Judentum
und
Zionismus, wie auch
Antisemitismus
und
Antizionismus
sind
total verschiedene Begriffe
Hajo G. Meyer
Früher
war ein Antisemit jemand, der Juden nicht mochte.
Heute ist ein Antisemit jemand den bestimmte Juden
nicht mögen.
1. Rein Logische
Argumente für die Unterschiede
Nicht jeder Jude ist
Zionist.
- Zionismus ist eine
politische Meinung die zu politischen
Handlungen führt die man ändern kann. Der
Staat Israel ist die heutige politische
Realisation der Zionistischen Ideologie.
Nicht jeder Zionist ist
Jude.
- Im Gegenteil. Die
größte, mächtigste und fanatischste Gruppe
von Zionisten sind die Christlichen
Fundamentalisten in den USA und anderen
Ländern (nach der Jerusalem Post vom 17.3.2007
hat diese Gruppe 50 Millionen Anhänger).
• Zionist avant la lettre
-
Einer der
berüchtigtsten Antisemiten, der Mann der das
Wort Antisemitismus’ geprägt hat, Wilhelm
Marr, war schon 17 Jahre vor Herzl
ein ausgesprochener Zionist. Er
schreibt in seiner Streitschrift Vom Jüdischen
Kriegsschauplatz aus dem Jahre 1879: "[…]wir
machen die Fehler unserer Vorfahren wieder gut
und erobern den Juden ihr Vaterland zurück.
Schon Sir Moses Montefiore trug sich mit dem
Gedanken und die Association israélite hat ihn
ganz kürzlich wieder aufgenommen, Palästina
jüdisch zu kolonisieren […] Voilà!- da habt Ihr
eure Heimat, euer Vaterland wieder. Kultiviert
es. Ihr könnt in Palästina Orthodoxe,
Reformjuden, Indifferente, Konfessionslose sein.
Zeigt Eure Arbeitskraft, Kapitalien habt ihr ja
mehr als genug, und dieser Arbeitskraft zu
poussieren." Man bemerke nochmals, dies schreibt
einer der rabiatesten Antisemiten 17
Jahre vor Herzl.
2.
Inhaltliche Unterschiede
• Antisemit gegen
Eigenschaften von Juden, Antizionist gegen TATEN
-
Es ist die
tiefste Überzeugung des klassischen, auf Rasse
begründetem Antijudaismus/Antisemitismus
dass Jude sein eine dem Menschen anhaftende
Eigenschaft ist, die per definitionem nicht
zu ändern ist. In meiner Jugend wurde dies
treffend durch ein Lied ausgedrückt das die
Straßenjungen sangen: Die Taufe mag zwar
nützlich sein doch grädt sie nicht das
Nasenbein. In dem
Standardwerk „Contemporary Jewish Religious
Thought“ aus 1987 schreibt
Hyam Maccoby auf S.14 und 18: "Der moderne auf
Rasse begründete Antisemitismus ist davon
überzeugt dass …der Fehler der Juden in
Hauptsache in den Juden selbst lokalisiert ist,
da sie nun mal einer zutiefst minderwertigen
Rasse angehören."