeh verhaftet von Abbas’ Sicherheitskräften. Ohne Anklage sass er vom 8. Mai bis Juni im Gefängnis - Hamas verhindert die Berichterstattung über Proteste in der Al-Azhar Universität in Gaza. - Hamas verhaftet drei Freelance-Journalisten im Gaza-Streifen, beschlagnahmt ihre Laptops, Kameras und Mobil-Telefone - In Hebron verprügeln radikale extremistische jüdische Siedler gleich drei Pressefotografen von Reuters, AP und Agence France Press. In Qalkilia attackieren fanatische Siedler eine Kameracrew von Al Watan. - Al Jazeera-Kameramann Hasan Teeti wird von israelischen Soldaten mit Gummi-Schrott beschossen, als er Palästinenser bei der Olivenernte bei Kofur Qadoum filmt „We are with the Freedom of the Press“, stand auf Plakaten in Gaza zu lesen, Plakaten aufgehängt von der Hamas.

Und dann hörst du sie nicht mehr - André Marty berichtet - Das waren noch Sätze: „Ich schreibe nicht für die Palästinenser, sondern gegen die Besatzung.“ So kennen viele Amira Hass, die Buchautorin und Journalistin der Zeitung Ha’aretz. So was hören sie gerne in Europa  – viel lieber als in Israel. Und so hört man Hass in Israel seit kurzem gar nicht mehr: Sie ist bei Ha’aretz in einen unbezahlten einjährigen Urlaub getreten, lautet die offizielle Version. Die liberale Ha’aretz, verhasst bei Siedlern und Rechten, beliebt bei Liberalen, Links-Intellektuellen und sonstigen Aufgeklärten, erlebt zur Zeit einen eigentlichen Machtkampf. Das Geld wird mit dem Schwesterblatt The Marker, einer Wirtschafts-Tageszeitung, verdient. Und die Werbekunden wollen ihre Anzeigen nicht von Analysen über die israelische Besatzung und Palästinenser umrahmt wissen >>>

Der israelische Innen-Geheimdienst Shin Bet foltert preisgekrönten Journalisten - John Pilger - Es ist höchste Zeit, daß das Regime, das den Gaza-Steifen, die Golan-Höhen, Ost-Jerusalem und das Westjordanland besetzt hält, von der Seite des Zeitenlaufs verschwindet. Das verdeutlicht John Pilger in seinem Beitrag für den Guardian vom 2. Juli 2008: From triumph to torture. Israel's treatment of an award-winning young Palestinian journalist is part of a terrible pattern. Die Übersetzung besorgte W.B. - Vor zwei Wochen überreichte ich einem jungen Palästinenser, Mohammed Omer, den Martha-Gellhorn-Preis für Journalismus 2008. Der Preis wird zur Erinnerung an die große USA-Kriegskorrespondentin an Journalisten verliehen, die Propaganda der Mächtigen enthüllen, oder "Gefasel der Offiziellen", wie es Gellhorn nannte. Mohammed teilt sich den Preis von 5.000 Pfund mit Dahr Jamail. Erst 24jährig, ist er der jüngste Preisträger. Im Text seiner Verleihungsurkunde heißt es: Jeden Tag berichtet er aus der Kriegszone, wo er selbst auch ein Gefangener ist. Sein Heimatland, Gaza, ist umzingelt, ausgehungert, angegriffen, vergessen. Er ist ein zutiefst menschlicher Zeuge einer der großen Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Er ist die Stimme der Stummen - Als Ältestes von acht Kindern erlebte er, wie die meisten seiner Geschwister getötet oder verwundet oder zu Krüppeln gemacht wurden. Ein israelischer Bulldozer zertrümmerte sein Elternhaus, in dem sich die Familie aufhielt, und verletzte seine Mutter schwer. Und trotzdem, so sagt der frühere holländische Botschafter Jan Wijenberg, "ruft er auf zur Mäßigung, drängt die palästinensischen Jugendlichen, nicht Haß zu hegen, sondern Frieden mit Israel anzustreben >>>

Mißhandlung am Grenzübergang - Mel Frykberg (IPS), Gaza-Stadt/jW - Übergriff auf Mohammed Omer. Israel erwägt »Zerstörung von Häusern« >>>

When you shoot the messenger >>>

From triumph to tortures >>>
Award-winning Palestinian reporter 'abused' by Israeli security officers >>
Mohammed Omer beaten unconscious >>>

Mohammeds Homepage: "Rafah Today" >>>


A pro-Israel group's plan to rewrite history on Wikipedia - Report - A pro-Israel pressure group is orchestrating a secret, long-term campaign to infiltrate the popular online encyclopedia Wikipedia to rewrite Palestinian history, pass off crude propaganda as fact, and take over Wikipedia administrative structures to ensure these changes go either undetected or unchallenged. 22.4.2008

Download CAMERA's emails [PDF - 2.7 MB]

Honestly Concerned & Co - Die Manipulation von Wikipedia >>>

Gesteuerte Realitäten - Oliver Eberhardt - Wie im israelisch-palästinensischen Konflikt versucht wird, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen - Bilder, sagt man, sind eine Waffe. Sie sind es, weil sie Meinung bilden, in der internationalen Arena; Meinung, die gebraucht wird, um in Zeiten der Krise zwischen A und B die internationale Unterstützung zu bekommen, die gebraucht wird, um das Maximum für die eigene Seite heraus zu holen. Und weil Bilder und Berichte - auch Text vermittelt in gewisser Weise Bilder - in Zeiten von Massenmedien und öffentlichem Druck viel zu wichtig sind, um sie dem Zufall zu überlassen, wird inszeniert, wo es nur geht, und das oft so, dass es für Journalisten schwer ist, heraus zu finden, wem genau sie da gerade folgen >>>

Cameraman down - - André Marty -   Kaffe hat er mir gemacht. Mit zwei Löffeln Zucker, stark wie die Sau. Der Protest des Foreign Correspondent, sich schon selber einen Kaffe einschenken zu können, liess er nicht gelten. „You’re our guest, my friend.“ Das war vor drei Wochen im Büro von Reuters in Gaza. Jetzt ist er tot. Fadel Shana, 23jähriger Kameramann, bei einem israelischen Militärangriff umgekommen. Das Video von seinem Tod ging um die Welt: der Panzer feuert, die Kamera läuft – dann wird’s schwarz. Fadel hat seinen eigenen Tod gefilmt.

Videos zum Tod des Kameramanns Fadel Shana’a

Wir sind unschuldig, wenn wir töten - DOKUMENT DER WOCHE - Yonatan Mendel über israelischen Journalismus - In Israels Medien ist es heute verpönt, von Gaza oder der Westbank als "den besetzten Gebieten" zu sprechen. Stattdessen ist lediglich von "den Gebieten" die Rede. Yonatan Mendel, ehemaliger Korrespondent der Nachrichtenagentur Walla, beschreibt in einem Artikel für die Zeitschrift London Review of Books (Ausgabe vom 6. März 2008), wie israelische Zeitungen und TV-Kanäle nicht nur auf viele Euphemismen zurückgreifen, sondern dank Disziplin und Selbstzensur eine Realität widerspiegeln, die es so nicht gibt.

Stecker raus - who cares - André Marty -  Was sind wir schnell: Der Chinese, Nordkoreaner, Myanmar, oder afrikanische und arabische Despoten ritzen die Pressefreiheit – und die Medienmeute heult auf! „Zensur“, „Diktatoren-Gehabe“, schlimmer noch „Menschrechts-Verletzer“, schallt’s und hallt’s durch die Redaktionen. Heute war’s wieder mal Zeit für das kollektive Aufheulen – eigentlich. Denn der grösste arabische Fernsehsender „Al Jazeera“ wird von einer Regierung boykottiert. Keine Interviews mehr, Visa der Journalisten sollen nicht mehr verlängert werden. Denn „Al Jazeera“ berichte einseitig, habe Bilder gestellt. Schlimmer noch: "Al Jazeera" stifte zum Terrorismus an. Schwere Vorwürfe, die der Sender samt und sonders zurück weist. Dennoch, die Regierung friert ihre Kooperation mit dem Sender ein.


Schiss, Herr Korrespondent - André Marty -  Robben die in Israel abends in den Bunker zum Schlafen, fahren in der kugelsicheren Weste zur Arbeit? Und die im Gaza-Streifen, wo's keine Bunker und viel Willkür gibt? Wie hältst du das aus, wenn neben dir ein Kind von einer Granate zerfetzt wird, wenn du im Krankenhaus filmst, wie die Körperteile einzeln angeliefert werden? Färbt eigentlich die Angst vor dem nächsten Anschlag, vor dem nächsten Luftangriff ab auf die Arbeit, auf die Qualität der Berichterstattung aus einem Krisengebiet? Ja, ja, darüber redet sich’s ungern, Journalisten schon gar nicht >>>

For German media, Gaza is not an issue - Assaf Uni - MUNICH - No one mentioned the Gaza Strip. The eight senior reporters of Bayerischer Rundfunk (Bavarian Broadcasting) sat Tuesday facing Israel's ambassador to Germany, Yoram Ben-Ze'ev. They asked him about the special relationship between the two countries, the conflict with Hezbollah and Iran's nuclear program.

Liebesbriefe -  André Marty -  Sie kommen wieder, die Liebesbriefe. E-Mails, vor Emotionen triefend, auf den Mann und selten die Sache gezielt. Ware - aber nicht zwingend wahre - Propaganda. Nach dem jüngsten blutigen Anschlag in Jerusalem lanciert die para-staatliche jüdische „Jewish Agency“, zuständig für Immigration von jüdischen Menschen nach Israel und eine jüdisch-zionistischen Erziehung, eine „Informationskampage. Dadurch soll gemäss Medienmitteilung "der Staat Israel und die Solidarität mit seinem ständigen Kampf gegen den Terrorismus unterstützt werden.“ Dazu wurden und werden die schockierenden Bilder des Anschlags von Jerusalem weltweit gezielt verteilt – und zwar auf Wunsch von ganz oben. Denn diese Kampagne wird unterstützt vom Medienbüro Premierminister Olmerts, dem Government Press Office. „Israel hat beschlossen, Vorteile aus dem blutigen Anschlag zu schlagen, und eine aggressive Kampagne gegen Hamas zu lancieren“, schreibt dazu die grösste israelische Tagesszeitung, „Yedioth Ahronoth“.

Über israelischen Journalismus - Yonatan Mendel - Vor einem Jahr bewarb ich mich  bei Maariv, einer israelischen Zeitung um den Job als  Korrespondent   für die besetzten Gebiete. Ich spreche arabisch und habe an palästinensischen Schulen unterrichtet und an vielen gemeinsamen jüdisch-palästinensischen Projekten teilgenommen. Beim Interview fragte mich der Boss, wie ich objektiv sein könne. Ich hätte doch zu viel Zeit mit Palästinensern verbracht; ich sei doch zu sehr zu ihren Gunsten ausgerichtet. Ich erhielt den Job nicht. Mein nächstes Interview fand mit Walla, Israels populärster Website, statt. Dieses Mal erhielt ich den Job und ich wurde Wallas Nahost-Korrespondent . Bald verstand ich, was Tamar Liebes, die Direktorin des „Smart Institute of Communication“ an der Hebräischen Universität meinte, als sie sagte: „Journalisten und Verleger sehen sich als Schauspieler innerhalb der zionistischen Bewegung, nicht als kritische Außenseiter.“

Getötete Kinder als Titelfotos - Journalismus oder Propaganda? - Susanne Knaul -Nachricht oder politische Inszenierung: Fotos von getöteten Kindern sind Usus in der Berichterstattung aus dem Gaza-Krisengebiet. Wer macht die Bilder?

Israels Media Watchdog "Keshev"
Kriegsberichterstattung auf dem Prüfstand - "War der Krieg nötig?", fragt der Journalist und Historiker Tom Segev in der Tageszeitung Haaretz und meint damit den Libanonkrieg von 2006 – Zwischentöne, die in den israelischen Medien eher selten zu vernehmen waren, so die NGO "Keshev". Von Mona Sarkis

Herr Kollege, Carsten Kühntopp, ARD Amman - Andrè Marty -  Carsten Kühntopp, Du berichtest seit 2001 für den ARD-Rundfunk aus dem Nahen Osten, zunächst fünf Jahre aus Tel Aviv, nun seit anderthalb Jahren aus Amman: wo lebt sich's denn besser, in Israel oder Jordanien? (...) Es war sehr eigenartig: Je länger ich in Tel Aviv lebte, desto weniger verstand ich die Israelis und ihre Sicht der Welt. Nie hat Israel den Marsch in die besetzten Gebiete gestoppt, bis heute nicht – obwohl ihnen das immer nur noch mehr Gewalt und Unfrieden gebracht hat. Im Laufe der Jahre fiel es mir auch immer schwerer, die Dinge zu trennen: Am Samstagvormittag bin ich gerne die Strandpromenade von Tel Aviv entlanggegangen. Aber während ich zusah, wie junge Kerle Beachvolleyball spielten oder ältere Herrschaften beim Gordon-Schwimmbad Volkstänze tanzten, musste ich immer daran denken, welche Zustände ein paar Kilometer weiter östlich unter dem Regime der Besatzungsarmee herrschten. >>>

Die Bilder im Kopf lassen sich schwer überschreiben - Gudrun Harrer - Nachfolgetagung zur Nahost-Frauenkonferenz 2007 in Wien: Journalistinnen wehrten sich gegen westliche Stereotype - Eine Nachfolgetagung zur letztjährigen großen Nahost-Frauenkonferenz brachte in Wien Journalistinnen aus dem Nahen Osten zusammen. Die arabischen Frauen wehrten sich kräftig gegen westliche Stereotype.

Ein höllischer Schrecken für die Diktatoren - Die Journalistinnen Randa Abul-Azm und Magda Abu-Fadil im Standard-Interview über den Alltag in arabischen Medien - "Irgendein Idiot" blockiert eine Webseite zu Brustrekonstruktionen, arabische Anchorleute wissen nicht, wann sie ihre Meinung dazu sagen sollen: Die Journalistinnen Randa Abul-Azm und Magda Abu-Fadil sprachen mit András Szigetvari über den Alltag in arabischen Medien.

Medienarbeit im Konfliktgebiet - „Welcome to Gaza, my friend“ - Von Entführungen und Morddrohungen bedroht sind Medienschaffende, die in Palästina arbeiten. Immer mehr News-Organisationen verzichten deshalb auf Reisen in die palästinensischen Gebiete. Aber auch der Staat Israel schikaniert JournalistInnen. Von André Marty

Faule Floskeln in Nahost -  Harald Staun - Bestechungsgelder, eine Sammlung von Floskeln oder Steine, die nur für die Kameras als Inszenierung geworfen werden: Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet über das Buch des niederländischen Journalisten Luyendijk, das das Bild von der Arbeit der Nahost-Korrespondenten erschüttert.

"Schon unser Vokabular ist parteiisch" - Die Nachrichtenindustrie schafft eine künstliche Medienwelt, die nichts mit der realten Welt gemeinsam hat, meint der holländische Auslandsreporter Joris Luyendijk.

Der mediale Kampf um die Opferhaltung - Karin Wenger - In einer Krise wie der anhaltenden zwischen Israel und dem Libanon sind die Medien Match-entscheidend im Ringen um die öffentliche Meinung. Beide Konfliktparteien versuchen sich als Opfer darzustellen. Israels Pressestelle ist durch lange Jahre der Konflikterfahrung in diesem Versuch besonders geschickt.

Wir zielen auch auf Zivilisten - Idan Landau - Die Ziele, die die israelischen Waffen im Visier haben, sind nicht hehrer, als die der palästinensischen Rohrbomben. Die Al-Sanabal-Fernsehstation in Nablus hätte fast einen Exklusiv-Bericht in dieser Woche ausgestrahlt: die Eliteeinheit der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden überfiel in der Küstenebene einen israelischen Militärrüstungsbetrieb und entdeckte dort ein raffiniertes Waffenlabor. Die Waffen, die dort konfisziert wurden, schließen 300 Raketen für Helikopter, 20 t Plastik- Explosivstoffe, kugelsichere Bulldozer und sechs Merkava 4 Panzer mit ein. Der Bericht, der beinahe ausgestrahlt worden wäre, bemerkte, dass dies eine Strategiebalance gegenüber dem Waffenlabor wäre, das in Nablus bei dem Militärüberfall entdeckt wurde. Dort hätte das Militär 5 Rohrbomben, eine LAW-Rakete,  ein großes Sprengstoffgerät und vier Säcke Dünger entdeckt, die zum Bombenbau Verwendung finden. Wie bemerkt, wurde der Bericht nicht ausgestrahlt. Nicht nur, weil Israels Militärrüstungslabor gar nicht entdeckt worden war, sondern auch weil Al-Sanabel außer Funktion gesetzt wurde. Die IDF verhaftete den Stationschef und konfiszierte seine ganze Fernseh-Ausrüstung. Warum überfällt die IDF Journalisten und die Medienausrüstung? Dies scheint eine irrelevante Frage zu sein und  in der augenblicklichen Situation fast unmoralisch.

Die Berichterstattung über den Nahen Osten oberflächlich und  verzerrt - Robert Fisk - Journalisten im „Westen“ sollten  sich großer Schuld bewusst sein, weil vieles, was sich im Nahen Osten abspielt, mit ihrer Leichtgläubigkeit zu tun hat, die als fiktive Version der Ereignisse verkauft wird. Ihren ständigen Hinweis auf einen „Zaun“ anstelle eine Mauer, auf Siedlungen oder  Wohngegenden anstelle von  (jüdischen) Kolonien, ihre Beschreibung der Westbank als „umstrittenes“ statt besetztes Gebiet, hat eine oberflächliche Art des Berichtes über den israelisch.-palästinensischen Konflikt  hervorgebracht.

Zensur, Gefägnis, Folter - Pressefreiheit – wie Israels Rgierung sie sieht“ - Peter Kleinert und Michael Opperskalski

Journalisten in Kriegsgebieten - Tödliche Grauzone - Angesichts immer komplexer werdender kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich seit langem die Frage nach der Sicherheit von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten. Es ist eine tödliche Grauzone, in der sich Journalisten und Medienarbeiter immer wieder bewegen. Von Petra Tabeling

Foreign Press Association verurteilt Übergriffe auf palästinensische Journalisten

Medienorganisation beklagt Übergriffe israelischer Soldaten

Übergriffe auf Journalisten durch die IDF und jüdische Siedler

«Brauchen Sie eine Idee für eine Geschichte?»- Journalistische Erfahrungen in Israel und den besetzten Gebieten - Wer als Journalist aus den Konfliktzonen in Palästina berichten will, bewegt sich ständig auf heiklem Gelände. Was dies konkret bedeutet, schildert im Folgenden  Karin Wenger.

Unerwünschte Bilder? - Israel feuert auf Journalisten - Wie AP am Sonntag berichtete, feuerte ein israelisches Kampfflugzeug in der Nacht zum Sonntag im Gaza-Streifen zwei Raketen auf ein klar markiertes Fahrzeug der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei wurden 5 Menschen, darunter zwei Journalisten, verletzt.

Brief aus Israel 25.8.06 - Das israelische Bildungsministerium und die entsprechende Stellung beim Militär haben vor, ihre Präsenz an Sekundarschulen zu verstärken. In der Presse wird von einigen vorgesehenen Maßnahmen berichtet, z.B. bereits in den 10. Klassen SchülerInnen zu identifizieren, die weniger wahrscheinlich bereit sein werden, ins Militär einzutreten, und sie durch "erzieherisches und militärisches Personal " zu "begleiten".

13.08.06 - "Nicht der Krieg, die Verbrechen, die Fotos sind  das schreckliche und falsche" - Oder auch: "das mit der demokratischen Meinungsvielfalt werden wir schon regeln".... - Natürlich darf im Konzert der Rechtfertiger dieses Krieges Honestly Concerned (Sacha Stawski) nicht fehlen. Liest man die neue "Sonderausgabe", glaubt man, der Überfall Israels, das töten, die Vertreibung der Menschen, die Zerstörung der Infrastruktur und Häuser sei eine Erfindung der "Antisemiten = Kritiker Israels". (Wenn es sich jemand antun will, die versandte Mailingliste ist noch umfangreicher. Sie kann bei mir angefordert werden)    

Sonderseite Tragödie in Kana - Wer manipuliert?

11.7.2006 - Seltsamerweise scheint es für einige Leute akzeptabel zu sein, andere Menschen umzubringen, jedoch - um mit "Zapp" zu sprechen - "zynisch", die Opfer der Öffentlichkeit zu zeigen. Arne Hoffmann

Die entsprechende Zapp Sendung - Video

Da wir gerade beim Thema sind:
Die Opfer, die BILD bringt (1)
Die Opfer, die BILD bringt (2) (gefunden bei Arne Hoffmann)


Pervers ist, was ein gewisses Netzwerk aus diesen Meldungen macht. Da entstehen mehr als fragwürdige Verschwörungstheorien:
"so arbeitet ein zynischer Regisseur des Todes."  Liest man dies, könnte man glauben, nicht die Israelis zerstören den Libanon, haben schon mehr als 1000 Menschen dort getötet. Es ist (wie sie meinen) eine Inszenierung der Hisbollah, hier vertreten durch Salam Daherzehn. 'Wenn sie den wenigstens schweigen würden, die Verteidiger von Terror, Mord, Zerstörung.  Genüsslich verlinkt auch in der sogenannten "Achse der Guten" von Henryk M. Broder:

10.8.06 - Offenbar in dem Bestreben, die Folgen des israelischen Angriffs auf den Libanon als weniger fürchterlich erscheinen zu lassen, kam es in der islamfeindlichen deutschen Bloggerszene in den letzten Tagen immer wieder zu Unterstellungen, bestimmte Berichte seien massive israelfeindliche Medienmanipulationen. - Arne Hoffmann

Rat der falschen Wächter - Wie Blogger im Libanonkrieg Propaganda betreiben Von Florian Klenk

Die große Verschwörung - Ist der Hisbollah alles zuzutrauen? Im Internet jedenfalls blühen die Verschwörungstheorien zum Libanonkrieg. Bestätigt wurde bislang zwar noch keine - doch das kümmert die Blogger wenig - von DANIEL BAX

Warum Hohmann geht und Friedman bleibt -  Arne Hoffmann

Another Escalation from the Palestinians - Israeli "Retaliation" and Double Standards - By JONATHAN COOK

Israelisches Außenministerium im Internet - Das israelische Außenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie z.B. in Facebook, Blogs und "linken Websites" posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. - In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung "Yediot Akhronot" wurde das neue Programm des israelischen Außenministeriums für die Erweiterung des Propogandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in "linke Websites" zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen. Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber, die im Projekt arbeiten, sich als "normale Internetbenutzer" ausgeben würden, hat der Projektsleiter geantwortet: "Klar. Unsere Leute werden nicht sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara (Propoganda) Sektion des israelischen Außenministeriums und ich wollte dir sagen, dass ...'. Sie werden sich auch nicht zwangsläufig als Israelis ausgeben. Sie werden schreiben wie normale Internetbenutzer und ihre Kommentare werden auch persönlich rüberkommen, aber sie werden auf einer bestimmten Linie von Botschaften basieren, die das Außenministerium vorbereitet hat". >>>

Israel baut eine Blogger-Armee auf - Ralf Müller - Nach dem Rückzug aus dem Gaza-Streifen verlegt sich das Land auf den Propaganda-Kampf. Gesucht werden Blog-Krieger in den Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch. Um die Stimmen der “anti-zionistischen Blogs” verstummen zu lassen oder zumindest zu übertönen, will die Regierung in Tel Aviv eine Armee von Bloggern anwerben, und zwar unter allen Ausländern, die nach Israel immigrieren. Deren Aufgabe wird von offizieller Seite tatsächlich als Teil der “Kriegsbemühungen” bezeichnet >>>

Konspiration auf dem Kunstrasen - Reframing 9/11 - Spaltung und Zerschlagung einer Grasswurzelbewegung? - Roland Heurig, Sabine Schiffer, Karin M. Schmidl - Im Internet ist eine notwendige, aber in Teilen wenig sachliche Debatte (1) über eine mögliche Unterwanderung, Instrumentalisierung oder Spaltung und Schwächung der sogenannten Wahrheitsbewegung entbrannt. Ausgelöst wurde die Debatte durch Ereignisse rund um das umstrittene Internet Video-Portal secret.tv, welche die Frage aufwerfen, ob hier seriöse Zeitkritiker in ein falsches Licht gestellt werden sollen. (2) Mit diesem Artikel möchten wir die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückführen, um eine inhaltliche Auseinandersetzung zu ermöglichen. Unser Ziel ist es nicht, einzelne Personen oder Plattformen anzugreifen, sondern kontraproduktive Mechanismen aufzuzeigen. >>>

Deutscher Journalist - lo, lo! - André Marty berichtet -  Er kam zum Arbeiten. Eigentlich. Martin Lejeune ist ein Journalist des deutschen „Freitag“. Lejeune wollte nach Gaza, zum Arbeiten; Beiträge aus dem abgeriegelten Küstenstreifen für seine Leserschaft schreiben. Das tun Journalisten. Eigentlich. Nicht so Martin Lejeune. Das israelische Government Press Office GPO verweigert dem deutschen Kollegen die Akkreditierung. Und ohne Akkreditierung kommt keiner in den Gaza - Streifen. >>>

Weiswäscherei und Nebelkerzen in Aktion - Die israelische Botschaft: (pdf) "Ethische Dilemmata während der Operation Gegossenes Blei" >>>

Hasbara 1 - Wie die "nicht extistierende Israellobby" wieder  aus den Opfern Täter macht. Der Gazakrieg eine Inzenierung der Hamas, die israelische Armee das traurige Opfer der Puppenspieler >>>
Hasbara 2  - Die Welt ist so, wie SIE es denken wollen? - "Bemerkenswerte" (auch wie "professionell" sie hergestellt wurde) Dokumentation über ein Seminar zum Thema “Israel und die Juden in Medien und Öffentlichkeit”.>>>

How Israel’s Propaganda Machine Works -  Dr. James Zogby, Gründer und Präsident des in den USA ansässigen „Arab American Institute“ erläutert im Folgenden die israelische Medienpropaganda. Diese sei genauso unverhältnismäßig wie die Aggressionen im Gaza-Streifen.

14.1.2009 Feuer eröffnet - auf die Journalisten - André Marty berichtet - Donnerstag, 15. Januar 2009 - Es knallt gegen 10 Uhr. Heute morgen hat die israelische Armee ein Medienhochhaus in Gaza-Stadt bombardiert, zwischen der 12. und 13. Etage ist die Bombe eingeschlagen. Die israelische Armee kennt die genauen Koordinaten des Gebäudes. Und just heute morgen telefoniert Reuters nochmals mit den israelischen Militärs – kurze Zeit später wird bombardiert >>>.

Mehr als 100 Medien unterstützen ROG-Appell an Israel
Weltweit haben mehr als 100 Medien den internationalen Aufruf von Reporter ohne Grenzen (ROG) für einen freien Zugang von Journalisten in den Gazastreifen unterschrieben. >>>

Es besteht die Möglichkeit, sich bei ALJAZEERA  zu informieren.  Download Livestation, um in hoher Qualität zu sehen  >>> (Unter „Channels“ auswählen + starten)
Mit verminderter Bildqualität  >>>

Der Nahost-Konflikt und die Medien -  Eine Kritik von Dr. Viktoria Waltz* (Universität Dortmund) - Wussten Sie, dass die deutschen Journalistlnnen in der Region, natürlich akkreditiert in Israel, eine Verpflichtung unterschreiben, nichts gegen die Interessen und die Sicherheit Israels zu schreiben? Ahnen Sie, dass das einer Selbstverpflichtung zum Maulkorb gleichkommt? ... mehr >>>

Ein Journalist: " Was alle Journalisten hier unterschreiben müssen ist, dass sie der Sicherheit Israels nicht schaden und sich deswegen den Zensurbestimmungen unterwerfen.
 

Anti-israelisch – pro-israelisch – der Nahostkonflikt in den deutschen Medien -   Dr. Bettina Marx (...) die ausländischen Berichterstatter werden in Israel, zumindest bei den offiziellen Stellen, gemeinhin als feindselig und anti-israelisch angesehen. Man wirft ihnen einseitige Parteinahme für die Palästinenser vor und mangelndes Verständnis für Israel, das von einer feindlichen arabischen Welt umgeben sei und sich in seiner schieren Existenz bedroht sehe.

Nahostberichterstattung - Sabine Schiffer - (pdf Datei) Eine neutrale Analyse zur Nahostberichterstattung gibt es nicht. Während etwa der Medientenor behauptet, die Israelberichterstattung sei vor allem antiisraelisch, behauptet die Glasgow University Media Group genau das Gegenteil. Beide führen prägnante Beispiele vor und der Unterschied liegt nicht darin, dass in Großbritannien die Berichterstattung pro-israelisch, in Deutschland pro-palästinensisch ausfallen würde. Und wie so oft stürzen sich gleich bestimmte Meinungsträger auf das jeweils opportune Ergebnis und trachten damit ihre eigene subjektive Position zu belegen. Dies entspricht dann genau dem, was man dem jeweils anderen vorwirft, die Selektion bestimmter Fakten und deren Verallgemeinerung, während gleichzeitig andere Fakten aktiv ausgeblendet werden.

ARD-Kameramann in Gaza wieder frei - Von der Hamas gefoltert - Michael Hanfeld - Die ARD hat bestätigt, dass ihr palästinensischer Kameramann Sawah Abu Saif, der am Samstag im Gazastreifen von der Hamas festgenommen worden war, in der Nacht zu Donnerstag auf freien Fuß gesetzt worden ist. Sein Zustand ist, wie der Studioleiter der ARD in Tel Aviv, Richard C. Schneider, sagte, schlecht. Er befinde sich nun im Krankenhaus. „Abu Saif wurde während seiner Haft gefoltert. Details möchten wir aus Sorge um Abu Saif und seine Familie nicht weiter nennen“, sagte Schneider. „Abu Saif wurde über die Arbeit der ARD ausgefragt. Man wollte alles über die Mitarbeiter und Korrespondenten wissen, und warum die ARD ,so negativ' über die Hamas berichte.

Feige - Hamas verschleppt ARD-Kameramann >>>

Apartheid und die Mauer: Zwei überwunden geglaubte WELT-ÜBEL feiern Wiederauferstehung Von Rupert Neudeck - ".....Die Kontrolle der Palästinenser, aber auch der Besucher von außen wird immer heftiger und ausgefeilter. Übrigens auch auf dem neuen Ben Gurion Flughafen Tel Aviv. Das erste Mal werden wir ausdrücklich nach den Info-Papieren gefragt, die wir bekommen haben, nach den Büchern, die wir nicht gekauft sondern geschenkt bekommen haben. Vor der Kontrolle des Koffers fragt mich die nette Geheimdienstfrau am Sicherheits-Check vor dem Flughafen, wo ich die Papiere von der UNRWA über das Disengagement auf dem Gaza Streifen verpackt habe, im Koffer oder im Handgebäck?
Ob wir alle Papiere in Israel oder in den besetzten Gebieten bekommen haben? „Nein“, sage ich, weil ich ja auch einige mitgenommen habe aus Deutschland. Ob ich „Geschenke“ mitgenommen habe? Ich sage: „Nein“. Dann zieht das blutjunge Mädchen ein Buch heraus. Ob ich die in Israel gekauft habe? „Nein, die hat mir die Ghada Zeidan in Bethlehem gegeben. Es ist ein Polittouristisches schönes Buch über „Palestine and the Palestinians“. Dann sagt die Dame, als ich ihr erkläre, dass ich das Buch nicht gekauft, sondern bekommen habe: „Dann ist das also doch ein Geschenk!“ Als ob es nicht zwischen dem Kauf von Büchern und dem „Geschenk“ eine ganze Palette gäbe.
Kurz, man fahndet in Israel jetzt auch nach Papieren und Büchern und schaut die sich genau
an, die man mitbekommen hat. Das war auch der einzige Grund, weshalb ich und andere in unserer europäischen Delegation den Koffer öffnen mussten.
Auch schändlich anzusehen, wie ein sein ganzes Leben nur friedfertiger Mensch wie der irische Ex-Kultusminister Michael Higgins hochnotpeinlich nach seiner Reise befragt wird am Flughafen, wie ein kleiner Junger steht er da vor einem Mädchen, das penibel alles aufschreibt. .....
Quelle

Hürden und Lücken, Zensur und Selbstzensur - „Viele Zeitungen zeichnen ein Schwarz-Weiß-Bild. Grautöne kommen ebenso wenig vor wie Hintergründe oder der Alltag der Menschen. Für Positives ist gar kein Platz.“ Der Entwicklungshelfer Stefan ärgert sich über die Art, wie deutsche Medien den Nahostkonflikt darstellen. Seinen Nachnamen will er nicht nennen. Der Mittdreißiger hat in den palästinensischen Gebieten die Intifada erlebt, mit weit über 100 Tagen unter Ausgangssperre. Bald begann er, in Rundbriefen an Verwandte und Freunde das zu berichten, was die Medien seiner Meinung nach übersahen, wegließen, ausblendeten. Keine Hintergründe – und das, obwohl sich in diesem Landstrich, so groß wie Hessen, weltweit die meisten Journalisten pro Quadratkilometer tummeln, angeblich allein achthundert feste Korrespondenten, die Sonderberichterstatter gar nicht mitgerechnet. Der Entwicklungshelfer lobt die Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung. Deren Korrespondent hat seinen Standort allerdings in Zypern und deckt den gesamten Nahen Osten ab. Keine Seltenheit. Korrespondenten betreuen mehrere Länder und sind oft nur für wenige Stunden am Ort, über den und dessen Bewohner sie schreiben. Viele sprechen die Landessprachen, wenn überhaupt, nur unzureichend, so die Erfahrung von Stefan. Und kein ausländischer Journalist wohne in den palästinensischen Gebieten, nicht einmal in Ost-Jerusalem. „Wie will da ein Journalist Ahnung vom Alltag der Palästinenser haben? Von Ausgangssperren, Razzien, Kontrollpunkten, Invasionen des Militärs?“ Diesen Alltag kennen – und da dürften sie eine Ausnahme unter den nichtarabischen Journalisten sein – zwei Israelis. Amira Hass, die im palästinensischen Ramallah lebt, sowie Gideon Levy, Sohn von Holocaust-Uberlebenden. .... mehr >>>

Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit gerät in Verruf - Wenn aber der Beamte, der die Aufgabe hat, den ausländischen Medien ein Bild von Israel zu vermitteln, diese erwähnten Meinungen nicht bloß teilt, sondern tatkräftig verbreitet, wird es ernst. Denn es schadet Israel. Der fragliche Mensch heißt Danny Seaman und ist Pressesprecher der Regierung. Das Interview, das Seaman kürzlich der Wochenzeitung "Kol Ha'ir" gab, könnte als Anleitung in der Kunst dienen, wie man sich Feinde schafft und an Einfluß verliert. Seaman scheint wie besessen von einem tiefen Haß und noch tieferer Verachtung für die ausländischen Medienvertreter, mit denen zusammenzuarbeiten doch seine Aufgabe wäre.

Wenn das Vorgehen der israelischen Armee und eines Teils der Siedler in den besetzten Gebieten in Medienberichten nicht immer gut wegkommt, so liegt das nach Seamans Auffassung daran, daß die ausländischen Fernsehstationen in Jerusalem gezwungen werden, palästinensische Mitarbeiter einzustellen. Diese würden bestimmen, was gesendet wird. Seaman prangert speziell Associated Press und Reuters an, die, zu seinem Verdruß, "Millionen von Menschen in der ganzen Welt mit Information versorgen". Dasselbe gilt für die großen Fernsehsender CNN, BBC, ABC und CBS. Auch die Presse bekommt ihr Fett ab. Seaman klagt besonders die europäische Presse an. "Deren Korrespondenten berichten Verleumdungen über Israel, als wären es Fakten. Die Fahrlässigkeit der Berichterstattung trägt zu dem Antisemitismus bei, der sich in Europa ausbreitet. Diese Leute müßten ein schlechtes Gewissen haben."

Auf Seamans Abschußliste stehen namhafte, angesehene Journalisten aus Europa und Amerika, darunter auch Lee Hockstader von der "Washington Post". Der Regierungssprecher weiß natürlich, wie man mit solch unangenehmen Typen umgeht. "Nein", sagt Seaman, "wir nehmen ihnen den Presseausweis nicht ab, schließlich sind wir ein demokratisches Land. Wir boykottieren sie einfach."
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Die Verpflichtungserklärung deutscher Journalisten in Israel - "Wussten Sie, dass die deutschen Journalistlnnen in der Region, natürlich akkreditiert in Israel, eine Verpflichtung unterschreiben, nichts gegen die Interessen und die Sicherheit Israels zu schreiben? Ahnen Sie, dass das einer Selbstverpflichtung zum Maulkorb gleichkommt? Würden Sie denken, daß deutsche Journalisten und Medien derart ‚käuflich' oder einschüchterbar sind, dass sie Tatsachen unterschlagen, zu späten Nachtzeiten senden, ja alles tun, um die Wahrheit nicht allzu schrecklich zu übermitteln und sowieso eher aus israelischen denn aus palästinensischen Quellen schöpfen und damit weder dem Neutralitätsgebot noch dem Informationsgebot nachkommen? Nicht, weil man aus dem Faschismus nichts gelernt hätte, sondern weil man nicht zulassen will, was nicht sein darf?

In Palästina ist die Hölle los, jedes Kind weiß inzwischen, dass es nur eine Lösung geben kann: Rückzug der Israelis aus allen besetzten Gebieten und zwei Staaten in den Grenzen von 1947/48, was schon einen palästinensischen Verzicht auf 2/3 des einst von ihnen belebten Landes Palästina bedeutet. Und was tun unsere Medien und unsere Politiker? Sie fordern seit einem Jahr Gewaltverzicht von den Palästinensern zu allererste von denen also, die vor allem ihr Recht auf Unabhängigkeit nach mehr als 50 Jahren einklagen, sie, die nicht für den deutschen Massenmord an den europäischen Juden verantwortlich sind. Sind Regierung und Medien derart verstrickt und selbst imperial gepolt, dass es auch ihnen im Nahen7Mittleren Osten nur um die Sicherung des Schmier-Öls für die europäische/amerikanische Wohllebens-, Industrie- und Rüstungsmaschinerie geht - koste es was es wolle?

Die Palästinenserlnnen fragen sich heute, wo bleiben die deutschen Joumalistlnnen, warum kommen sie zu keiner unserer Pressekonferenzen? Warum erfahren die Deutschen am allerwenigsten in ihren normalen Infortmationsquellen etwas über die Beweggründe, Hintergründe der Palästinenser, über die groß angelegten Menschenrechtsverletzungen und Genfer Konventionsverletzungen jetzt und seit 50 Jahren, auch während des sogenannten Friedensprozesses bis zur Initfada?...."
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IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung  „verzerrt“ - Eine in Amerika herausgegebene Studie, die sich mit der Berichterstattung der amerikanischen Ta­ges­zeitung New York Times über den israelisch-palästinensischen Konflikt befasst, legt offen, dass die Times der Berichterstattung über israelische Tote sieben- bis zehnmal mehr Bedeutung beimisst als jener über palästinensische Opfer.

 

Die Studie mit dem Titel „Off the Charts“ wurde von der gemeinnützigen Organisation If Americans Knew (falls Amerikaner wüssten) IKA durchgeführt, die sich auf Medienanalysen spezialisiert hat.

 

If Americans Knew wies aus, dass im Jahre 2004, als innerhalb eines bestimmten Zeitraumes acht israelische Kinder und 176 palästinensische Kinder getötet wurden – ein Verhältnis von 8 : 22 – Times-Überschriften und Leitartikel über die toten israelischen Kinder 6,8mal mehr als über die getö­teten palästinensischen Kinder berichteten.

 

Eine einmonatige Unterstudie belegte, dass dieses Missverhältnis noch zunimmt, wenn der gesamte Artikel analysiert wird. Den erwähnten getöteten israelischen Kindern wird (aufgrund von Wieder­ho­lungen der Toten, über die in den vorausgegangenen Tagen schon einmal berichtet wurde) 10mal mehr Bedeutung als den getöteten palästinensischen Kindern zugemessen.

 

Die Berichterstattung über Tote jeglichen Alters zeigte eine ähnliche Verzerrung – obwohl sie in der Studie eine weniger dramatische Schieflage ergab. mehr >>>>

Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit gerät in Verruf - In regelmäßigem Abstand klagen israelische Regierungsvertreter, Diplomaten und einfache Leute über die angeblich schlimme, ungerechte, voreingenommene Berichterstattung der ausländischen Medien. Während der vorangegangenen Intifada waren viele Autos mit Aufklebern zu sehen, welche die "feindselige ausländische Presse" anprangerten.
Derlei habe ich während der jetzigen Intifada nicht beobachtet, an der Einstellung hat sich jedoch nichts geändert: "Alle sind gegen uns, alle berichten nur über das angebliche Leid der Palästinenser (tatsächlich: das "angebliche" Leid), sie interessieren sich einen Dreck für uns, für unsere Männer, Frauen und Kinder, die bei palästinensischen Terroranschlägen getötet oder verstümmelt werden."

Warum? Das ist doch klar, im Grunde sind es durchweg Antisemiten, besser gesagt: Judenhasser. Wenn man darauf hinweist, daß die meisten ausländischen Journalisten in Israel faktisch Juden sind, dann, so die ausweichende Antwort, sind es eben typische Fälle jüdischen Selbsthasses. Diese Reaktion ist nichts Neues. Sie geht zurück auf die klassische Tradition, den Überbringer schlechter Nachrichten zu töten. Man könnte auch sagen: Es hilft nichts, den Spiegel zu zerschlagen, wenn einem das Bild nicht gefällt, was man darin erblickt. ..."
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Wieviel freie Meinungsäußerung verträgt "die einzige Demokratie im Nahen Osten"? - "Auch JournalistInnen müssen sich mit einer kritischen Berichterstattung zurückhalten. Nur wenige berichten beispielsweise über die furchtbaren Lebensbedingungen der PalästinenserInnen in den besetzten Gebieten. Von Dalia Sarig
Israel befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen seinem Selbstverständnis, "einzige Demokratie im Nahen Osten" zu sein, und der Einengung der Meinungsfreiheit als elementarer demokratischer Wert. Obwohl die freie Meinungsäußerung nicht durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt wird, herrscht in Israel ein Klima der Intoleranz und Engstirnigkeit KritikerInnen aus den eigenen Reihen stehen immer weniger Freiräume zur Verfügung, ihre Meinung zu äußern. Wer mit seiner Kritik den "nationalen Konsens" in Frage stellt, muß damit rechnen, unter Beschuss zu geraten.....
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Tödliches Versehen"  - TAZ vom 7.2.2004 - Gegen vier Uhr morgens kamen die Soldaten, erinnert sich Mustafa Kuassas. Sie stürmen das Haus der Familie Kuassas, im Rafadia-Viertel in Nablus, der drittgrößten palästinensischen Stadt im Autonomiegebiet. Sie befehlen dem 26-jährigen Abdel Afur, in den Garten zu kommen, und konfrontieren ihn dort mit einem kurz zuvor verhafteten Palästinenser. "Kennst du den Mann?" - "Nein." Daraufhin schießen ihm die Soldaten ins Bein. Sie fragen noch einmal, ob Abdel Afur den Palästinenser kenne. "Nein", antwortet er wieder, und diesmal schießen sie ihm in die Hüfte. Sein Bruder Mustafa steht währenddessen am Fenster, so erzählt er später, und beobachtet die Szene. Ein Kommandant kommt zu ihm, ergreift seinen Arm und zieht ihn aus dem Haus. "Ich sollte mir ansehen, was sie mit meinem Bruder machen. Sie sagten, er hätte Waffen versteckt." Wieder fragen die Soldaten Abdel Afur nach dem Palästinenser. Nach dem dritten Nein "setzt ihm ein Soldat das Gewehr unmittelbar an den Mund und drückt ab". So weit die Schilderung von Mustafa Kuassas. Abdel Afur ist der jüngste Fall von insgesamt 18 Todesopfern einer israelischen Militäroperation, die Ende Dezember begann. Die Aktionen konzentrieren sich auf die Stadt Nablus, ein Zentrum palästinensischen Widerstands. mehr...

Anmerkungen zur DISS-Studie

Aufblähender Abwehrzauber - Die Studie zum "Antisemitismus" deutscher Zeitungen - Glaubt man Teilen der deutschen Medien, so leben wir in wahrhaft schlimmen Zeiten: Jeden Tag eskaliert der neue deutsche Antisemitismusstreit auf eine höhere Stufe. Erst musste nur Möllemann als Populist enttarnt werden, der nicht einmal vor der Instrumentalisierung antisemitischer Ressentiments Halt macht. Dann enthüllte Frank Schirrmacher letzte Woche in der "FAZ", dass Martin Walsers noch unveröffentlichter neuer Roman eine mit dem Hass-Repertoire der Antisemiten spielende Mordfantasie sei. Mit Ausnahme der "Süddeutschen Zeitung" schickten sofort alle wichtigen deutschen Zeitungen ihre Erregungsfeuilletons in den Überbietungswettbewerb um die steilste Empörung. Und jetzt sollen wir auch noch annehmen, dass die Entrüstung der deutschen Intelligenzblätter über antisemitische Umtriebe in deutscher Politik und Kultur nur raffinierte Tarnung ist.
Denn am 31. Mai legte das American Jewish Committee in Berlin die 35 Seiten umfassende Kurzfassung einer Studie vor, die das "Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung" (DISS) erstellt hat. Die Duisburger Forscher haben "die Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien unter besonderer Berücksichtigung des Israel-Bildes" untersucht und herausgefunden, dass die dabei geprüften Texte "oftmals dazu geeignet sind, in deutschen Diskursen vorhandene antisemitische und rassistische Vorurteile zu reproduzieren oder auch erst herzustellen".
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„Da wird die politische Keule geschwungen“ - Die israelische Regierung boykottiert die BBC (siehe Meldung). Rüdiger Heimlich sprach mit ZDF-Korrespondent Alexander von Sobeck über die Pressefreiheit in Israel.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr von Sobeck, ist dieses Boykott eine Ausnahme oder üblich?

ALEXANDER VON SOBECK: Es hat schon mehrere Fälle gegeben, aber keiner war so eklatant wie dieser. Es geht ja noch weiter. BBC World wurde aus dem israelischen Kabel genommen. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren öfter Behinderungen erfahren: Für unsere palästinensischen Mitarbeiter werden keine Presseausweise ausgestellt, ausländischen Kameraleuten wurden Arbeitsgenehmigungen verweigert, bei der Ein- und Ausreise wird deutlich gemacht, dass man hier keine beliebte Person ist. mehr...

Israel wirft BBC Antisemitismus vor - Die israelische Regierung bezichtigt die BBC des Antisemitismus. Anlass für die Vorwürfe gegen den britischen Sender ist ein Bericht, wonach Israel über ein stattliches Atomwaffenarsenal und über biologische und chemische Kampfstoffe verfügen soll. Außerdem habe die Armee ein unbekanntes Gas gegen Palästinenser eingesetzt. mehr...

 

Wer freut sich hier worüber? - Das israelische Verteidigungsministerium habe sein eigenes Fernsehteam nach Ost-Jerusalem geschickt, um gestellte Szenen für Propagandazwecke zu filmen. Sie wurden dann weltweit gesendet. Laut Angaben des Besitzers eines Süßigkeitsladens habe ihm das israelische Fernsehteam 200 Schekel gegeben, um Süßigkeiten an Kinder zu verteilen. Der jubelnden Frau wurde ein Kuchen versprochen, so gab sie im nachhinein zu. Sie habe nicht gewusst, warum sie jubeln sollte; sie schäme sich jetzt dafür, nachdem sie es erfahren habe. Ob auf die Frau von palästinensischer Seite Druck ausgeübt wurde, kann nicht verifiziert werden. Der Publizist Meron Benvenisti, ehemaliger Vize-Bürgermeister von Jerusalem, schrieb am 13. September in der Tageszeitung Haaretz: "Ein Team des Büros des Sprechers des israelischen Verteidigungsministeriums wurde ausgesandt, um eine Jubelszene zu filmen. Süßigkeiten wurden in Ost-Jerusalem zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verteilt." Es wurde suggeriert, als repräsentiere die handvoll palästinensischer Kinder die ganze palästinensische Nation.
Die Medien in Israel, den USA und Europa waren umgehend bereit, den Palästinensern eine Mitschuld an dem Verbrechen zu geben. Sie fragten, wie denn die Palästinenser auf diesen Vorfall reagieren würden, wogegen in Kairo, Tanger oder Beirut keine Fernsehteams auf der Suche nach Reaktionen ausschwärmten. Die palästinensische Führung verurteilte die Tat einhellig und eindeutig. Von jeder anderen Staatsführung hätte man dies akzeptiert, aber von den Palästinensern verlangt man diese Entschuldigung immer und immer wieder.
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Bei der Arbeit angeschossen - Journalisten in Konfliktzonen habens eben schwer: So lapidar entschuldigt die israelische Armee den mangelnden Willen zur Aufklärung von Gewalt gegen die Presse. Und palästinensische Journalisten dürfen bald gar nicht mehr nach Israel einreisen. mehr...

 

"Wenn Journalisten sich weigern, die Wahrheit über Israel zu sagen" - Was wäre wohl gewesen, wenn wir das Apartheid-System in Südafrika gegen die schwarze Mehrheitsbevölkerung unterstützt hätten? Was, wenn wir die weiße südafrikanische Führung als "hard-line-Krieger" anstatt als Rassisten bezeichnet hätten? Was, wenn wir die Erschießung von 56 schwarzen Demonstranten in Sharpeville als einen zu "verstehenden Ausfall der südafrikanischen Sicherheitskräfte" erklärt hätten? Was, wenn wir geschrieben hätten, daß die schwarzen Kinder, die von der Polizei erschossen wurden, in Wirklichkeit von ihren Eltern für die Sache geopfert worden waren? Was, wenn wir die "terroristische ANC Führung" dazu aufgerufen hätten, ihre "Leute zu kontrollieren"? mehr...

 

Israel gewinnt den Krieg der Wörter - Aus dem "Guardian" vom 9.4.2001 - Eine allseits bekannte Meldung: Palästinenser warfen in der Nacht drei Bomben auf die Eile Sinai Siedlung im Gazastreigen. Israelische Truppen reagierten mit Panzern und zerstörten einen palästinensischen Grenzposten. Diese Meldung, die von der BBC stammte, ist typisch für die Berichterstattung über den Nahostkonflikt. Es sind die Palästinenser, die angreifen, und die Israelis, die drauf reagieren. mehr...

 

Übergriffe auf Journalisten durch die IDF und jüdische Siedler - Aus einem Bericht des Kommitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) - Der Ausbruch der Gewalt in den besetzten Gebieten letztes Jahr hat auch nicht die Journalisten ausgespart, und der West Bank und dem Gazastreifen den Ruf eingebracht, zu den gefährlichsten Plätzen der Welt für Journalisten zu gehören. Die Ursachen daafür liegen in dem Verhalten der IDF, israelischer Sicherheitskräfte und militanter jüdischer Siedler. mehr...

 

Bilder, Berichte, Betroffenheit - Die Medien und die Katastrophe (11. September) - Bei genauer Betrachtung des vollständigen, nicht gesendeten Bildmaterials fällt auf, dass es auf der Straße drumherum ruhig ist. Nur vor der Kamera eine Gruppe aufgekratzter Kinder. Die Frau, die mit ihrem Freudentaumel in Erinnerung bleibt, geht kurz darauf ungerührt weiter. Auffällig ein Mann in einem weißen T-Shirt. Er stachelt die Kinder an, und er holt immer wieder neue Leute ran. Die Frau, die gerade gegangen ist, sagt heute, man habe ihr Kuchen versprochen, wenn sie sich vor der Kamera freut. Sie selbst sei entsetzt gewesen, als sie die Bilder im Fernsehen sah. Niemals habe sie sich über den Anschlag auf die USA gefreut. mehr...

 

Wird Großbritannien antisemitisch? - Ariel Sharons Gang über den Haram al-Sharif in Jerusalem und der blutige Konflikt, der darauf folgte, haben weltweit hohe Wellen geschlagen. Verschwörungstheorien und wechselseitige Beschuldigungen der Voreingenommenheit haben die Beziehungen zwischen Journalisten und Eigentümern einiger der einflussreichsten Zeitungen in Großbritannien ernsthaft beschädigt. Berichte und Kommentare über den angeblichen Aufstieg eines neuen Antisemitismus waren dementsprechend in beinahe jeder britischen Zeitung zu finden. Bekannte Journalisten und Kolumnisten haben sich über eine Meinungsmache zugunsten Israels durch Zensur und Schikanen von Herausgeberseite beschwert. William Dalrymple, A. N. Wilson und Piers Paul Read schrieben einen Brief an den "Spectator", in dem sie sich darüber beklagten, dass unter Conrad Blacks Ägide eine seriöse kritische Berichterstattung über Israel innerhalb der Telegraph Media Group nicht mehr geduldet werde. Deborah Orr vom "Independent" beschwerte sich, sie sei es leid, als antisemitisch bezeichnet zu werden, nur weil sie es wage, Israel zu kritisieren. Sam Kiley, ein Auslandskorrespondent, verließ die "Times", weil er die Anweisung erhalten hatte, in einem Artikel über israelische Soldaten, die den 12jährigen Mohammed al-Durrah erschossen hatten, als er Schutz in den Armen seines Vaters suchte, "das tote Kind" nicht zu erwähnen. Gewiss: Die Genannten, durchweg bekannte und erfolgreiche Journalisten, haben sich zur Wehr gesetzt und behauptet. Aber nicht alle genießen den Schutz eines berühmten Namens, was zur Folge hat, dass in einem großen Teil der britischen Medien die Berichterstattung stark tendenziös zugunsten Israels ist, sei es aus Überzeugung oder aus Furcht. mehr...

Mit Panzern gegen die Presse - Der Krieg im Nahen Osten ist auch ein Krieg der Bilder - Jüngstes Beispiel: Israel. Dort geht die Armee als Reaktion auf den Terror der Selbstmordattentäter mit großer Härte gegen die bewaffneten Palästinenser vor. Immer wieder kommt es dabei aber zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung - und auch gegen Journalisten, die davon Zeugen werden. Seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 sollen nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" mindestens 57 Journalisten in den von Israel besetzten Gebieten verletzt worden sein. Vielleicht sogar mit Absicht. Der Generalsekretär der Organisation Robert Menard glaubt, dass sich die israelische Armee Journalisten als Ziele sucht, "um sie einzuschüchtern". Viele Reporter würden als Feinde behandelt. Außerdem unternehme die Armee alles, um ihre Militäroperationen zu verbergen. "Die Lage für die Pressefreiheit hat sich so verschlechtert wie niemals zuvor in der israelischen Geschichte", sagt er. Das erste Todesopfer hat die Militär-Offensive bereits gefordert: Im März starb der italienische Fotograf Raffaele Ciriello im Kugelhagel eines israelischen Maschinengewehrs. mehr...

 

Israel sieht sich als bedrohtes Opfer - Sieben Monate Intifada haben die palästinensische Bevölkerung traumatisiert. In einer Bilanz wird auch beklagt, dass die israelische Öffentlichkeit irreführend informiert wird. Bislang sind 78 Israelis und 460 Palästinenser getötet worden

"Die israelische Öffentlichkeit wird durch beständige offizielle Falschdarstellung von Tatsachen durch Politiker und Militärs in die Irre geführt." Das ist das palästinensische Resümee von sieben Monaten Intifada, die auf israelischer Seite - bei 78 Toten und 868 Verletzten - zu einer Verhärtung der öffentlichen Meinung geführt haben. mehr...

Palästinenser ohne Medien - Peter Schäfer  

Geschichtsverdrehungen - Die Microsoft Encarta sieht die Geschichte Palästinas aus einer einseitigen Perspektive.

Aufbruch zum eigenen Fernsehen:
 Eine Reise durch die palästinensische Fernsehlandschaft

Den Medien in Deutschland wird oft vorgeworfen, zu einseitig und zu klischeehaft über islamische Themen zu berichten. Deutsche Medienvertreter wehren sich allerdings gegen Pauschalvorwürfe. Vedat Acikgöz berichtet

Medien Kritik - auf der Seite von Anis Hamadeh.

Die deutsche Presse in der Kuschel-Ecke

Siehe auch die Sonderseite Propaganda

Information: Das Web ist eine "riesige Informationsquelle" - Das Pentagon will eine Suchmaschine für wichtige und aktuelle Informationen in Blogs entwickeln und bezeichnet dies als "Informationsradar, um das Informationsschlachtfeld besser zu verstehen" - Florian Rötzer

Amira Hass ist die einzige jüdisch-israelische Journalistin, die in Palästina lebt.

Zum darüber Nachdenken...........
Zusammen mit dem Ausseministerium Israels bietet der Ambassador-Kurs einzigartige Instruktionen für:
wie wird man ein selbstbewusster Sprecher für Israel bei jeder offiziellen oder inoffiziellen Diskussion

Teilnehmer lernen über die Tatsachen des Konfliktes, entwickeln Werkzeuge um die palästinensische Propaganda zu verstehen / Medienvorurteile, und erlernen die Möglichkeiten mit denen man für Israel sprechen kann...." Quelle

Link: http://www.jacontact.org/courses/is-am/

Israel erwägt zweiten Boykott gegen BBC 11.8.2006

Durch den Reifen springen - "EMBEDDED" - Korrespondenten dürfen nur unter Auflagen aus den von Israel besetzten Gebieten berichten - wenn überhaupt - Jonathan Cook

»Der mediale Kampf um die Opferhaltung.« - von Karin Wenger erschienen bei "inamo" - [pdf]

MEDIENBETREUUNG IN ISRAEL - All-inclusive-Paket für Kriegsberichterstatter - Aus Israel berichtet Matthias Gebauer - Propaganda gehört zu einem Krieg wie Bomben und Soldaten. Wie professionell Israel ausländische Journalisten umsorgt, ist trotzdem beachtlich. Viele lassen sich auf die umfassend betreute Berichterstattung ein.

Handys im Libanon- Psychokrieg per Telefon

Das Schweigen Europas - Ein Plädoyer im Interesse Israels - Judith Bernstein

IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung  „verzerrt“

Telearbeit an der israelischen Mauer

Israel und Palästina in den Medien der USA und Europas Wann werden Palästinenser gleichberechtigt sein? - von Kathleen Christison,

 

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Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika
Das Buch wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.

Weitere Infos hier >>>


Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 


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Die CD ist einschließlich der Portokosten gratis. Sie ist ein Teamwork der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Gruppe Tessin. >>>

 

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