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Texte zum
Thema Checkpoint
Ran HaCohen - Stille Besetzung Yitzhak Laor - Checkpoint E. Golden - Warten am Checkpoint Checkpoint Bethlehem Maria und Josef am Checkpoint
Keine Chance, nach
Bethlehem zu kommen !
Bildersammlung Checkpoint |
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Das Nadelöhr - "Machsom
Eres", die Sperre Eres
- Bettina Marx – so lautet
der hebräische Name eines
Grenzübergangs zwischen
Israel und dem Gazastreifen.
Diese Bezeichnung trifft
die Zustände genau - Schon
vor Ashkelon ist der Verkehr
spärlicher geworden. Nach
der Abzweigung in die Stadt
und zu dem großen Kraftwerk
südlich von Ashkelon, das
bis weit nach Gaza sichtbar
ist, sind fast keine Autos
mehr auf der Straße. Wer
fährt schon nach Gaza? Nur
Journalisten, Diplomaten,
Mitarbeiter von Hilfsorganisationen
und arabische Taxifahrer,
die hier auf die wenigen
Palästinenser warten, die
eine Genehmigung bekommen
haben, den Gazastreifen
zu verlassen, um etwa israelische
Geschäftspartner zu treffen
oder um ein Krankenhaus
in Israel aufzusuchen. Früher
passierten hauptsächlich
palästinensische Arbeiter
den Grenzübergang Eres,
der auf hebräisch Machsom
Eres heißt, wörtlich: Sperre
Eres. Inzwischen ist der
Grenzübergang tatsächlich
zu einer Sperre geworden.
Hier kommt keiner mehr rein
und keiner mehr raus, hier
ist für die Palästinenser
von Gaza das Ende ihrer
Welt. >>> |
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Israel entfernt weniger
Checkpoints als zugesagt
- Israel baute in der besetzten Westbank
weniger Checkpoints und
Straßensperren ab, als die
Regierung in ihren Zusagen
mitteilte. Einem Bericht des
VN-Büros für humanitäre
Angelegenheiten (OCHA) zufolge,
seien die entfernten Blockaden
von „geringer oder gar keiner
Bedeutung“. Insgesamt
kontrollierte das VN-Büro 61
Checkpoints, die nach
israelischen Angaben entfernt
wurden. OCHA stellte hierbei
fest, das zwar 44 Kontrollpunkte
nicht mehr existieren, sechs
weitere sind jedoch weiterhin
von Bestand und elf Checkpoints
konnten nicht lokalisiert
werden. OCHA besitzt seit Jahren
eigene Landkarten, auf denen das
Büro die Checkpoints vermerkt.
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UN: Israel's removal of W. Bank
roadblocks falls short of
promise
- Akiva Eldar -
Israel has
removed 44 roadblocks in the
West Bank, short of the number
promised to U.S. Secretary of
State Condoleezza Rice, a United
Nations agency has found. The UN
Office for the Coordination of
Humanitarian Affairs (OCHA) said
most of the roadblocks removed
were of little or no
significance.
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Soll das Kind doch zu Hause
sterben!
ISM/G-Mona
- “Sie kommen, um den
Kindern Angst zu machen,” sagt
A. Er hat sieben Kinder. “Sie
sind also in der Nacht gekommen,
letzte Woche, haben alle in eine
Ecke gedrängt. Mitten in der
Nacht. Alle hatten bereits
geschlafen, die kleinen Kinder
hatten Angst. Und sie setzen
Tränengas ein, sogar gegen die
Kinder. Es ist zu schwer. Zu
schwer. Wenn du meine Kinder
siehst, wirst du weinen. Sie
sind so klein. Zwei Jahre,
sieben Jahre alt… Sie können
nicht schlafen. Manchmal kommen
sie jeden Tag. Sie haben mal
alle Strassen im Dorf gesperrt,
niemand durfte die Häuser
verlassen.” Ein junger Mann,
etwa 30 Jahre alt oder etwas
älter, unterbricht. Sein Gesicht
wirkt angespannt und
verschlossen. Verständlich wenn
man seine Geschichte gehört hat.
“Ich habe ein krankes Kind, er
wird bald sterben. Sie haben die
Strassen um 10 Uhr gesperrt. Man
durfte nicht raus -
Ausgangssperre. Ich sagte dem
Soldaten, das Kind sei krank. Er
solle mich rauslassen, um zum
Arzt zu gehen. Ich sagte ich
wäre in zehn Minuten zurück. Ich
lasse meinen Ausweis bei Dir. Er
sagte Nein. Ich flehe Dich an,
sagte ich, er stirbt. Das Kind
wird sterben. Der Soldat
antwortete: Soll das Kind doch
zu Hause sterben." >>>
Checkpointgeschichten oder-
alltäglicher low-level
Terror
1 -
ISM/G-Mona >>>
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Israelische Politik
am Erez-Übergang vom Gazastreifen
-
Bürokratisches Katz- und
Mausspiel - Ärzte für Menschenrechte -
Während der
letzten paar Wochen haben die israelischen Behörden
ihre Taktik geändert, was die Gaza-Patienten und
ihre Ausreise betrifft: statt eine Genehmigung oder
eine Zurückweisung aus „Sicherheitsgründen“ zu
erteilen, werden die Antworten um Wochen verzögert
und als „unerledigt“ erklärt. Nachdem Anträge nur
gestellt werden können, nachdem es eine formelle
Ablehnung gegeben hat, bedeutet diese Taktik die
Verweigerung der Möglichkeit eines Antrages.
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Yehudit Kirstein
Keshet -
Checkpoint Watch
Zeugnisse
israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina.
Mit einem Vorwort von Amira Hass
Aus dem
Englischen übersetzt von Ulrike Vestring
Rezension: Ludwig Watzal - Ohne die mutigen
Frauen von „MachsomWatch“ würden die
Menschenrechtsverstöße aus dieser
Krisenregion untergehen in einer Flut von
grausamen Meldungen.
Die Protokolle der Frauen sind detaillierte
und erschütternde Zeugnisse eines
Besatzungsregimes, das seinesgleichen unter
der Sonne des 21. Jahrhunderts sucht.
MachsomWatch wurde 2001 von Ronnie Jäger,
Adi Kunstmann und Yehudit Keshet als
Reaktion auf die zahlreichen willkürlichen
Menschrechtsverletzungen durch das
israelische Militär an den Kontrollpunkten
gegründet. mehr >>>
Genau hinsehen Wissen, was passiert:
Israelische Frauen beobachten und
dokumentieren Menschenrechtsverletzungen
-
Gerda
Kruss - Machsom Watch« heißt
»Kontrollposten-Beobachtung« und ist der
Name einer Nichtregierungsorganisation
israelischer Frauen. Die Aktivistinnen
beobachten und dokumentieren
Menschenrechtsverletzungen des Militärs an
den Kontrollposten in den besetzten
palästinensischen Gebieten. >>> |
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Gemeinsamer
Aufruf von Menschenrechtsgruppen, um den
Rafah-Grenzübergang zu öffnen. 30.Juli 2007
Der Rafah-Grenzübergang ist der
einzige Ein- und Ausgang für die 1,5 Millionen
Bewohner des Gazastreifens von und zur Außenwelt. Er
ist seit dem 9.Juni 2007 durchgehend geschlossen
gewesen.
Die Folge davon war, dass
mindestens 6000 Palästinenser in ägyptischen Städten
wie Rafah und Al-Arish gestrandet waren, einige von
ihnen unter härtesten Bedingungen. Unter den
Wartenden befanden sich Patienten, die Gaza
verlassen hatten, um medizinische Behandlung zu
bekommen. Sie wurden daran gehindert, nach Hause
zurückzukehren. Die Medien berichten, dass mehr als
20 Personen während des Wartens gestorben sind. Auf
der Gazaseite der Grenze warten Patienten, Arbeiter,
Studenten, Geschäftsleute, die nicht in der Lage
sind den Gazastreife zu verlassen, um zu wichtiger
medizinischer Behandlung, zum Studium oder zum
Geldverdienen zu gelangen.
Der Kampf zwischen der Hamas und
der Fatah und die Angriffe des israelischen Militärs
auf den Gazastreifen haben viele Todesfälle
verursacht. Den Verletzten die Ausreise zu
verweigern, gefährdet ihr Leben und verursacht für
ihre Gesundheit irreversiblen Schaden .
Es gibt einen Hinweis auf die
Bereitschaft der Parteien innerhalb des
Gazastreifens in Übereinstimmung mit der
Hamasführung, den Rafah-Grenzübergang gemäß dem
Abkommen
(Über Bewegung und Zugang) mit
Israel und der palästinensischen Behörde vom 15.
November 2005 wieder zu öffnen. Doch erfordert die
Öffnung des Grenzüberganges auch die Beteiligung
Israels, Ägyptens und der EU und verschiedener
Organe der Palästinensischen Behörde.
Nach dem oben genannten Abkommen
beobachtet Israel den Rafah-Grenzübergang über
Video-Cameras und überwacht die Liste der
Passagiere, die palästinensische Behörde ist
verantwortlich für das Funktionieren des
Kreuzüberganges und die EU-Monitoren überwachen den
Grenzübergang direkt, wenn Israel sie an den
Grenzübergang gelangen lässt. Ägypten betreibt den
Grenzübergang von seiner Seite.
Die Menschenrechtsgruppen, die
diesen Aufruf unterzeichnet haben, rufen alle diese
Parteien auf, die Bedingungen des Abkommens zu
erfüllen, damit die Öffnung des Rafa-Grenzüberganges
- die Rettungsleine für die Gazabewohner- erfolgen
kann.
Wir rufen Israel, die
palästinensische Behörde, die EU und Ägypten dazu
auf , die Grenzen zum Gazastreifen sofort für die
Menschen zu öffnen, unabhängig von ihrer politischen
Agenda, die Hamas betreffend. Die Bewohner des
Gazastreifens sollten nicht als Geiseln im Kampf um
die Kontrolle des Gazastreifens benützt werden.
Wir rufen Israel, die
Besatzungsmacht in den palästinensischen Gebieten
und der Hauptakteur der Politik der Grenzübergänge,
auf , größte Anstrengungen zu unternehmen, um eine
sofortige Öffnung des Rafah-Grenzüberganges für den
regelmäßigen Grenzverkehr in beide Richtungen zu
erreichen.
Im Gazastreifen kontrolliert
Israel den Personen- und den Warenverkehr, das
Bevölkerungs-Register, das Steuersystem und die
Finanzierung der öffentlichen Dienste. Israel
Kontrolle geschieht auf verschiedene Weise und
schließt die eingeschränkte Nutzung des Wassers ein,
blockiert den Luftraum über dem Gazastreifen, hat
das Vetoreht über den Rafah-Grenzübergang,
kontrolliert, wer durch den offenen Grenzübergang
reist. Häufig finden militärische Einfälle in den
Gazastreifen statt.
Die 4. Genfer Konvention, die
Zivilisten in Kriegs- und Besatzungszeiten schützt,
fordert Israel auf, für das Wohl der Bewohner des
Gazastreifens zu sorgen, ihre rechte zu garantieren
und ihnen erlauben, ein normales Leben zu führen –
einschließlich der Möglichkeit den Gazastreifen zu
verlassen und in ihn zurückzukehren.
Wir rufen den Präsidenten der
palästinensischen Behörde, Mahmoud Abbas, den
gewählten Vertreter aller Bewohner der
palästinensischen Gebiete, auf, das Wohlbefinden der
Bevölkerung abzusichern, soweit es in seiner Macht
steht. Präsident Abbas muss Israel auffordern, den
Rafah-Grenzübergang zu öffnen und sein Personal
innerhalb Gaza zu instruieren, sich an den
Initiativen, den Grenzübergang in Zusammenarbeit mit
den betroffenen Parteien wieder in Gang zu bringen,
so weit wie möglich zu beteiligen.
Wir rufen die Europäische Union
dazu auf, einstimmig zu erklären, dass der
Rafah-Grenzübergang sofort geöffnet werden muss,
und zu fordern, dass die betroffenen Parteien die
Rückkehr der EU-Beobachter erlauben.
Die Hamasführung im Gazastreifen
– die die Sicherheitsdienste in Gaza kontrolliert –
ist verpflichtet, eine sichere Öffnung des
Grenzüberganges von der Gazaseite aus zu erlauben
als einen Teil der Pflicht, die Rechte und das
Wohlbefinden der Gaza-Bewohner zu schützen.
Wir rufen Ägypten auf, die
sofortige Öffnung des Grenzüberganges von seiner
Seite aus zu arrangieren und die humanitäre Hilfe
für die Tausenden von in Ägypten gestrandeten
Palästinensern zu ermöglichen.
Die beteiligten Organisationen:
Al-Haq, al-Mezan-Zentrum für Menschenrechte,
Addameer, B’tselem – das israelische
Informationszentrum für Menschenrechte in den
besetzten Gebieten; Gisha – Rechtszentrum für
Freiheitsbewegung, Hamoked: Zentrum für die
Verteidigung des Einzelnen; das Palästinensische
Zentrum für Menschenrehte; das Euro-Mediterranean
Human Rights Network; the Public Commitee against
Torture in Israel, Ärzte für Menschenrechte in
Israel, Rabbiner für Menschenrechte, Yesh Din:
Freiwillige für Menschenrechte.
(dt. Ellen Rohlfs) |
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Checkpoint
Palästina - Weinend sitzt eine blonde Frau
am Grenzübergang Eres, dem Betonungetüm, das den
Menschen- und Warenfluss zwischen Gaza und
Israel regeln soll. Ein kleines Lächeln, als ich
sie auf Deutsch anspreche. Ihr zweiter Versuch,
nach Gaza zu reisen, um dort ihre
Schwiegermutter kennen zu lernen, ist
gescheitert. |
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Die Tempel der Besatzung - Meron
Benvenisti - Von den Dutzenden von
Checkpoints, die als „wohlwollende Geste“
mit einem Versprechen gegenüber Mahmoud
Abbas, aufgelöst werden sollen, ist kein
einziger abgebaut worden. Es wird
interessant sein, mit welcher Entschuldigung
man kommen wird, wenn sich das Wetter
gebessert hat. Der Plan, die Straßensperren
abzubauen, verzögerte sich aus verschiedenen
Gründen, und inzwischen hat sich die Anzahl
vervielfacht. Wir können mit ziemlicher
Sicherheit annehmen, dass der neueste
Versuch, das Leben der Palästinenser zu
erleichtern, genau wie seine Vorgänger
fehlschlägt, weil die Herrschaft der
Straßensperren keine Angelegenheit einer
marginalen Geste ist, noch ein Sache der
Quantität, deren Reduzierung wahrscheinlich
eine Änderung der herrschenden Situation in
den besetzten Gebieten signalisierten würde.
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"2006 Jesus starb am Checkpoint."
Maria und Josef – oder: Keine Chance, nach
Bethlehem zu kommen !
(Von
Anfang September bis Mitte Oktober 2006
wurden an Checkpoints
69 Kinder geboren, weil den werdenden Müttern
die Weiterfahrt zum Krankenhaus verwehrt wurde.)
Bild Vergrössern
- Wenn Maria und Josef wirklich
zahlreiche Checkpoints geschafft hätten, ständen sie wie unser
heiliges Paar in dieser Szene vor der Mauer in Bethlehem vor
Rachels Grab – keine Chance für die bevorstehende Geburt Jesu in
der Stadt Davids! Israelisches Militär, ein
Hochsicherheits-Checkpoint und die über 8 m hohe Betonmauer (zum
Vergleich die Müllkontainer rechts am Tor) würden ihr
Hineinkommen unmöglich machen. mehr >>>
Lese auch >>> |
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Warten im größten Freiluftgefängnis der
Welt - Mauer am Eingang Bethlehems -
Zwischen 1.500 und 3.000 Männer, die eine
Arbeitserlaubnis für Jerusalem haben, versuchen durch Mauer
und Checkpoint zur Arbeit zu kommen
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Europäische Beobachter schauen weg -
Luisa Morgantini,
italienische EU-Abgeordnete der linken Fraktion
im Europaparlament, richtet einige
aufschlussreiche Fragen über die Rolle der
europäischen Beobachter des Grenzübergangs Rafah
an den Europarat. Sie macht damit erneut darauf
aufmerksam, dass Europa grundsätzlich zugunsten
der israelischen Regierung interveniert - wie so
oft. (Englisch) |
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Ein Orwell'sches Überwachungsregime- Checkpoints,
Sperrgitter und Überwachungskameras im besetzten
Palästina |
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The Imagine-Life Screening Room |
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Die
Gefängnis-Oberaufseher -
Amria Hass -
Vor zwei
Wochen – am israelischen Wahltag – wollten
zwei Fahrer um 8 Uhr früh Tulkarem über den
östlichen Ausgang in Richtung Anabta
verlassen . Sie erfuhren, dass ihre
Passierscheine ungültig waren. Ein Soldat am
Checkpoint, der die Durchfahrt verhinderte,
entschuldigte sich: Heute ist das Verlassen der
Stadt nur Bewohnern der drei benachbarten Dörfer
Shufa, Safrin und Beit Lid erlaubt, erklärte er
den Machsom Watch Frauen. „Und im allgemeinen
ist dies kein Kontrollpunkt ( durch die man mit
Passierschein fahren kann AH), sondern eine
Absperrung. Und hier gibt es keine
Passierscheine; hier gibt es nur besondere
Verfahren.“ Palästinenser, die unter
israelischer Besatzung leben, sind in einem
Dickicht von physischen, materiellen
Absperrungen aller Typen und Größen eingesperrt:
von Kontrollpunkten, Straßensperren, Blockaden,
Zäunen, Mauern, Stahltoren, verbotenen Straßen,
Erdhaufen, Zementblöcken und außerdem
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„Sie behandeln uns wie Tiere”
- Augenzeugenberichte vom neuen Checkpoint |
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Checkpoints, Tore und
Terminals - rassistische Gettopolitik im 21. Jahrhundert |
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Absurdes Theater
Gideon Levy, Haaretz, 15.12.05
Irja! Inzwischen kennt jeder dieses Wort. Es gibt keinen
Soldaten an einem Checkpoint, der es nicht ausspricht; es gibt
keinen Palästinenser, der es nicht schon gehört hat. „Irja!“ schreit
ein Soldat zu jemandem hin, den er daran hindern will, den
Kontrollpunkt zu passieren. Es heißt: „Geh zurück! Geh weg!“ Irja!
zu dem Mann, der ein verletztes Kind trägt und es nach Hause bringen
will. Irja! zum Bau-Ingenieur, der zur Arbeit will. Irja! zur
Mutter, die mit ihrem Baby auf dem Weg zu ihren Eltern ist. Irja! zu
dem alten Mann, der seine Enkelkinder besuchen will.
Das absurde
Theater der Besatzung bringt eine neue Szene, die an alte
erinnert. Am letzten Donnerstag hat Yosef Abu-A’adi, 29, den
Soldaten Nir Kahana am Qalandia-Kontrollpunkt mit einem Messer
angegriffen und getötet. Der Kontrollpunkt wurde sofort geschlossen,
und viele tausend Palästinenser durften letzte Woche den
Kontrollpunkt nicht mehr passieren. Qalandiya ist - das sollte
hier erwähnt werden – ein „Mega-Checkpoint“ in den besetzten
Gebieten , nicht etwa zwischen diesen Gebieten und Israel. Die
grausame Kollektivbestrafung, die letzte Woche verordnet wurde,
verurteilte Zehntausende Unschuldiger, denen es sowieso schon
schlecht geht, zu noch mehr Schikane.
mehr >>> |
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Wir erfahren täglich von Hass und
Gewalt im Nahen Osten - von Sabine
Christiansen |
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Hoffen auf offene Grenzen im Gazastreifen
Die Erwartungen der Flüchtlinge von Jabalya |
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Die
Kontrollpunkte fungieren wie innere Grenzen,
trotzdem sehen sie nicht aus wie normale Posten.
Sie sind so konstruiert und mit Soldaten
besetzt, dass jeder, der sie passiert, auf den
Status eines unerwünschten Flüchtlings reduziert
wird. So werden die Palästinenser ständig daran
gemahnt, wer der Sieger ist und wer der
Besiegte.....
mehr >>> |
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Eingeschlossen in Nablus
Tausende Palästinenser durch Belagerungszustand
im Westjordanland traumatisiert.
Tägliche Demütigungen an Checkpoints der
israelischen Armee |
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Israel re-operates
X-ray chamber at
Rafah Crossing |
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Eine – leider – ganz normale
Checkpoint-Geschichte
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An eingegrenzten Orten
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Roadmap
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Gaza Check Points
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Palästina, ein Gefängnis ohne Dach
Waltraud Schauer
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Terminal der Verzweiflung - Am
Grenzübergang Allenbybrücke nach
Jordanien
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Beobachtungen an den Checkpoints
Viktoria Buch |
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Demographische Kriege
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Aus der Nähe: Israelis entdecken das
besetzte Palästina. |
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Nach
Angaben des palästinensischen
Gesundheitsministers Kamal Scharafi starben in
den letzten drei Jahren 97 Menschen an
israelischen Kontrollen, weil ihnen trotz akuter
Krankheit die Passage verweigert wurde.
Quelle´ |
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Bildersammlung
Checkpoint |
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Bilder vom Checkpoint |
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Checkpoints - militärische Kontrollpunkte |
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Machsom Watch - Bilder am
Checkpoint |
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Am fliegenden
Checkpoint: Israelische Soldaten
schießen Palästinenser ins Bein
19.7.05
Israelische Soldaten schossen
heute Morgen an einem fliegenden
Checkpoint in der Gegend von
Nablus auf Ahmed Asaad Issa. Der
22jährige Einwohner des Dorfes
Salem erlitt einen Beinschuss.
Sein Neffe Nasim Ashteh
berichtete PNN,
dass sein Onkel, dessen Frau und
ihr neugeborenes Baby sich
zusammen auf dem Heimweg vom
Rafidiya-Krankenhaus befanden.
Als sich Ahmed seinem Dorfe
näherte, bemerkte er eine
Autoschlange, die an einem
fliegenden Checkpoint
festgehalten wurde.
Er überholte die Wagen und ging
zu den Soldaten hinüber, um mit
ihnen zu sprechen. Er zeigte
ihnen Arztberichte und erklärte,
dass er eine Patientin, welche
gerade aus dem Krankenhaus
entlassen worden sei, begleiten
würde.
Die Soldaten wollten ihm nicht
zuhören und befahlen ihm, zu
seinem Auto zurückzugehen. Als
er sich umdrehte und zu seinem
Auto gehen wollte, zielte ein
Soldat auf ihn und schoss in
sein linkes Bein. Issa kehrte
zur Behandlung ins Krankenhaus
nach Nablus zurück.
Yaser Alawneh, Forscher beim
Palästinensischen Institut
für Menschenrechte, befand
sich ebenfalls an diesem
Checkpoint. Er erklärte, dass
der Soldat auf Ahmed geschossen
habe, als dieser bereits 150 m
von ihm entfernt gewesen sei,
und bestritt damit die falsche
Behauptung des Soldaten, dass
Ahmed für ihn eine Bedrohung
dargestellt habe. Er beschrieb
das, was er mit eigenen Augen
wahrgenommen habe, als
„herzlos“.
Naser Ashteh – ebenfalls
Einwohner des Dorfes Salem –
äußerte gegenüber PNN, dass
viele ähnlich gelagerte Vorfälle
an fliegenden Checkpoints
vorkämen. Diese Checkpoints
beeinträchtigen die
Bewegungsmöglichkeiten der
Einwohner, insbesondere bei
dringenden medizinischen Fällen.
Palestine News Network
Armin Abu Wardeh, Nablus,
19.07.2005
19.07.2005, Übers. v. Gabriele
Al Dahouk
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Älterer Mann
stirbt beim Warten auf Durchlass
Während er darauf wartete, die
Mauertore in Qalqiliya zu
durchqueren, starb der ältere
Palästinenser Amin Teem.
Augenzeugen bestätigten, dass
israelische Soldaten den
Krankenwagen aufhielten, als er
das Tor passieren wollte, um den
70-Jährigen, der eine
Herzattacke erlitten hatte, ins
Krankenhaus zu bringen. Diese
Verzögerung, von der behauptet
wurde, sie sei aus
Sicherheitsgründen, verschärfte
seine Situation und führte zum
Tode.
Es ist nicht der erste Vorfall
dieser Art, der im Gebiet um
Qalqiliya in der Westbank an den
Besatzungstoren und Absperrungen
vorkommt. Eine schwangere Frau
starb, nachdem israelische
Soldaten dem Krankenwagen am
Eingang von Qalqiliya
verweigerten, den Checkpoint zu
passieren, um sie zum
Krankenhaus in der
palästinensischen Stadt zu
bringen.
Am Azoun-Atmah-Tor im Süden
Qalqiliyas wird den Ambulanzen
und deren Sanitätern die Zufahrt
in die Ortschaft verboten.
Besatzungssoldaten behaupten,
dass diese keine Genehmigungen
hätten.
Bewohner erzählten die
Geschichte eines
palästinensischen Mädchens, das
seine Behandlung durch die
Gitterstäbe des Mauertores
erhielt. Der Arzt war auf der
gegenüberliegenden Seite des
Tores und gab ihr während des
Wartens Spritzen. Die
Pförtner betrachteten diese
unmenschliche Szene ungerührt.
Ebenso starb vor ein paar
Monaten der 56-jährige Azam
Atiah aus dem Ort Amateen im
Osten Qalqiliyas, weil die
Soldaten am Bet-Iba-Checkpoint
seinem Fahrer untersagten, ihn
zum Krankenhaus in Nablus zu
bringen.
Der gestrige Tod von Amin Teem
aus El Funduk erzeugte Gefühle
der Empörung und tiefer
Traurigkeit unter den Einwohnern
des Ortes. Die israelischen
Kadomim-Siedlungen und deren
Siedler sind für sie ein
Albtraum, weil diese Siedler den
Palästinensern die Nutzung der
alten Verbindungsstraße zwischen
ihrem Ort und der Hauptstraße
Qalqiliya-Nablus verweigern.
Israelische Siedler stellten
mitten auf der Straße ein Tor
auf, an dem nun der ältere Mann
verstarb. Die Bewohner müssen
jetzt eine lange Umgehungsstraße
in Kauf nehmen, falls sie sich
zwischen Qalqiliya und Nablus
bewegen wollen. Palestine News
Network - Mustafa Sabre,
Qalqiliya, 10.08.2005
Übers. v. Gabriele Al Dahouk |
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Lächeln
verboten -
Israels Armee hat einen Verhaltenskodex.
Aber nicht alle Soldaten
befolgen ihn. Beobachtungen am
Checkpoint |
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Al-mahsum, Mahsom, Checkpoint, Kontrollpunkt
von Yitzhak Laor |
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Sumaya
Farhat-Naser »Friede ist schwer
wie nie« |
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Israel muss wie Südafrika
behandelt werden
Ilan Pape |
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An den Checkpoints
,,Israels Politik gegenüber palästinensischen Arbeitern
basiert auf Erpressung und
Erniedrigung''
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Israelische Check
Points im Gazastreifen
zum vergrößern auf das
Bild klicken.
Quelle
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Checkpoints in Palästina
zum vergrößern auf das
Bild klicken.
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UNO-Sonderbeauftragter Duggard legt Bericht vor:
Israel Hindernis für den
Frieden - Mauer und Checkpoints
Der Internationale
Gerichtshof hat befunden, dass
die Mauer, die Israel in der
Westbank baut, internationalem
Recht widerspricht Trotz dieser
Tatsache setzt Israel druckvoll
den Bau der Mauer fort, auch
wenn vor kurzem die Entscheidung
getroffen wurde, weniger
palästinensisches Land in die
Entwicklung einzubeziehen Die
Mauer ist israelischer Lesart
zufolge eine Sicherheitsmaßnahme
Diese Tatsache macht es
erforderlich, ihr Aufmerksamkeit
zu widmen, da momentan, nach der
Vereinbarung von Sharm el-Sheikh
die Sicherheitslage im Zentrum
der Aufmerksamkeit steht Es gibt
einen Unterschied zwischen
legitimen Sicherheitsmaßnahmen
und illegitimen
Sicherheitsmaßnahmen Der Bau der
Mauer auf palästinensischem
Territorium im Gegensatz zu dem
Bau entlang der "Grünen Linie"
oder innerhalb israelischen
Territoriums ist eine illegitime
Sicherheitsmaßnahme und sollte
sofort beendet werden und nicht
auf die Zeit der "Verhandlungen
über den endgültigen Status"
verschoben werden Wenn man dies
nicht tut, ist das einen
weiterer Beweis dafür, dass es
die Absicht Israels ist,
palästinensisches Land zu
annektieren, das wird die
fragile Waffenruhe gefährden
Viele Checkpoints,
Straßensperren, Gräben und
Verkehrsbehinderungen machen das
Reisen in den palästinensischen
Gebieten für die Einwohner zu
einem Albtraum Israel behauptet,
die Zahl der Checkpoints
kürzlich substanziell reduziert
zu haben Die meisten
Checkpoints, die von der
israelischen Armee gehalten
werden, sind aber weiterhin in
Funktion; "fliegende
Checkpoints" das sind mobile
Straßensperren bestehen fort,
und die meisten Straßensperren
in Form von Zementblöcken,
Erdlöchern oder Gräben und die
Schließungen von Nebenstraßen
bleiben nach wie vor bestehen
Auch Straßensperren und
Verkehrsbehinderungen durch die
israelischen Armee finden in
derselben Frequenz wie immer
statt Der Sonderbeauftragte hat
sogar die Erfahrung gemacht,
dass die Kontrollen an den
Checkpoints strenger gehandhabt
wurden als bei seinen vorherigen
Besuchen Der Charakter
Jerusalems und Bethlehems wurde
durch den Bau der Mauer
substanziell verändert Das Leben
der Einwohner ist substanziell
betroffen von
Reisebeschränkungen, Sperrungen
und der Konfiszierung von
Eigentum Des Weiteren steht die
Drohung im Raum, dass man von
Ost-Jerusalemer Bürgern
Sondergenehmigungen der
israelischen Behörden verlangen
werde, wenn sie nach Ramallah
reisen wollen Das wird
Ost-Jerusalemer Bürger zwingen,
sich zu entscheiden, ob sie ihre
Verbindungen mit Ramallah
aufrecht erhalten und ihr
Wohnrecht in Jerusalem aufgeben
Das ist Teil einer Serie von
Maßnahmen, die dazu geeignet
sind, Israels illegale Annexion
Ost-Jerusalems zu festigen
mehr >>> |
Bethlehem, 13.10.2003

Container-Checkpoint zwischen Bethlehem und
Ostjerusalem, bzw. Richtung Ramallah.
auch heute wieder neue
"Eindrücke" aus Bethlehem.
Tatsachen hören oder im
Fernsehen anschauen ist etwas völlig anderes,
als sie selbst zu erleben. Gestern wurde mir
dies erneut bewußt. Oft habe ich von
israelischen Checkpoint Filme gesehen oder
Berichte gehört. Gestern Nachmittag fuhren wir
zum Container-Checkpoint zwischen Bethlehem und
Ostjerusalem, bzw. Richtung Ramallah. Dies ist
die einzige Möglichkeit, auf palästinensischem
Gebiet nach Ostjerusalem, Ramallah und ist
gesamte Gebiet der Westbank zu gelangen. Aber
seit 10 Tagen ist der Checkpoint völlig
geschlossen, wie alle anderen im Lande auch. Das
bedeutet, dass Arbeiter nicht mehr zu ihren
Arbeitsstätten kommen, viele Studenten zur Uni,
Kranke zu Fachärzten oder in Fachkliniken, usw.
200 m vom Checkpoint entfernt herrschte große
Aufregung. Ca. 20 Taxibusse standen dort, kamen
mit neuen Fahrgästen an, nahmen andere mit
zurück nach Bethlehem. Der Weg ging jedoch nicht
über den geschlossenen Checkpoint.
Hunderte rannten in der halben Stunde, in der
ich dort war, ca. 200 m den Berg hinauf, andere
rannten aus Richtung Ostjerusalem kommend
hinunter, alte Menschen unter besonders großen
Anstrengungen, Frauen, viele Studenten,
Handwerker, etc. Viele hatten Decken dabei, da
sie während der Woche irgendwo in Ostjerusalem
(gehört zur pal. Autonomie) schlafen und nicht
jeden Tag diese Tortur und den psychischen
Stress mitmachen können. Denn diese 200
m zu überwinden ist ein Wettlauf mit dem Tod
oder die Gefahr, festgenommen und verhaftet zu
werden.
Erst an diesem Nachmittag hatten die
israelischen Soldaten plötzlich die Taxis und
Flüchtenden beschossen - Gott sei Dank wurde
niemand verletzt und "nur" die Autoscheiben
eines Taxis zerschossen!
Die Fotos können leider nicht
annähernd die Stimmung wiedergeben. Sie sind
lediglich der hilflose Versuch, Menschen in
Deutschland ein Geschehen wenigstens ein
bisschen deutlich zu machen, das nicht zu
beschreiben ist!
Warum dies alles?
- Es gibt nur wenige ganz existenzielle Gründe:
gegen einen geringen Lohn in Jerusalem arbeiten
um zu überleben und die Familie am Leben zu
halten (Bethlehem hat seit über 3 Jahren über 65
% Arbeitslosigkeit und das bei den großen
Familien mit meist 8-10 Personen), die Uni
nicht dauernd zu versäumen (und damit die
Zukunft noch mehr auf's Spiel zu setzen), zum
Arzt zu kommen ...
Man kann sich kaum
vorstellen, welch psychischem Stress diese
Menschen ausgesetzt sind. Wie schon erwähnt, man
kann es letztlich nicht beschreiben, sondern nur
selbst erleben und ohnmächtig mit steigernder
Wut zuschauen. Eindeutig geht es da nicht um die
vielbeschworene Sicherheit der Israelischen
Regierung, sondern einzig und allein darum, die
Palästinenser unter unvorstellbaren Druck zu
setzen und ihr Leben unmöglich zu machen.
Das zeigt auch das heutige
Beispiel in der 850 Schüler zählenden
evangelischen
Schule Talita Kumi. Direktor
Dr. Wilhelm Goller berichtet mir bei meinem
Besuch heute morgen, dass die Schüler aus den
umliegenden Dörfern jenseits der Checkpoints
wieder einmal nicht die Schulbusse nehmen
konnten (geschlossene Checkpoints) und über die
Hügel und Felder laufen mussten. Dabei wurden
sie wie gewohnt von den israelsischen Soldaten
längere Zeit festgehalten und eingeschüchtert -
Schulbeginn in Bethlehem!
- Ziel: Druck machen, einschüchtern.... - Keine
Frage der Sicherheit!
Geschichten dieser Art
lassen sich beliebig fortsetzen, denn fast jeder
Gesprächspartner hat "seine" Geschichten und
Erlebnisse.
Übrigens: Mein letzter
Versuch, doch noch nach Jenin zu kommen, ist
heute morgen gescheitert: drei Taxis wollten die
Stadt verlassen, einer wurde am ersten
Checkpoint zurückgeschickt, die beiden anderen
vorübergehend verhaftet.
Herzlich grüßt Sie alle,
denen das Schicksal der Menschen im Heiligen
Land nicht egal ist
P. Rainer

Der Weg ging
.... nicht über den geschlossenen Checkpoint.
Hunderte rannten in der halben Stunde, in der ich dort
war, ca. 200 m den Berg hinauf, andere rannten aus
Richtung Ostjerusalem kommend hinunter, alte Menschen
unter besonders großen Anstrengungen, Frauen, viele
Studenten, Handwerker, etc. Viele hatten Decken dabei,
da sie während der Woche irgendwo in Ostjerusalem
(gehört zur pal. Autonomie) schlafen und nicht jeden Tag
diese Tortur und den psychischen Stress mitmachen
können. Denn diese 200 m zu überwinden ist ein
Wettlauf mit dem Tod oder die Gefahr, festgenommen und
verhaftet zu werden.
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